Startseite Tourismus INTERNATIONALE WASSERSTRASSE „E-70“: VON ROTTERDAM NACH KLAIPEDA
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INTERNATIONALE WASSERSTRASSE „E-70“: VON ROTTERDAM NACH KLAIPEDA Drucken E-Mail

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Die Kaliningrader Region hat eine Zentrallage in einer an Natursehensw?rdigkeiten reichsten Zone des s?dwestlichen Baltikums. Die ganze Region ist mit einem Wasserstra?ennetz bedeckt, das noch w?hrend der Epoche des Ordens entstanden ist.

Das Netz aus den Schifffahrtsstra?en erm?glicht es, eine Schifffahrt von der Ostsee durch die Weichsellagune (rus. Wisla), den Fluss Pregel (rus. Pregolja) und Deime (Deima) in die Kurische Lagune bzw. an diese vorbei, durch die Kan?le von Deime in den Ragnit (rus. Neman) vorzunehmen. Eine Durchfahrt zwischen dem Weichselhaff und dem Kurischen Haff erm?glicht es, mit einer Yacht von Deutschland bis zum Schwarzen Meer zu reisen. Tats?chlich ist es eine ber?hmte historische Strecke „Der Weg von den Wickinger zu den Griechen“, die in den Marschrouten der europ?ischen Kreuzfahrtreiseb?ros als „E-70“ bezeichnet ist. Heute existiert die internationale Wasserstra?e „E-70“ nur auf der Karte, weil ihr ?stliches Teil wegen des Infrastrukturmangels nicht verwendet wird. 2006 kam eine Idee auf, das Projekt der Wiederbelebung und Entwicklung der Wasserstra?e „E-70“ ins Leben zu rufen. Diese Idee wird v?llig durch die regionale Regierung unterst?tzt und ist f?r die Unternehmer sehr attraktiv; diese Idee zu verwirklichen,  ist eine komplexe Strukturaufgabe, an deren L?sung mehrere potentielle Teilnehmer – sowohl aus dem Unternehmenssektor, als auch aus der Politik – interessiert sind.
Die Wasserstrecke „E-70“ beginnt bei dem europ?ischen Hafen Rotterdam und geht bis Arnem, durch Leck und Beneden, Rhein, Z?tphen, Enschede, Twente, den Mittellandkanal, Bergesh?vede, Minden, Magdeburg, Berlin, Hohensaaten, Kostschin, Bydgoszcz, Elblong, Weichselbucht, Kaliningrad, Fl?sse Pregel, Deime, durch das Kurische Haff und bis nach Klaipeda.
Bis jetzt wurden in Polen ca. 40000 Einheiten der Segelmotorschiffe registriert. Ein wesentlicher Teil davon befindet sich auf dem Territorium der Woiwodschaft Ermland-Masuren (polnisch: Wojewodstwo warminsko-mazurskoje), die an die Kaliningrader Region grenzt. Sie konnten also die Reisen durch die Region machen. Im Kaliningrader Gebiet wurden au?erdem ca. 15000 Boote registriert.
Kurische Nehrung ist eines der beliebtesten und popul?rsten touristischen Objekte in der Kaliningrader Region. Laut Angaben des Nationalparks betr?gt die Anzahl der Touristen, die die Kurische Nehrung besuchen, zur Hauptreisezeit bis zu 40000 Personen t?glich. Der gebaute ?bergang kann deshalb ein neues, bisher nicht existierendes touristisches Objekt werden. Nur im Hafen von Nida (deut. Nidden) befinden sich ca. 60 Yachten und Boote. Falls die Durchlassstelle „Rybatschi“ (vom rus. „Rybak“=“Fischer“) eingerichtet wird, bekommen diese eine zus?tzliche Reiseroute durch die russische Zone der Nehrung.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind mehrere Voraussetzungen f?r die erfolgreiche Realisierung des Projektes „E-70“ vorhanden. Wesentliche von ihnen sind: das Vorhandensein des offiziellen internationalen Status dieser Wasserstra?en, langj?hrige nutzbringende Zusammenarbeit zwischen den russischen, polnischen, litauischen Regierungen und der regionalen Selbstverwaltung, sowie eine g?nstige geographische Lage. Zu den Vorteilen geh?ren au?erdem: das Vorhandensein von den zwei Grenzhaffs- Kurisches und Kaliningrader Haffs; weit verzweigtes Flusssystem, das durch die inneren Wasserwege die Kaliningrader Region mit Litauen und Polen verbindet; ein vielf?ltiges und einzigartiges Gebiet mit nat?rlichen Ressourcen und  einem touristischen und freizeitorientiertem Potential; ein reiches historisches Kulturerbe; g?nstiges Klima, umfangreiche M?glichkeiten f?r die Entwicklung des ?kologie-, Wasser- und Landtourismus. Ein positiver Faktor dazu ist eine kolossale Erfahrung der Nachbarl?nder – Polen, Litauen und Deutschland. 2006 wurde in Polen f?r die Errichtung des  Hafens in Tczew (deut. Dirschau) im Rahmen des Projektes „Wasserstra?e Berlin – Tczew – Kaliningrad – Klaipeda“ 1 Million Euro herangezogen; dieses Projekt war ein Teil des Programms Interreg 3A-TACIS „Nachbarschaft“. F?r das Projekt „Marina Wolfsbruch“ in Deutschland wurden ca. 30 Millionen Euro herangezogen (das Projekt startete 1996).
Dennoch gibt es bestimmte Schwierigkeiten: Mangel an einer einheitlichen Strategie der Wasserstra?ennutzung; administrative Beschr?nkungen; unterentwickelte technische Infrastruktur und die Transport- und Dienstleistungssektoren; nicht geregelte rechtliche Fragen, die mit der Wasserstra?ennutzung verbunden sind; Mangel an Rekreationsobjekte in der Region.
Die Projektpartner – die regionalen Regierungen der Kaliningrader Region des nordwestlichen Gebiets von Polen und der westlichen Zone von Litauen, sowie die Selbstverwaltungen aller D?rfer und St?dte, die sich an der Wasserstra?e befinden, und mitbeteiligte ?ffentliche Organisationen der drei Regionen – sollen sich zusammentun, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Daf?r wurde eine Reihe von Ma?nahmen geplant: die Organisierung eines komplexen Sicherheitssystems der Wasserstra?ennutzung, die S?uberung und Vertiefung der Wasserstra?en auf dem Territorium der Kaliningrader Region, Errichtung von Objekten der ?ffentlichen Infrastruktur des Wasserverkehrs und Wassertou- rismus (H?fen, Anlegestellen, Br?cken, Kaimauer usw.).
Die Realisierung des Projektes „E-70“, das f?r 5 Jahre berechnet wurde, soll nicht nur  die Wasserverkehrsentwicklung, sondern auch die Infrastrukturentwicklung wesentlich beeinflussen. Das alles erh?ht die Attraktivit?t und Konkurrenzf?higkeit der Kaliningrader Region und des s?dlichen Baltikums. Das Projekt wird au?erdem der Entwicklung der grenz?berschreitenden Transportkorridore aktiv beitragen und schafft gute M?glichkeiten f?r die Heranziehung von Investitionen in die Region. Als Ergebnis der Businessentwicklung, der zus?tzliche Schaffung von Arbeitspl?tzen und der Verbesserung der ?kologischen Situation wird das Lebensniveau der Bev?lkerung, die an der Wasserstra?e entlang lebt, wesentlich steigern.

Agentur der regionalen Wirtschaftsentwicklung

Jurij GORBUSHIN

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 10. Februar 2010 um 18:22 Uhr
 

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