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KALININGRAD ALS BEWERBER F?R DIE FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT Drucken E-Mail

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Kaliningrad wird als einer der Bewerber ?r die Fu?ball-Weltmeisterschaft 2018 oder 2022 betrachtet.

Die gr??te Sportveranstaltung wird in Kaliningrad ausgetragen werden, falls die Bewerbung Russlands f?r diese genehmigt wird. Australien, USA, England, sowie Spanien und Portugal und Belgien gemeinsam mit Holland haben auch einen Anspruch auf die Durf?hrung der Fu?ball-Weltmeisterschaft angemeldet. Trotzdem werden die Chancen von Russland als positiv eingesch?tzt.


VON DER RESERVE ZUM HAUPTBEWERBER
Bei der Voranmeldung wurde Kaliningrad als Reservestadt genannt. Aber jetzt geh?rt es zu den Hauptbewerbern f?r die Durchf?hrung der Fu?ballweltmeisterschaft, und zwar f?r die Gruppenspiele, das 1/4- und 1/8-Finalen. Bei der Auswahl haben solche Faktoren wie bequeme Lage der Kaliningrader Region sowie ein hohes Niveau des Transportsystems und ein gutes Potenzial der notwendigen und schnellen Infrastrukturentwicklung den Ausschlag gegeben.
Der Gesch?ftsf?hrer der Russischen Fu?ballunion Aleksej Sorokin, der gleichzeitig Leiter des Bewerbungskomitees „Russland-2018“  ist, best?tigte das w?hrend seines Besuches der Kaliningrader Region.
Es entsteht eine Frage – die Auswahl des Austragungsortes. Laut den FIFA-Vorschriften soll die Kapazit?t des Stadions f?r mindestens 43000 Personen ausreichen. Dabei ist der Aufbau der Standarena f?r 25000 Menschen sowie die Errichtung der montierbaren und demontierbaren Konstruktionen m?glich.
Der Aufbau eines neuen Stadions in Kaliningrad wurde innerhalb der letzten Jahre schon mehrmals besprochen. Wenn man aber vom konkreten Austragungsort der Fu?ball-Weltmeisterschaft spricht, muss man zwischen einigen Varianten w?hlen.

WO SOLL GEBAUT WERDEN?
Als erste Variante betrachtet man die Modernisierung des Stadions „Baltika“.
Diese ?lteste funktionierende Sporteinrichtung Russlands (ehem. K?nigsberger Stadion „Walter-Simon-Platz“) befindet sich im Zentrum von Kaliningrad. Dieses Stadion hat aber ein Nachteil: die Gesamtfl?che von 9 Hektar reicht f?r die Weltmeisterschaft nicht aus, da laut den FIFA-Forderungen die Fl?che des Stadions mindestens 20 Hektar betragen soll.
In Betracht gezogen wurden auch Grundst?cken in dem neuen Stadtteil  „Selma“-rechts von der Eisenbahnlinie Kaliningrad-Swetlogorsk (K?nigsberg – Rauschen) am Ende der Alexander- Nevskij-Stra?e (Cranzer Allee) sowie der Gagarinstr. (Labiauerstr.) Diese ?berlegungen wurden aber zur?ckgewiesen: die FIFA r?t davon ab, Sportanlagen, die unter der Schirmherschafft der FIFA stehen, am Stadtrand zu errichten.
Laut Aussage der Leiterin der Agentur f?r St?dtebau Tatjana Kondakowa hat man sich darauf geeinigt, das Stadion im Flusstal der Pregol ?stlich der Hochstra?e (Insel Lomse), welche im Moment gebaut wird, zu errichten. Das Hauptkriterium f?r die Entscheidung ist die g?nstige Lage. So kann auch die Mittelschicht sowie die sozialschw?cheren Mittb?rger das Stadion gut erreichen. Die Erreichbarkeit des Stadions soll von der sich im Bau befindenden Hochstra?e sowie von der Berliner (Palmniken) Schiffsbr?cken garantiert werden.
Eine fertig gebaute Hochstra?e ist Musik f?r die  Ohren der Kaliningrader, da der Aufbau dieser Hochstra?e  jetzt schon ?ber 2 Jahrzehnte andauert. Ein Traum ist auch die Berliner Schiffsbr?cke, die seit Ende des 2. Weltkrieges als Ruine verweist.
Sollte das Projekt realisiert werden, wird  das Stadion nur 2 km von der Kathedrale entfernt sein. Die restlichen Sportanlagen, wie Trainingsfelder usw., sind f?r Kaliningrad, Rodniki (Arnau) Swetlogorsk, Zelenogradsk, Pionersk sowie in Primorje, wo auch das baltische „ARTEK“ gebaut werden soll, geplant. Alle Anlagen werden mit den notwendigen Versorgungsnetzen, Zufahrtstrassen und Parkm?glichkeiten ausgestattet.
WAS SOLL GEBAUT WERDEN?
Das ausgesuchte Areal, auf dem das Stadion gebaut werden soll, hat eine hohe Note von den Experten bekommen. Zu den Experten geh?ren neben den Mitgliedern der Bewerbungskommission auch der Koordinator des Projektes „Z?rich – Hausherr der EM 2008“ Daniel Rupf, sowie der Leiter des Architekturb?ros Implenia (Schweiz)  Herr Roland Fisch, welches das wunderbare Stadion Letzigrund in Z?rich geplant hat.
Als Grundlage wurde das Stadionprojekt in Bern (Schweiz) genommen, welches zur EM-2008 errichtet wurde. Dieses Projekt wurde auch schon vorher in Kaliningrad diskutiert. Die Kosten  betragen zwischen 70-100 Mio. USD abh?ngig von den ?rtlichen Bedingungen. Da sich das Stadion in einer moorigen Landschaft im Flusstal befinden wird, soll eine Pfahlkonstruktion das Fundament bilden. Man sollte sich also schnell auf eine H?chstgrenze der Kosten einigen.
Dies alles ist aber nur mit Investitionen von au?erhalb m?glich, da das regionale Budget f?r ein Projekt solchen Ausma?es nicht ausreicht. Die Regionalregierung hofft auf die Hilfe aus dem Staatsbudget, sowie auf private Investoren, f?r die  die g?nstigen Bedingungen der Zusammenarbeit geschaffen werden.

TRANSPORT MIT DEM ZEICHEN „PLUS“; HOTELS MIT DEM ZEICHEN „MINUS“
Es m?ssen au?erdem noch zwei weitere infrastrukturelle Fragen gekl?rt werden: das Transportsystem und die „Gastgeberindustrie“.
Der Minister f?r regionale Infrastruktur Herr Alexander Roljbinow meint, dass die Aufnahmem?glichkeit wie auch die Abfertigungsm?glichkeiten des internationalen Flughafens „Chrabrowo“ den Anforderungen entsprechen. Genau wie der Flughafen, m?ssen auch die Grenzstellen unter Ber?cksichtigung der Modernisierung mit dem der Belastung umgehen k?nnen. Es gibt auch Varianten der Einreise per Seeweg.
Weitaus  schwieriger gestaltet sich die Situation mit der Unterbring der  G?ste. Im Moment verf?gt die Region ?ber 4500 Pl?tze. Laut Sch?tzungen werden jedoch 7500 ben?tigt, von denen 6000 mindestens dem 3. Sternestandard entsprechen m?ssen, damit die Anspr?che der Fu?balltouristen befriedigt werden.
In diesem Zusammenhang sind nicht nur die Investoren, Immobilienentwickler und Bauarbeiter gefragt, vor denen noch sehr viel Arbeit liegt, um den G?sten einen angemessenen Empfang zu bieten. Die Fremdenverkehrsindustrie muss grundlegend ?berdenkt werden. In der Kaliningrader Region funktioniert die Hotelzertifizierung praktisch nicht. Laut Informationen des  Fremdenver- kehrsabteilung der Region werden nur 2 Hotels mit 5 Sternen ausgestattet und 3 Hotels mit 4 Sternen. Die restlichen eignen sich entweder selbst die Sterne an, oder wollen keine offizielle Zertifizierung aus verschiedenen Gr?nden.

LOKOMOTIVE ALS EREIGNIS
Nat?rlich liegt der Kampf um die Weltmeisterschaft noch in der Zukunft.
Doch alles Notwendige ist schon f?r das Einreichungskomitee vorbereitet.
Das Kaliningrader Gebiet wird in der Pr?sentation eine eigene Seite haben, welche von dem Weltmeisterschaftskomitee der Russischen F?deration pr?sentiert wird. Au?erdem ist der Gubernator Georgij Boss eingeladen, die Region vor der FIFA in Z?rich 2010 zu vertreten
Solche Ereignisse geben den St?dten und Regionen den Impuls f?r gro?e Schritte nach vorne. Wie eine Lokomotive ziehen sie die Gemeinden und die Menschen, die dort leben. Die Erfahrung (z.B. die Feierlichkeiten zu dem 750. Jubil?um der Stadt Kaliningrad) zeigt, dass  ein gro?er Gewinn sehr wohl zu merken ist, und zwar in verschiedener Hinsicht.
Nach solchen Feierlichkeiten bleiben nicht nur wundersch?ne Erinnerungen, sondern auch Objekte, die den Menschen dienen, und eine verbesserte Infrastruktur. Auch ist das ein wunderbares Feld f?r die Entfaltung von pers?nlichen, kreativen Kr?ften der Einwohner Kaliningrads sowie der Region. Es wurde schon bekannt gegeben, dass es offene Wettbewerbe zu allen bevorstehenden Projekten geben wird, dass es eine breite ?ffentliche Diskussion geben wird, wie und was die Kaliningrader machen sollen, damit die Kaliningrader Region den Besuchern nur die positiven Erinnerungen l?sst und damit die G?ste mit positiven und strahlenden Eindr?cken die Kaliningrader Erde verlassen.
Wenn daf?r der Weltfu?ball notwendig ist, dann ole-ole-ole!!!!

Igor Kowaljow

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 16. Januar 2010 um 10:09 Uhr
 

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