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Das dritte Forum f?r Tourismus in die baltischen Staaten fand in Kaliningrad statt. Es ging um das Vorhaben, gemeinsam ein allgemeines Angebot f?r die Tourismusbranche zu schaffen.
4Vom 4. bis 5. November trafen sich  50 Vertreter der Tourismusbranche aus Wei?russland, Deutschland, D?nemark, Litauen, Lettland, Polen, Russland, Finnland und Schweden, um gemeinsam das gro?e Problem in der Tourismusbranche anzupacken, das unter dem Motto stand: „Gemeinsam von Ideen zu Ergebnissen!“
Gerade das Wort „gemeinsam“ war der Kern von Diskussionen und Vorschl?gen. Die Mitglieder des Forums   waren sich in dem Bestreben einig, den gemeinsamen Raum f?r den Tourismus im Baltikum zu schaffen. Daf?r sind viele objektive Gr?nde gegeben. Die Aussichten sind auch ziemlich gut. Laut den ?u?erungen der amtierenden Stellvertreterin des regionalen Industrievizeministers und Kuratorin der regionalen Tourismusbranche, Marina Drutman, ist der ganze baltische Raum einschlie?lich des  Kaliningrader Gebietes im Grunde genommen ein gemeinsames Reisegebiet. „Es ist nun die  Zeit gekommen, sich zusammen zu schlie?en und gemeinsam unser Angebot f?r den Tourismus auf dem globalen Markt zu positionieren“, sagte sie.
Es gibt eine Menge von Projekten, denen die Idee des gemeinsamen Auftritts zugrunde liegt; so zum Beispiel die unseren Lesern schon bekannte Reiseroute durch die Schl?sser des Deutschen Ordens, die quer durch Polen, das Kaliningrader Gebiet und Litauen geht. Unmittelbar w?hrend des Forums unterbreitete die litauische Regierungsvertreterin den Vorschlag, eine Reiseroute entlang der alten Leuchtt?rme an der baltischen K?ste zu organisieren, da es sie in jedem Land gibt und alle einzigartig sind, so dass jeder von ihnen von Interesse sein kann.
Die Bedeutung des Reiseverkehrs f?r die baltischen Staaten wird bereits durch die Anwesenheit hochrangiger G?ste deutlich. An der Er?ffnungszeremonie nahmen teil:  der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Kaliningrad, Herr Aristid Fenster; der Generalkonsul der polnischen Republik in Kaliningrad,  Herr Marek Golgovskij; der Generalkonsul der litauischen Republik in Kaliningrad, Vazlav Stankevich; der Botschaftsrat der Republik Wei?- russland in Kaliningrad, Eugen Timohin. Unter den Teilnehmern war auch der Pr?sident der Russischen Allianz f?r die Tourismusbranche, Sergei Shpilko.
„Tourismus ist mehr als nur ein  profitables Gesch?ft“, sagte Sergej Karnauhov in seiner Begr??ungsrede im Namen des regionalen Gouverneurs Nikolaj Zukanovs und des regionalen Vizeministerpr?sidenten. „Diese Branche gilt als Vereinigungsfaktor f?r die V?lker und die Touristenzahl ist eine Kennziffer daf?r, in welchem Verh?ltnis die Staaten zueinander stehen“.
Dar?ber war man sich einig, jedoch bleibt es extrem schwer, die ?blichen touristischen Routen auf den Weltmarkt zu bringen, ohne dabei den Reisenden einen maximalen Komfort beim Reiseverkehr gew?hrleisten zu k?nnen. Sind die baltischen Staaten aber wirklich bereit, daran zu arbeiten?
Marina Drutman meint, dass „das Visumproblem auf jeden Fall l?sbar ist“. Tats?chlich? – Zurzeit h?ren wir aber nichts von L?sungsvorschl?gen, es gibt nur die zur Empfangspflicht geh?renden ?u?erungen der hochkar?tigen Vertreter Russlands und der EU ?ber ihre Absicht, ernsthafte  Hindernisse auf dem Weg der multilateralen Beziehungen zu erkennen.    
Wenn man von den Reden auf den Gipfeltreffen wegkommt, dann stellt sich die Situation ganz anders dar. Die EU-L?nder fangen pl?tzlich damit an, den russischen Staatsb?rgern die Einreisegenehmigungsverfahren zu erschweren.
Die Russische F?deration h?lt Schritt. Noch kam das Kaliningrader Forum f?r Tourismus nicht zu seinem Abschluss, als auf der offiziellen Homepage des russischen Au?enministeriums der Entwurf zu einer Verordnung angek?ndigt wurde; dieser nennt sich: „?ber die Genehmigung des Registers Einreiseziele, die bei der Erstellung von Einladungen und Visen f?r ausl?ndische B?rgern und Staatenlose durch die staatlichen Organe der Russischen F?deration angewendet wird“. Dieser Entwurf sieht vermutlich vor, dass die Transitvisen f?r einen Aufenthalt in Russland bis 72 Stunden verschwinden k?nnen. Solche Visen werden jetzt unmittelbar an der Grenze erteilt.
Das ist b?rokratische Logik trotzt rationalen Verst?ndnises. Die Vereinigung der Unternehmer in der Tourismusbranche der Region Kaliningrad hat die Alarmglocke gel?utet. Immerhin ist diese Visumregelung wie keine andere ideal f?r Bootsfahrer, um beabsichtigte Bootsfahrten in die Region f?r Kreuzfahrtpassagiere aktiv zu f?rdern und somit mehr Terminals f?r sie bauen zu k?nnen.  
Noch eine Gruppe kommt f?r dieses Visum in Betracht; das sind Reisende, die sich im Kaliningrader Gebiet nur auf der Durchreise aufhalten. Also ausgerechnet diejenigen, die gemeinsame baltischen Routen bereisen sollen, von denen auf dem Forum so viele Worte in aller Munde kamen!
Die Vertreter des regionalen Reisegesch?ftes unterschrieben den Appell an den Gouverneur Zukanov, an den Ministerpr?sident Putin und an den Pr?sidenten Medvedev mit dem Aufruf, diese Visumsart zu erhalten. Wird ihre Bitte auch erh?rt?
Ein Wunsch bleibt offen, dass n?mlich auf dem n?chsten Forum f?r Tourismus in die baltischen Staaten die echten Erfolge des „gemeinsamen Tourismus“ ins Gespr?ch kommen m?gen, anstatt nur von  entgangenen oder verpassten M?glichkeiten zu reden.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 03. Dezember 2010 um 15:26 Uhr
 

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