Startseite Tourismus
Russian (CIS)
Tourismus
Rominter Heide Drucken E-Mail
Array Array
Stauwehr am Fluss Sinjaja nicht weit von Krasnolesje (Gross Rominten)
Das Kaliningrader Gebiet ist reich an landschaftlichen Sehenswürdigkeiten: hohe Sanddünen auf der Kurischen Nehrung, die das fischreiche Kurische Haff mit einer schmalen Halbinsel von der Ostsee trennt; das flache Tiefland des Memeldeltas (Neman), Polder, die von jeher zu Weiden und Wiesen umgestaltet  wurden, um sie landwirtschaftlich zu nutzen; hohe Steilhänge an der Ostsee; Sümpfe, die ihre natürliche Form behielten. Oft wurde die Geschichte dieser ländlichen Orte mit der ihrer Menschen verflochten, die hier auf diesem reichen und wunderschönen Land zu verschiedenen Zeiten lebten.
Wahrscheinlich kennen viele die Rominter Heide  nur vom Hörensagen und können sich nicht vorstellen, dass dieses Heideland wohl eines der attraktivsten und rätselhaftesten Orte des Kaliningrader Gebietes ist. Die Heide befindet sich auf den Höhen des Wystiter Hügellandes, das vor über 10.000 Jahren durch eiszeitliche Moränen entstand.
Der Wald des Wystiter Hügellandes im Kaliningrader Gebiet und im Suwalkser Hügelland auf  polnischer Seite bildet trotz der Grenze, die den Wald teilt, ein einheitliches Waldgebiet, das bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges „Rominter Heide“ hieß und sich heute Krasnij Les in Russland und Puszcza Romincka in Polen nennt. 
Noch während des Ritterordens vom XIII. bis zum XV. Jahrhundert war sie ein Teil der sogenannten „Großen Wildnis“, die östlich und südöstlich die Grenzen des Ordensstaates umschloß und seine Länder vor den litauischen Raubzügen schützte. 
Diese Urwälder mit dem Dickicht, den Wiesen und den Sümpfen waren das einzige Zuhause für die vielen Wildtiere. Einst lebten hier solche großen Tiere wie Bären, Auerochsen und Wisente, die durch eine intensive Jagd ausstarben. Die Jagd brachte nämlich diesem malerischen und reichen Wald einen besonderen Ruhm. 
Array Array
Gedenkstein in Raduschnoje (Rominten)
Seit den Zeiten des Teutonischen Ordens jagten hier die Adligen. Ende des XIX. Jahrhunderts verwandelte Kaiser Wilhelm II. das Jagdgebiet Rominter Heide in ein Naturschutzgebiet. Das war die beste Zeit in der Geschichte der Heide, die  ihre Wandlung bewirkte. 
Charakteristisch für die Rominter Heide war neben den Naturschätzen auch der architektonische Stil der Bauten, der von  Wilhelm II. nach seiner Reise durch die nördlichen Länder initiiert wurde. 1891 wurde mitten in der Heide im Dorf Rominten am Ufer des Flusses Rominte (heute „Reka Krasnaja“) ein Jagdschloss aus Holz im norwegischen Stil errichtet. 
Des Kaisers Leidenschaft für solch einen Baustil spiegelte sich in den weiten architektonischen Wandlungen wider. 1893 wurde neben dem Schloss die Holzkapelle St. Hubertus im norwegischen Stil gebaut. 1909 errichtete Richard Friese eine Bronzeskulptur von einem großen Rothirsch. Das war der majestätischste Hirsch, den Kaiser Wilhelm II. in der Rominter Heide erlegt hatte. 
Der Hirsch wurde zu ihrem Wahrzeichen. Der Rothirsch, der in dieser Gegend verbreitet ist, wurde nicht zufällig als Rominter Hirsch bezeichnet. Von den Hirscharten unterscheidet  sich der Rothirsch durch eine besondere Form  seines weitverzweigten Geweihs. Dieses Hirschgeweih hängt sowohl im Ostpreußischen Landesmuseum in Lüneburg als auch in anderen Museen Deutschlands, deren Sammlungen dem Jagdgebiet Rominter Heide gewidmet sind.
Heute sind vom Jagdhaus und der Kapelle St. Hubertus wie auch von vielen anderen Bauten leider nur Fundamente übrig geblieben, die an jene Zeiten erinnern. Falls Sie irgendwann mal  Kaliningrad besuchen, dann können Sie im Zentralpark in der Nähe der St. Luisen-Kirche ein Holzhaus sehen. Das ist ein Flügel des Jagdschlosses, der in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts ausgebaut und in die Gebietshauptstadt gebracht wurde. Sehr stark verändert, ohne Klinkerschornsteine, Ziegeldach und geschnitzte Holzdrachen, die das Dach schmückten, erinnert das Schloss nur noch entfernt an den majestätischen Bau, der in Rominten einmal stand. 
Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte die Rominter Heide eine der tragischsten  Seiten ihrer Geschichte, als sie 1945 durch die russisch-polnische Staatsgrenze zerschnitten wurde. Die Einwohner wurden deportiert und die Rominter Heide wurde wie alle anderen Wälder des Kaliningrader Gebietes dem Ministerium für Forstwirtschaft übergeben. Im Jahre 1951 wurde bereits ein gutes Drittel aller Tannenbäume in der Rominter Heide gefällt.
Gleichzeitig begannen die Arbeiten zur Wiederherstellung der Wälder, was zur Verdoppelung des Waldgebietes im Südosten des Kaliningrader Gebietes führte. Jetzt ist es eins der größten Waldgebiete am Ufer des Wystiter Sees, des größten, tiefsten und saubersten Sees in diesem Gebiet. Dieser majestätische See  eiszeitlicher Herkunft,  der Wald mit den höchsten Bäumen in der Region, die Sümpfe und die sauberen Flüsse stellen trotz der heutigen Grenzen einen einheitlichen Naturkomplex im Länderdreieck Russland, Litauen und Polen dar. 
Der Wald hat eine wichtige Bedeutung zur Erhaltung seiner biologischen Vielfalt. Aus diesem Grunde wurden im litauischen und polnischen Teil Naturschutzgebiete eingerichtet. Und jetzt gibt es dank der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein Projekt zur Errichtung  eines Naturparks im russischen Teil dieses Naturkomplexes. 
Der Wystiter See, der 172 m über dem Meeresspiegel liegt, gilt nicht ohne Grund als eine besondere Sehenswürdigkeit dieses Gebietes. Vom russischen Ufer des Sees öffnet sich ein wunderschönes Panorama über einen Wasserspiegel von 16 Quadratkilometern bis hin zu den malerischen Hügeln der litauischen Uferseite. In dieser  Gegend wurden Werkzeuge aus der Steinzeit gefunden, einige der frühesten Spuren der ersten Menschen in Ostpreußen. Der See und der Fluss Krasnaja (Rominte), sind dank ihrer natürlichen Schönheit wahre Naturdenkmäler. Stellenweise fließt die Rominte unter Steinbrücken hindurch, die zur bequemen Jagd für den Kaiser gebaut wurden. 
Das Wystiter Hügelland mit der Rominter Heide, den vielen Seen, Flüssen, Sümpfen und Wiesen stellt zweifellos eine der malerischsten Gegenden des Kaliningrader Gebietes dar und gehört mit diesem landschaftlichem Reichtum zum einzigartigen Natur-, Geschichts- und Kulturerbe. Darüber berichtet die Ausstellung des Wystiter Museums für Ökologie und Geschichte (www.wystynez.ru), die in diesem Jahr einen festen Platz in der Siedlung Krasnolesje (früher: Groß Rominten) einnimmt. 
Im Mai wird im neuen Gebäude des Museums  ein Informationszentrum eröffnet, das nicht nur Auskunft  über die Geschichte und die Natur der Rominter Heide und ihrer Umgebung erteilt, sondern auch Informationen über  Dienstleistungen auf dem Gebiet des Tourismus gibt (Reiten, Angeln, Übernachtung, Führungen u. a. m.) Reichhaltig ist natürlich auch das Angebot an Souvenirartikeln.

Aleksej Sokolov

Zuletzt aktualisiert am Montag, 11. April 2011 um 12:20 Uhr
 
MIT DEM DRAHTESEL DIE SCHöNHEIT DER REGION ENTDECKEN UND GANZ NATURNAH ERLEBEN! Drucken E-Mail

Array Array

In der „Königsberger Allgemeinen Zeitung“ vom 2. Januar 1936 lesen wir zum Thema Radfahrwege folgende interessante Meldung:
«Für die Radfahrer ist von besonderem Interesse, dass der Bau des Radfahrweges Königsberg – Cranz auch 1936 fortgesetzt wird. Ob es gelingt, ihn schon zu vollenden, kann noch nicht gesagt werden. Der schon bestehende Radfahrweg Moditten – Vierbrüderkrug, der jetzt erst am Moditter Wald beginnt, soll 1936 von da ab bis nach Königsberg verlängert werden. Allgemein sei gesagt, daß im kommenden Jahr auch dem Radfahrwegebau im übrigen Ostpreußen besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden wird». 

Als ich an einer der Konferenzen in Kaliningrad teilnahm und zu Problemen des Radwanderns sprach, hat man mich gefragt, wo man eine Routenkarte für einen Radwanderer  kaufen könne. Da gab ich zur Antwort: in Deutschland! Und das war wirklich kein Witz von mir.
Während meiner Wanderungen traf ich öfter mal Radwanderer aus Deutschland, die auf der Durchreise im Kaliningrader Gebiet unterwegs waren. Die Anzahl solcher Touristen ist schwer zu schätzen; es können ungefähr 300 sein, vielleicht sind es auch 1000. Sie kommen als Einzelwanderer, als Ehepaar oder auch in kleinen Gruppen. Ihre Route erstreckt sich vom kleinen Grenzstädtchen Mamonowo (Heiligenbeil) durch Kaliningrad (Königsberg), Svetlogorsk (Rauschen), Selenogradsk (Cranz) und schließlich über die Kurische Nehrung weiter nach Klaipeda (Memel).
Gewöhnlich nehmen sie dann Kurs nach Norden, folgen der Ostseeküste oder sie kehren zurück nach Hause per Flugzeug oder Schiff. Als ich mit einigen der Fahrradreisenden sprach, bat ich sie, mir die Verkehrskarte zu zeigen. Ich musste leider feststellen, dass so  exakt gezeichnete Karten für Radfahrer im Kaliningrader Gebiet nicht zu bekommen sind.
Dennoch gibt es auch Situationen, wo selbst die besten Karten nicht die ausreichende Information zur Orientierung geben können, um immer auf Anhieb die richtige Richtung zu finden. Ich musste mehrmals den Radwanderern aus Deutschland helfen und ihnen den besseren Weg zeigen. In der ersten Oktoberhälfte fuhr ich nach Svetlogorsk, um den neu angelegten und breit reklamierten Radweg zu sehen. Er führte vom Hotel „Rus“ bis zum oberen Treppenabsatz zur Promenade. Dort habe ich zufällig Radwanderer aus Hamburg kennen gelernt.
Ein Ehepaar in Alter von 45 Jahren war auf der Durchreise in unserem Gebiet. Es ist denkbar, dass es die letzten Radwanderer aus Deutschland im Jahre 2010 waren. Die Saison  näherte sich dem Ende. Wir kamen ins Gespräch und ich schlug vor, ihnen den kürzesten Weg aus Svetlogorsk zur Siedlung Saostrovje durch Pionersk (Neukuren) zu zeigen. Nach 7 Kilometern waren wir am Ziel. Sie waren sehr froh und dankbar und schenkten mir ein Abzeichen, das für mich nun zum Symbol für die Solidarität der Radwanderer geworden ist. Wären wir einander nicht begegnet, hätten die Gäste aus Deutschland einen doppelt langen Umweg gemacht und außerdem auf einer für Radfahrer gefährlichen Autostraße mit sehr starkem Verkehr fahren müssen.
Schon dieses Beispiel zeigt, dass die lokalen Bedingungen für Radwanderer nicht immer günstig sind. Das Deutsch-Russische Haus in Kaliningrad veranstaltete für alle Interessenten ein Treffen, bei dem man die Perspektiven zur Entwicklung des Radwanderns erörterte. Es ging darum, dass unsere Region für alle Radfahrer bequem und gefahrlos werden soll. Am Gespräch nahmen Radwanderer verschiedener Kategorien, die Vertreter der Stadtbehörden sowie die der Tourismusbranche teil. Die Gespräche fanden im Maj und Oktober dieses Jahres statt. Man hat einen Brief mit konkreten Vorschlägen an den Gebietsgouverneur Nikolaj Zukanow verfasst und gesandt. Wir hoffen, dass diese Vorschläge zur Entwicklung des Radwanderns in der Region von unserer Regionalverwaltung akzeptiert werden.
Natürlich wird sich das Massenradwandern nicht dynamisch genug entwickeln, bevor viele Fragen und Probleme auf regionaler Ebene nicht gelöst werden. Immerhin ist die Öffentlichkeit bei dieser Angelegenheit nicht passiv. Zurzeit geht es darum, mit Unterstützung des Deutsch-Russischen Hauses in Kaliningrad einen Deutsch-Russischen Radfahrerclub zu gründen.
Die Ziele eines solchen Clubs wären beispielsweise die Popularisierung des Radwanderns auf der Grundlage der deutschen Traditionen und Erfahrungen sowie die Frage der Hilfeleistung – vor allem für die deutschen Radwanderer, die ins Kaliningrader Gebiet gekommen. Dieses Anliegen ist sehr aktuell, auch angesichts der Besonderheiten unseres Straßenverkehrs. Unter anderem wäre ein Radwanderführer besonders wichtig, denn durch Kaliningrads Straßen mit dem Fahrrad zu fahren ist sogar für die hiesigen Radfahrer ein  eitles Extreme!
Ein weiterer Punkt, der für das Radwandern relevant ist und der eine Lösung durch  Regierung und Öffentlichkeit benötigt, ist die Erarbeitung von Radwanderrouten.
Nach vorhandenen Informationen soll das regionale Informations- und Touristenzentrum mit Hilfe des Kaliningrader Radtourclubs „Koenig.Bicycle“ eine Radroutenkarte zur Publikation vorbereiten. Für Radwanderer ist es ein lang ersehntes Ereignis, dessen Produkt die Öffentlichkeit im Februar 2011 zu Gesicht bekommen soll. Es wäre für  die  Kaliningrader Radwanderer ohne Zweifel von Vorteil. Das könnte auch das Interesse bei den Radwanderern aus Moskau, St.-Petersburg und aus anderen Regionen Russlands und des näheren Auslands für Reisen ins Kaliningrader Gebiet erwecken. Eine Landschaft wie die unsere gibt es nirgendwo sonst in Russland – das Meer, die Flüsse, die Seen, die Kanäle... Dazu kommen noch viele Sehenswürdigkeiten, die historisch vom ehemaligen Ostpreußen geprägt sind.
Die Entwicklung des Massenradwanderns im Kaliningrader Gebiet kann, auch wenn indirekt, zu der edlen Aufgabe beitragen, das kulturelle und geschichtliche Erbe zu schützen. Zurzeit sind die Busreisen die beliebteste Tourismusform in unserem Gebiet. Die Vielfalt geeigneter Routen ist begrenzt. Die kulturellen und historischen Denkmäler, die von den Touristen unbemerkt bleiben, genießen in der Regel eine minimale Fürsorge. Aus diesem Grund werden sie zerstört – von der Zeit, von der Natur und durch menschliche Tätigkeiten. Die Radwanderer haben die Möglichkeit, als Ziel ein beliebiges interessantes Objekt im Gebiet zu wählen und dahin zu gelangen!
Insgesamt ist das Straßennetz des Kaliningrader Gebietes für die Entwicklung des Massenradwanderns sehr günstig. Natürlich gibt es auch Beispiele, die schockieren und die sich als Grund für ernste Verletzungen erweisen können. So ist auf der internationalen Transit-Fahrrad-Straße, an der Pionjerskij liegt, die Niederschlagskanalisation so eingerichtet, dass es nicht nur zum Schaden für das Fahrrad kommen kann, wenn man dahin gerät…
Diese negativen Beispiele haben aber einen lokalen Charakter; die örtlichen Selbstverwaltungen kontrollieren sie und versuchen sie möglichst schnell zu beseitigen. So wird das Kaliningrader Gebiet in absehbarer Zukunft für alle Radwanderer bequemer sein – sowohl für die hiesigen, als auch für diejenigen, die von außerhalb zu uns kommen!
Herzlich willkommen!

Jurij ANDRNOW

Zu Person: Jurij Andronow wohnt in Kaliningrad. Der 56jährige Ingenieur gehört seit zwei Jahren zu den Radwanderern. In dieser Saison hat er schon 5500 Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt. Als Koordinator des öffentlichen Radclubs „Navigator39“ trägt er auch dazu bei, das Radwandern populär zu machen. Soviel von uns über den Autor des nachstehenden Artikels.

 
BALTIKUM- DAS ALLGEMEINE TOURISTENZENTRUM Drucken E-Mail

Array Array

Das dritte Forum f?r Tourismus in die baltischen Staaten fand in Kaliningrad statt. Es ging um das Vorhaben, gemeinsam ein allgemeines Angebot f?r die Tourismusbranche zu schaffen.
4Vom 4. bis 5. November trafen sich  50 Vertreter der Tourismusbranche aus Wei?russland, Deutschland, D?nemark, Litauen, Lettland, Polen, Russland, Finnland und Schweden, um gemeinsam das gro?e Problem in der Tourismusbranche anzupacken, das unter dem Motto stand: „Gemeinsam von Ideen zu Ergebnissen!“
Gerade das Wort „gemeinsam“ war der Kern von Diskussionen und Vorschl?gen. Die Mitglieder des Forums   waren sich in dem Bestreben einig, den gemeinsamen Raum f?r den Tourismus im Baltikum zu schaffen. Daf?r sind viele objektive Gr?nde gegeben. Die Aussichten sind auch ziemlich gut. Laut den ?u?erungen der amtierenden Stellvertreterin des regionalen Industrievizeministers und Kuratorin der regionalen Tourismusbranche, Marina Drutman, ist der ganze baltische Raum einschlie?lich des  Kaliningrader Gebietes im Grunde genommen ein gemeinsames Reisegebiet. „Es ist nun die  Zeit gekommen, sich zusammen zu schlie?en und gemeinsam unser Angebot f?r den Tourismus auf dem globalen Markt zu positionieren“, sagte sie.
Es gibt eine Menge von Projekten, denen die Idee des gemeinsamen Auftritts zugrunde liegt; so zum Beispiel die unseren Lesern schon bekannte Reiseroute durch die Schl?sser des Deutschen Ordens, die quer durch Polen, das Kaliningrader Gebiet und Litauen geht. Unmittelbar w?hrend des Forums unterbreitete die litauische Regierungsvertreterin den Vorschlag, eine Reiseroute entlang der alten Leuchtt?rme an der baltischen K?ste zu organisieren, da es sie in jedem Land gibt und alle einzigartig sind, so dass jeder von ihnen von Interesse sein kann.
Die Bedeutung des Reiseverkehrs f?r die baltischen Staaten wird bereits durch die Anwesenheit hochrangiger G?ste deutlich. An der Er?ffnungszeremonie nahmen teil:  der Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Kaliningrad, Herr Aristid Fenster; der Generalkonsul der polnischen Republik in Kaliningrad,  Herr Marek Golgovskij; der Generalkonsul der litauischen Republik in Kaliningrad, Vazlav Stankevich; der Botschaftsrat der Republik Wei?- russland in Kaliningrad, Eugen Timohin. Unter den Teilnehmern war auch der Pr?sident der Russischen Allianz f?r die Tourismusbranche, Sergei Shpilko.
„Tourismus ist mehr als nur ein  profitables Gesch?ft“, sagte Sergej Karnauhov in seiner Begr??ungsrede im Namen des regionalen Gouverneurs Nikolaj Zukanovs und des regionalen Vizeministerpr?sidenten. „Diese Branche gilt als Vereinigungsfaktor f?r die V?lker und die Touristenzahl ist eine Kennziffer daf?r, in welchem Verh?ltnis die Staaten zueinander stehen“.
Dar?ber war man sich einig, jedoch bleibt es extrem schwer, die ?blichen touristischen Routen auf den Weltmarkt zu bringen, ohne dabei den Reisenden einen maximalen Komfort beim Reiseverkehr gew?hrleisten zu k?nnen. Sind die baltischen Staaten aber wirklich bereit, daran zu arbeiten?
Marina Drutman meint, dass „das Visumproblem auf jeden Fall l?sbar ist“. Tats?chlich? – Zurzeit h?ren wir aber nichts von L?sungsvorschl?gen, es gibt nur die zur Empfangspflicht geh?renden ?u?erungen der hochkar?tigen Vertreter Russlands und der EU ?ber ihre Absicht, ernsthafte  Hindernisse auf dem Weg der multilateralen Beziehungen zu erkennen.    
Wenn man von den Reden auf den Gipfeltreffen wegkommt, dann stellt sich die Situation ganz anders dar. Die EU-L?nder fangen pl?tzlich damit an, den russischen Staatsb?rgern die Einreisegenehmigungsverfahren zu erschweren.
Die Russische F?deration h?lt Schritt. Noch kam das Kaliningrader Forum f?r Tourismus nicht zu seinem Abschluss, als auf der offiziellen Homepage des russischen Au?enministeriums der Entwurf zu einer Verordnung angek?ndigt wurde; dieser nennt sich: „?ber die Genehmigung des Registers Einreiseziele, die bei der Erstellung von Einladungen und Visen f?r ausl?ndische B?rgern und Staatenlose durch die staatlichen Organe der Russischen F?deration angewendet wird“. Dieser Entwurf sieht vermutlich vor, dass die Transitvisen f?r einen Aufenthalt in Russland bis 72 Stunden verschwinden k?nnen. Solche Visen werden jetzt unmittelbar an der Grenze erteilt.
Das ist b?rokratische Logik trotzt rationalen Verst?ndnises. Die Vereinigung der Unternehmer in der Tourismusbranche der Region Kaliningrad hat die Alarmglocke gel?utet. Immerhin ist diese Visumregelung wie keine andere ideal f?r Bootsfahrer, um beabsichtigte Bootsfahrten in die Region f?r Kreuzfahrtpassagiere aktiv zu f?rdern und somit mehr Terminals f?r sie bauen zu k?nnen.  
Noch eine Gruppe kommt f?r dieses Visum in Betracht; das sind Reisende, die sich im Kaliningrader Gebiet nur auf der Durchreise aufhalten. Also ausgerechnet diejenigen, die gemeinsame baltischen Routen bereisen sollen, von denen auf dem Forum so viele Worte in aller Munde kamen!
Die Vertreter des regionalen Reisegesch?ftes unterschrieben den Appell an den Gouverneur Zukanov, an den Ministerpr?sident Putin und an den Pr?sidenten Medvedev mit dem Aufruf, diese Visumsart zu erhalten. Wird ihre Bitte auch erh?rt?
Ein Wunsch bleibt offen, dass n?mlich auf dem n?chsten Forum f?r Tourismus in die baltischen Staaten die echten Erfolge des „gemeinsamen Tourismus“ ins Gespr?ch kommen m?gen, anstatt nur von  entgangenen oder verpassten M?glichkeiten zu reden.

 

Zuletzt aktualisiert am Freitag, 03. Dezember 2010 um 15:26 Uhr
 
MIT DEM FAHRRAD UNTERWEGS UND IN EIGENER REGIE Drucken E-Mail

 

Array Array Man kann auf unterschiedlichste Art und Weise reisen. F?r die meisten Menschen ist der Begriff „Tourismus“ jedoch mit der Urlaubszeit verbunden. In dieser Zeit greifen die meisten von uns zum Telefonh?rer und rufen Reiseb?ros an, um ein fertiges Szenario f?r die Erholung zu bekommen. Doch was ist, wenn wir entscheiden, selbst ?ber die eigene freie Zeit Regie zu f?hren? Heute sprechen wir ?ber eine der popul?rsten Gestaltungsm?glichkeiten der aktiven Erholung – den Fahrradtourismus.

Das Kaliningrader Gebiet eignet sich hervorragend f?r Enthusiasten, die es mit dem Fahrrad erkunden wollen, um geschichtliche Denkm?ler, verlassene und unbekannte Wege kennen zu lernen. Man kann unz?hlige Routen f?r Fahrradtouren festlegen. Manche werden vielleicht zweifeln, warum sie das Fahrrad dem Automobil vorziehen sollen. Es ist klar, die Geschwindigkeiten lassen sich nicht vergleichen. Doch aus dem Fenster eines Autos verlieren die Eindr?cke ein Tausendfaches von ihrem Reiz. Diesen Vorteil des eindrucksstarken Erlebens haben das Wandern und das Radfahren gemeinsam. Dem begeisterten Fahrradtouristen Alexander Morozow erschien es banal und langweilig, ziellos in die Pedalen zu treten. So kam er vor zwei Jahren auf die Idee, interessante Orte zu finden, zu denen keine Schnellstra?e f?hrt und in denen kaum jemals ein Bus eines Touristikunternehmens stoppen w?rde.  Diese Orte werden wohl niemals in Reisef?hrern verzeichnet sein.
 Man startete, um sich einmal in der Woche mit einem Freund auf eine kleine Expedition zu begeben. Es stellte sich heraus, dass eine solche „freie Suche“ weitaus interessanter ist, als die von Reiseb?ros angebotenen Touren. Dabei bemerkte man, dass das Kaliningrader Gebiet eine wahre „Terra Incognita“ ist. Man hatte den Eindr?ck, dass man die Welt neu entdecken w?rde. Dazu kam ein unbeschreibliches Freiheitsgef?hl.

In den letzten zwei Jahren entwickelte Alexander mit seinem Freund Sergej mehr als 20 Fahrradrouten, entweder f?r einzelne Touristen  oder in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Zun?chst muss eine Grundidee da sein ?ber das Wohin, darauf  folgt das Bekanntmachen mit einer ?rtlichen Karte, dann das Sammeln zus?tzlicher Informationen ?ber das Netz. Doch trotz genauer Planung kommt es oft zu unerwarteten Entdeckungen. Mal st??t man auf die Ruinen einer alten Kirche, von deren Existenz man nichts wusste, mal auf einen Triumphbogen, mal auf einen verlassenen Friedhof. Manchmal m?ndet ein Waldweg in einem breiten Bach. Dann tauscht man die Positionen:  die Bikes werden auf dem R?cken durch das Wasser getragen. Manchmal sieht man sogar Elche, die dabei ganz furchtlos zuschauen.
Einmal, sagt Alexander, landeten wir sogar auf einem milit?rischen Panzer?bungsgel?nde und gerieten fast in die Feuerlinie.
Nat?rlich kann man solche Arten der aktiven Erholung zur Kategorie der Extreme z?hlen; nicht nur wegen der schwer befahrbaren Wege. Es kommt auch vor, dass man sich selbst verteidigen muss, denn schlie?lich sind es nicht immer friedfertige und gastfreundliche Menschen, die man auf dem Weg begegnet. Doch insgesamt ist die Bev?lkerung des Gebietes hilfsbereit, wenn es zum Beispiel darum geht, den Reisenden mit frischem Wasser aus dem Brunnen zu versorgen oder eine Wegbeschreibung zu geben. Es ereigneten sich auch einige lustige Begebenheiten. So geschah es, dass wir uns einmal entschieden, entlang der S?dgrenze des Gebietes zu fahren, erinnert sich Alexander. Wir fuhren mit dem Bus bis Prawdinsk (Friedland) und von dort mit den Fahrr?dern ?ber die Felder bis zum Dorf Zhelesnodorozhnoe (Gerdauen). Doch das ist schon Grenzgebiet. Wir ?berpr?ften unsere Lage anhand der Karte. Im Voraus entschieden wir uns f?r die Richtung Mamonowo, also nach Westen zu fahren. In diesem Augenblick ging an uns eine alte Dame vorbei. Ich fragte: "Gro?mutter, wie k?nnen wir nach Mamonowo gelangen? Sie zeigte in eine Richtung und ging. Also fuhren wir dorthin. Um uns herum dichter Wald, ab und zu gab es Waldlichtungen. Dann h?rten wir den L?rm eines Motors, ein UAZ (russischer Milit?rjeep) bremste genau vor unseren R?dern. Es stellte sich heraus, dass die alte Dame nach unserer Verabschiedung  sofort die Sicherungswache der Grenze angerufen und zwei verd?chtige Personen gemeldet hatte, die in Richtung Polen unterwegs waren. Wir haben den Grenzbeamten die Lage erkl?rt und sind weitergefahren. Aber das Abenteuer hat erst angefangen. Bis wir nach Mamonowo gelangten, wurden unsere Dokumente noch zweimal ?berpr?ft. Nat?rlich „erfreute“ uns solche Aufmerksamkeit seitens der Beh?rden. Wir fuhren und schauten ab und an in den Himmel – in der Erwartung, bald Aufkl?rungshubschrauber zu sehen. Nichtsdestoweniger schafften wir es, sowohl bis Mamonowo, als auch bis Bagrationowsk zu gelangen. Dort begegnete uns der n?chste UAZ. Es stiegen zwei Offiziere der Grenzeinheit aus und fragten, ob wir jene Radfahrer seien, die den ganzen Tag entlang der russisch-polnischen Grenze fahren.
„Ja“, sagten wir und l?chelten, „wir sind das!“ –
Er antwortete:  "Vielen Dank f?r die ausserplanm?ssigen ?bungen, die sie uns hier veranstaltet haben. Sie haben alle Grenzwachen in den Alarmzustand versetzt.“
Irgendwie wurden wir traurig. Ein kleines Gebiet wie Kaliningrad, eine Insel umgeben vom Ozean der EU-L?nder und nicht einmal darf man sich den Grenzen auf 15 Kilometer unkontrolliert n?hern. Und dabei spricht man noch von einer Entwicklung des Tourismus. Dazu m?ssten zun?chst die Grenzbarrieren eliminiert werden. 

Jurij GORBUSCHIN

 
Drucken E-Mail

Array Array

Die feierliche Er?ffnungszeremonie fand am 15. September unter Anwesenheit einiger Vertreter der Kaliningrader Regierung statt. Schlie?lich ist das Ereignis f?r das Kaliningrader Gebiet von hoher Bedeutung.
Erstens ist es das erste Hotel einer weltbekannten Hotelkette im Gebiet. Einige Experten vertreten die Meinung, dass allein schon das Vorhandensein eines Hotels dieser  Klasse ein Indikator f?r die Entwicklung des Tourismus in der Stadt und der Region ist.
Zweitens ist man erfreut, dass Kaliningrad sich endlich auf einem Niveau befindet, auf dem die Stadt ihren G?sten einen Service anbieten kann, der wirklich den europ?ischen Standards entspricht.
Das Vier-Sterne-Hotel befindet sich auf dem zentralen Platz der Stadt, dem (Siegesplatz) und ist Teil des Business-Centers „Clover-Haus“. Nur das Fehlen eines Schwimmbades kostete dem Hotel den f?nften Stern. Insgesamt gibt es 178 Zimmer, einschlie?lich der Vier-Zimmer-Pr?sidentensuite. Dar?ber hinaus verf?gt das Hotel ?ber einen modernen Konferenzsaal, der schon jetzt praktisches Interesse bei den Vertretern der regionalen Regierung hervorruft.
Nach Aussage des Leiters der Hotelverwaltung, John Grieg, wird der Preis der Dienstleistungen des Hotels Radisson h?her sein, als in anderen Hotelkomplexen der Stadt und der Region.
Nichtsdestoweniger sind die Sch?pfer dieser  Idee und die Leitung des Hotels sicher, dass ihr „Werk“ nie leer stehen wird. Das Kaliningrader Gebiet ist reich an Ressourcen, die weitsichtige Gesch?ftsleute anlocken. Sie werden die Gastfreundlichkeit und den Wert des neuen und perspektivenreichen Hotels  sehr gut zu sch?tzen wissen.
Auch eine andere internationale Gruppe, die Accor (Inhaberin der Hotelketten Ibis, Novotel, Pullman, Etap u v.a.), hat mit dem Bau eines Hotels am Ufer des Pregels nahe des Kneiphofs begonnen. Zur Zeit werden arch?ologische Untersuchungen durchgef?hrt.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 02. November 2010 um 09:49 Uhr
 
EIN ANGENEHMES TREFFEN MIT LEHRREICHER ERKENNTNIS Drucken E-Mail

Array Array

ie Redaktion „K?nigsberger Allgemeine“ traf mit deutschen Touristen zusammen

Встреча прошла в Немецко-Русском доме. Инициаторами стали сами путешественники из Германии – подобные мероприятия являются обязательными пунктами их специальной программы пребывания. Это один из видов познавательного туризма, когда люди знакомятся не только с достопримечательностями, но и стремятся узнать как можно больше о современной жизни региона и его жителей, в том числе и в беседах с теми, кого считают экспертами.
На этот раз экспертным мнением с немецкими туристами делились представители нашей газеты. Главный редактор «Кёнигсбергер Альгемайне» Михаил Палей и журналист Игорь Ковалёв постарались подробно и аргументировано ответить на многочисленные вопросы. А касались они всего: и политических проблем, и социальных отношений, и условий деятельности СМИ в России, и многого другого.
Надо отметить, что вопросы были тоже весьма экспертными, если так можно сказать. Наши немецкие визави оказались достаточно хорошо осведомлены о том, что происходит в России, в Калининградской области. Но все же, некоторые из вопросов показали, что есть устоявшиеся сформированные стереотипы относительно России. Например, удивил вопрос о наличии закона, запрещающего критиковать власти. Зато очень понравился обмен мнениями относительно социальных проблем. Уж слишком разительно для стороннего взгляда выглядит обилие дорогих автомобилей на улицах Калининграда при наглядно видимой бедности жителей окраинных районов.
Мы увидели искреннее неравнодушие вроде бы посторонних людей. Желающих, чтобы у калининградцев все было хорошо. Со своей стороны, надеемся, что общение помогло нашим гостям лучше понять российские реалии.
И, конечно, мы еще раз убедились, что одна из задач «Кёнигсбергер Альгемайне» – разрушать неверные стереотипы в отношении России и Германии и их жителей – действительно важна. Чем и продолжим заниматься.


Anton SCHMIDT

 
"LANGWASSER-ROUTE“ Drucken E-Mail

Array Array

Es ist eine Schiffsreise, die ihren Anfang von der kommunalen Anlegestelle in Zelenogradsk (ehem. Cranz) nimmt, dann bis zur Siedlung Morskoe (ehem. Pillkoppen) entlang der Kurischen Nehrung f?hrt und unter dem Namen „Langwasser“ bekannt ist; genau wie die einst so popul?re Wasserstra?e von K?nigsberg nach Memel ?ber den Pregel, die Deime, das Kurische Haff und Ragnit, welche teilweise der jetzigen „Langwasser-Route“ gleicht

W?hrend der f?nfst?ndigen Reise werden die Ausflugsteilnehmer von einem Fremdenf?hrer spannende Berichte ?ber die Bucht, zur Geschichte von diesen Orten und ?ber die V?lker h?ren, welche dieses Land einmal besiedelten. Dazu werden als interessante Erg?nzung zahlreiche Legenden und Sagen erz?hlt. Und das alles vor einer wunderbaren Kulisse von ber?hmten W?ldern und D?nen, die aus dem Wasserspiegel heraus zu wachsen scheinen. Auch Uferspazierg?nge werden angeboten, zum Beispiel in der N?he von einer der bekanntesten aller D?nen – der Wei?en D?ne.
Diese Reiseroute ist eine ganz neue Erfahrung der Leitung des Nationalparkes „Kurische Nehrung“ und ein gemeinsames Projekt mit den Vertretern der Wirtschaft. Sie soll zu einer interessanten Alternative f?r Wanderungen und Busreisen werden.
„Die Idee zu dieser Wasserroute spukte schon lange in den K?pfen“, sagte die stellvertretende Nationalpark-Direktorin Alexandra Koroljowa.  „Nun hoffen wir darauf, dass dieses Angebot sehr schnell bei den Besuchern der Kurischen Nehrung popul?r wird.“  
 
Kaliningrader treten f?r die Abschaffung von erniedrigenden Regelungen f?r ausl?ndische Touristen ein Drucken E-Mail

Array Array

Die Kaliningrader Abgeordnete f?r Menschenrechte, Irina Werschinina, hat die bestehenden regionalen Einreise- und Bleiberechte f?r ausl?ndische Touristen einer scharfen Kritik unterzogen.

Nach Meinung der Kaliningrader Ombudsfrau, „verletzen die existierenden Regelungen die Menschenw?rde und wider- sprechen jeder Logik und jedem gesunden Verstand“. Dieses harte Urteil fiel w?hrend eines Treffens der Gebietsregierung mit Vertretern der Grenz?berwachungsabteilung des F?deralen Russischen Dienstes f?r Sicherheit (FSB) und des Migrations-Dienstes. Leitthema des Treffens war die touristische Entwicklung im Kaliningrader Gebiet.
Frau Werschinina versprach, dass alle Schlussfolgerungen in einem Bericht zusammengefasst werden, welcher an den  Pr?sidenten, an die Regierung und an Parlamentsabgeordnete Russlands weiter verteilt wird. Dieser Bericht wird au?erdem  Beweise ?ber alle Rechtsverletzungen in der Bewegungsfreiheit der Kaliningrader enthalten, die infolge des gegen- ­w?rtigen Visum-Regimes zwischen Russland und EU geschehen sind.
Die stellvertretende Wirtschaftsministerin des Kaliningrader Gebietes, Marina Drutman, sieht die Ursachen im ?u?erst b?rokratisierten und unlogischen System der Pflichtanmeldung. Die Vertreter vom FSB und Migrationsdienst fordern Unterlagen, die  nicht das russische Recht, sondern einzig und allein deren innerdienstliche Anordnungen vorschreiben.
Im Kaliningrader Gebiet, das infolge seines kleinen Territoriums von seinen Grenzen buchst?blich erdr?ckt wird, stellt  die gesetzliche Bestimmung ?ber die Tiefe des Grenzbereiches ein Hauptproblem f?r den Tourismus dar. Dieses Problem ist n?mlich der f?nf Kilometer breite Streifen entlang aller Grenzlinien, in dem sich solche historische St?dte wie Sowetsk (ehem. Tilsit, Bagrationowsk (ehem. Preu?isch Eylau), Prawdinsk (ehem. Friedland) und  Neman (ehem. Ragnit) befinden.
Deutlich begrenzt f?r ausl?ndische Touristen ist das Bleiberecht auch in den sogenannten „Zonen des reglementierten Besuches“. Innerhalb dieser Zonen befinden sich die St?dte Baltijsk (ehem. Pillau), Jantarnyj (ehem. Palmnicken), weiterhin der gr??te Teil des Selenograder Gebietes (ehem. Samland) und sogar die zur Zeit im Bau befindliche Trasse der Primorskij Autobahn.
Und die Fristen f?r die Antragsbearbeitung zur Einreise in das Vorgrenzgebiet betragen nicht 2 bis 5, sondern von 14 bis zu 30 Kalendertage! Das spottet doch jeder Beschreibung. Aber das ist noch l?ngst nicht der Schlu?punkt.
Es geht ja noch weiter in der Aufz?hlung von absurden und unzeitgem??en Beispielen. Das betrifft die Touristen, die an den grenznahen St?dten Sowetsk, Bagrationowsk oder Mamonowo (ehem. Heiligenbeil) im wahrsten Sinne des Wortes vorbei galoppieren m?ssen, weil es „geheime St?dte“ sind, f?r die jeder Tourist ein Anmeldungsformular ausf?llen muss, wenn er ein Hotel betreten will. Aber es soll ja auch Touristen geben, die sich nicht so schnell entmutigen lassen. Doch auch sie bei?en sich an den b?rokratischen Bestimmungen letztlich die Z?hne aus, weil nur Inhabern einer Sonderzulassung die gefordliche Erlaubnis erteilt wird. Wer dann immer noch nicht verzweifelt, muss die Erfahrung machen, dass eine Sonderzulassung nicht am Ort des Geschehens beantragbar ist und die Wartezeit zwei Wochen betr?gt. Touristen, die aus EU-L?ndern kommen, wo sie ohne Schlagbaum von einem Land ins andere fahren k?nnen, f?hlen sich hier ins tiefste Mittelalter versetzt. Da ist es auch kein Trost, dass man sich in wenigen Fragen mit dem „wachsamen Amt“ einigen kann: es wird eine einheitliche Datenbank geschaffen und auch genutzt; es wird keine mehrmalige Ummeldung der Besuchserlaubnis bei Touristenreisen gefordert; es wird die Regelung ?ber Vorweisung der Visum-Kopien nicht fr?her als drei Tage vor der Einreise abgeschafft.
Zu den ?brigen H?rden, die den Touristen im Weg stehen, soll das Kaliningrader Gebiet offizielle Antr?ge an das FSB, den Migrations-Dienst und an die Regierung Russlands stellen; darunter auch einen Antrag zur Abschaffung des ganzen Systems der Pflichtanmeldung f?r Touristen.
Diese Frage wurde ?brigens schon mehrmals von EU-Vertretern bei den Verhandlungen zur Visa-Abschaffung bzw. deren Liberalisierung f?r die Regionsbewohner angesprochen.
Bei dem neulich stattgefundenen internationalen Seminar zum Thema der zwischenstaatlichen Beziehungen Russlands und der EU sagte zum Beispiel der Berater der politischen Abteilung der EU-Vertretung in Russland, Kevin Tait, dass die Abschaffung der Anmeldung f?r Ausl?nder  eine unumgehbare Voraussetzung f?r die Einf?hrung eines visumfreien Regimes ist. „Die russischen Touristen k?nnen sich ohne jegliche Anmeldung durch Europa bewegen, w?hrend ausl?ndische Touristen in Russland eine Pflichtanmeldung vornehmen m?ssen.“ So fasste Herr Tait das bestehende Unrecht auf einen Punkt zusammen.
Das ist jedoch nicht die einzige Voraussetzung. Wie im Laufe des Seminars der Vertreter vom Au?enministerium Russlands, Sergej Besbrezhjew gesagt hat, muss Russland noch drei Punkte einhalten, um ein visumfreies Regime einzuf?hren: eine Wiederzulassungs-Einigung mit der EU unterschreiben, gut gesch?tzte biometrische Reisep?sse einf?hren und die Grenzen zu zentral-asiatischen Staaten weniger durchsichtig machen.
Die Einigung ist schon vorhanden, indem neue P?sse schon verteilt werden, die f?r Bewohner des Kaliningrader Gebietes unentgeltlich sind und die Grenze zu Kasachstan wird auch befestigt. Das bedeutet, es ist endlich die Stunde gekommen, wo eine Abschaffung der erniedrigenden und absurden Regelungen erfolgen muss. In Kaliningrad hofft man darauf, dass es schon bald geschehen wird.

Oleg PAWLOW

 
DAS VIELSEITIGE TOURISMUS Drucken E-Mail

  Array Array

Das Kaliningrader Gebiet strebt aktiv nach einem Wachstum im touristischen Bereich   seiner Wirtschaft. Daf?r werden unterschiedliche Mittel eingesetzt. Es kommt darauf an, die Region interessant zu machen, Erfahrungen auszutauschen, aktuelle Routen bekannt zu geben und wiederum neue partnerschaftliche Routen entstehen zu lassen.
Diesen Aufgaben widmen sich internationale touristische Workshops, welche j?hrlich in Kaliningrad stattfinden.

Das VIII. Arbeitstreffen wurde im April durchgef?hrt. Fast einhundert ausl?ndische G?ste kamen in diesem Jahr, darunter offizielle Delegationen aus Polen und Litauen, Vertreter vieler St?dte dieser Nachbarl?nder, Mitarbeiter von touristischen Informationszentren, Leiter von deutschen, polnischen, litaui­- schen, lettischen, ungarischen und spanischen Touristikunternehmen.
 Zum ersten mal war Spanien neben den katalonischen Firmen auch von einem auf den Kanarischen Inseln ans?ssigen Unternehmen vertreten. Ein erstes Mal war es auch f?r den typisch landwirtschaftlichen Bezirk Nesterowskij (ehem. Stallup?nen). Die stellvertretende Wirtschaftsministerin Marina Drutman, die f?r den Touristikbereich zust?ndig ist, hob das als eine besondere Tatsache hervor. Nesterowskij-Stallup?nen ist n?mlich weit bekannt als Heimatstadt von Kristijonas Donelaitis, des Begr?nders der litauischen Literatur und au?erdem ist es der Herkunftsort  der ber?hmten Trakehner Pferdrasse.   Aber es hat auch landschaftliche Perlen zu bieten wie die Rominter Heide und den Wystiter See.
 Nach den Ergebnissen in der Zusammenarbeit zwischen dem Wirtschaftsministerium des Kaliningrader Gebietes und dem litauischen Staatsdepartement f?r Tourismus wurde ein Kooperationsprogramm mit einer Laufzeit bis zum Jahr 2011 unterzeichnet, welches eine Reihe von konkreten Projekten beinhaltet.
Einen sehr starken Eindruck hinterlie? bei den Workshop-Teilnehmern der Ausflug „Ein Tag mit dem Sonnenstein“ – eine Erkundungsfahrt zur Jantarnyj-Siedlung (ehem. Palmni­cken) mit dem Besuch einer Grube des Bernsteintagebaues, der Bernsteinwerkst?tten und des Museums „Bernsteinschloss“. Alle wa­ren sich darin einig, dass diese Route garantiert eine gro?e Nachfrage bei den Touristen haben wird. Viele Kreise der Region suchen nach neuen Wegen, um Touristen und Urlauber anzulocken.
 Die Stadt Svetlogorsk (ehem. Rauschen), die  ohnehin schon im rekreativen Tourismus ein anerkannter regionaler F?hrer ist, beginnt in diesem Jahr Familientage zu veranstalten, um  Urlauber mit Kindern zum Besuch zu animieren.
Vom 1. bis zum 15. Mai wird von allen an dieser Aktion beteiligten Hotels ein Rabatt von 10 Prozent auf ihre Leistungen gegeben. Das gleiche gilt f?r die Caf?s und Restaurants, in denen den Familien mit Kindern au?erdem noch  S?fte und Cocktails kostenfrei eingeschenkt werden.
 F?r die Familientage ist ein buntes Kulturprogramm vorbereitet. Es verspricht, sowohl f?r die Erwachsenen, als auch f?r die Kinder interessant zu sein. Die Stifter dieser Aktion hoffen, dass die Familientage sich zu einer Tradition entwickeln und somit recht viele Urlauber den Weg nach  Svetlogorsk finden werden.
W?nschenswert w?re, dass die Familientage  eine gute Erg?nzung zu den mittlerweile traditionellen und sehr beliebten Stadtfesten werden. Das betrifft die Er?ffnung und den Abschluss der touristischen Saison, das Filmfestival „Die baltischen Deb?ts“ und das Blasorchester-Festival.
Die regionale Verwaltung wei? sehr gut, dass man die vorhandenen Geschichts-, Architektur-, und Naturdenkm?ler viel aktiver in die touristische Angebotspalette integrieren soll. Vor kurzem wurde dem Kunstgeschichtsmuseum das Fort Nr. 5 ?bergeben. Es ist nicht nur das Verteidigungsgeb?ude selbst, sondern auch noch das dazu geh?rende 15 Hektar gro?e Gel?nde. Museumsdirektor Sergej Jakimow ist der Meinung, dass diese Kulturinstanz ?ber den  Rahmen eines gew?hnlichen Formates hinaus tritt und eher als ein Denkmalschutzgebiet einzustufen ist, denn au?er dem Fort befinden sich auf diesem Territorium einige altert?mliche Schl?sser und Kirchen. Und das bedeutet, dass sie bald aus den Ruinen wiedererstehen und zu lebendigen  kulturgeschichtlichen Zentren werden. Sicherlich wird es f?r diese eine gro?e Nachfrage geben


Igor KOWAJOW

Foto: Juruj GORBUSCHIN

 
STREIFLICHTER VON DER INTERNATIONALEN TOURISMUSB?RSE BERLIN Drucken E-Mail

Array Array

Die Einstellung des Zugverkehrs zwischen Berlin und Kaliningrad durch die polnische Eisenbahngesellschaft ist f?r viele Messebesucher unverst?ndlich. Das brachte auch Herr Dr. Schmidt aus 10179 Berlin im Gespr?ch mit Frau Alina Drutman von Baltma Tours (Foto) zum Ausdruck. Er kann sich vorstellen, wie vielen Menschen in dieser Region der Tourismus Arbeit und Brot gibt und schon aus diesem Grunde muss die Zugverbindung wieder aufgenommen werden.

Frau Peggy Eckert aus Dresden war bereits zwei Mal in Kaliningrad und ist erstaunt, wie schnell sich das Gesicht der Stadt zwischen ihren beiden Reisen ver?ndert hat. Nun plant sie zu Pfingsten erneut eine Reise und hofft, dass bis dahin der Zug Berlin – Kaliningrad wieder im Fahrplan erscheinen wird.

Herr Rodegast aus 19322 Wittenberge war schon oft in Masuren und in diesem Jahr m?chte er aber unbedingt den n?rdlichen Teil des ehemaligen Ostpreu?ens kennen lernen. So ist es erkl?rlich, dass er viele Fragen auf dem Herzen hatte, die ihm Frau Tatjana Udovenko von der Firma Swena Tours ausf?hrlich beantworten konnte.
Herr Hentschel aus 16547 Birkenwerder bei Berlin f?hrt gerne in die Kaliningrader Region und erz?hlte mit Stolz, wie sehr ihm seine russischen Sprachkenntnisse aus dem Schulunterricht in der ehemaligen DDR (GDR) jetzt immer bei seinen Reisen eine Hilfe sind; er bedauert, dass dieses Schulrussisch nicht ausreichend f?r pers?nliche Gespr?che ist, aber es gen?gt bei der Orientierung und macht ihn unabh?ngig von Gruppenreisen, bei denen alles streng nach Zeitplan abl?uft. F?r seine k?nftigen Reisen w?nscht er sich, dass der Betonklotz im Zentrum der Stadt, wie er das Haus der R?te bezeichnet, bald einmal verschwindet und an dieser Stelle die Stadt Kaliningrad ein modernes europ?isches Gesicht bekommen m?ge, wie es das Fischdorf bereits hat.

Herr Kalek aus Potsdam wird in diesem Jahr zum ersten Mal in das ehemalige Ostpreu?en fahren. Sein Interesse gilt haupts?chlich den St?dten Baltisk (Pillau) und Svetlogorsk (Rauschen). Hier gibt es famili?re Bezugspunkte seiner Gro?eltern, insbesondere in Rauschen. Dort war sein Gro?vater in den Jahren von 1890 bis 1900 als G?rtner f?r die Gemeindeverwaltung t?tig und in dieser Zeit wurden von ihm unz?hlige Stra?enb?ume neu gepflanzt, haupts?chlich in der heutigen uliza oktjabrskaja. Herr Kalek f?hrt in der Hoffnung nach Svetlogorsk, das Werk seines Gro?vaters dort vorzufinden und im Schatten dieser ?ber 100 Jahre alten B?ume spazieren gehen zu k?nnen. Sein Wunsch wird sich erf?llen. Das wissen wir.

Herr Leiste aus Berlin ist auch gesch?ftlich in der Kaliningrader Region t?tig, also gut mit allen Geschehnissen vertraut. Er liest die „K?nigsberger Allgemeine“ seit ihrem ersten Erscheinen im Juli des vergangenen Jahres und m?chte der Redaktion Dank sagen f?r die aktuelle und vielseitige Berichterstattung. Die Zweisprachigkeit der Zeitung hat nach seiner Auffassung eine Marktl?cke geschlossen und ist f?r ihn eine wertvolle Hilfe zur Erweiterung seiner russischen Sprachkenntnisse.

Das Ehepaar Buttgereit aus 15299 M?llrose  erkundigte sich am Stand der Kaliningrader Region ?ber die Formalit?ten zur Beantragung eines Visas f?r eine private Reise nach Kaliningrad. Obwohl sie schon mehrmals ?ber ein Reiseb?ro in Kaliningrad waren, zieht es sie jedoch immer wieder dorthin, denn sie sind beide echte Ostpreu?en. Es st?rt sie auch nicht, wenn die jetzigen Ostpreu?en russisch sprechen. F?r sie ist es wichtig, dass die Kaliningrader die deutsche Geschichte nicht vergessen, sondern behutsam bewahren und an die junge Generation weitergeben. Das beweist nach ihrer Meinung allein schon der Name der Zeitung: „K?nigsberger Allgemeine“. Erst hier auf der ITB Berlin haben sie von der Existenz der Zeitung Kenntnis bekommen und sie w?nschen der Redaktion, dass es dieser jungen Zeitung aus dem heutigen Kaliningrad verg?nnt sein m?ge, einmal die Beliebtheit zu erreichen, die die „K?nigsberger Allgemeine Zeitung“ im ehemaligen  Ostpreu?en hatte.

Ein Berliner, der seinen Namen aber nicht nennen m?chte, um bei der n?chsten Visabeschaffung keine Schwierigkeiten zu bekommen, sah es f?r notwendig an, dass sein Erlebnis mit der Polizei in Kaliningrad an die „richtige Adresse“ geleitet wird. Es war im Sommer 2008, als er sich mit dem eigenen Auto in Kaliningrad verfahren hatte und hinter einer Stra?enkreuzung anhielt, um einen Passanten nach dem Weg zu fragen. Leider ging das in seinem gebrochenen Russisch nicht in Sekundenschnelle. Aber in Sekundenschnelle war die Polizei pr?sent, um ein Protokoll zu schreiben. Dann gab es keine andere Wahl: entweder eine Unterschrift zu diesem in russischer Sprache aufgenommenen Protokoll zu geben oder eine Geldstrafe zu zahlen. Bis zu Zahlung der Geldstrafe waren die Papiere beschlagnahmt. Die Polizisten waren sehr hartn?ckig und wiederholten nach mehrmaligen Pausen immer wieder ihre Geldforderung. So wurde der Streit stets erneut entfacht. Dann blieb pl?tzlich eine Frau stehen, h?rte kurz zu, worum es ging und mischte sich in das Gespr?ch ein. Daraufhin bekam der Berliner Tourist seine Papiere zur?ck und durfte seine Fahrt fortsetzen, als w?re ?berhaupt nichts gewesen.

Zusammenfassend kann eingesch?tzt werden, dass das Interesse an privaten Einzelreisen zugenommen hat, ob mit der Bahn oder auch mit dem eigenen Auto. W?hrend man vor einigen Jahren doch lieber in der Obhut eines Reiseveranstalters in diese Region fuhr, so kommt jetzt immer mehr der Wunsch auf, zum Beispiel am Strand der russischen Ostseek?ste einen Urlaub zu verleben, der nicht von der Uhr eines Reiseunternehmens abh?ngig ist. In diesem Zusammenhang gab es auch kritische Hinweise, die bei den zust?ndigen Stellen in der Kaliningrader Region Beachtung finden sollten. So k?nnten unter anderem wichtige Schilder f?r die Orientierung zweisprachig bzw. nicht nur mit kyrillischen Buchstaben bezeichnet sein, wie es schon bei den Ortsschildern der Fall ist. Kurz: Orientierungshilfen in deutscher Sprache in jenen Bereichen, die einem deutschen Touristen den Aufenthalt erleichtern.

Text und Fotos: WOLFRAM NEUFELDT


 
Marina DRUTMAN: “WIR SIND ERST AM ANFANG DES WEGES, WOLLEN IHN ABER SCHNELL UND ERFOLGREICH BEW?LTIGEN“ Drucken E-Mail

Array Array

Will man ein Land, seine Regionen und seine B?rger besser kennenlernen, dann reist man am besten dorthin. Ein russisches Sprichwort sagt: „Es ist besser einmal zu sehen, als hundertmal zu h?ren“. Und gleich mit diesem „einen Mal“ wird man zum Touristen. Was erwartet denn heutzutage einen Touristen im Kaliningrader Gebiet? Und womit kann man in Zukunft rechnen? Dar?ber und ?ber vieles mehr sprachen wir mit der Stellvertreterin des Wirtschaftsministers vom Kaliningrader Gebiet  und Verantwortliche f?r den  Tourismusbereich,  Marina Drutman.

– Marina Guramovna, wir reden ?ber das Kaliningrader Gebiet als eine Tourismusregion. Gibt es einen Strukturwechsel in seiner Rolle?
– Ja, einen sehr schnell durchgef?hrten sogar.  Das Kaliningrader Gebiet wurde erst zu Beginn der 90-er Jahre ein Tourismusziel. Davor kamen die meisten Gruppen einheimischer Touristen immer f?r eine kurze Zeit in unsere Region, meistens nur f?r 1 bis 3 Tage; praktisch so im Vorbeifahren auf ihren Baltikumreisen. Die spezielle touristische Infrastruktur war damals sehr schwach entwickelt und es wurden kaum Mittel in deren Entwicklung investiert.
 Erst nach der Perestrojka, als sich die Grenzen der UdSSR ?ffneten und das Kaliningrader Gebiet keinen Beschr?nkungen f?r Auslandsbesucher mehr unterlag, kam es zu einer ziemlich gro?en Touristenwelle. In erster Linie aus Deutschland, was gut erkl?rbar ist.
 Das wurde zum gro?en Problem und zu einer Herausforderung f?r uns, denn es gab beispielsweise weder Hotels, noch Cafe?s oder Restaurants mit annehmbaren Servicequalit?ten.  Zur F?rderung  des wachsenden Tourismusgesch?fts in Kaliningrad, hat sich dieses sehr schnell ge?ndert. Hierbei haben wir durch einen Erfahrungsaustausch mit europ?ischen Touristenb?ros lernen k?nnen.  Vom Anfang an sind alle Empfangsstandards in dieser Region an europ?ische Standards angen?hert worden.
Aus unserer Sicht ?hnelt die neue Infrastruktur der Gastwirtschaftsbranche in Kaliningrad mehr den europ?ischen Mustern, als irgendwelchen russischen Strukturen. Und es gibt in Kaliningrad keine Unterschiede bei der Bedienung ausl?ndischer und russischer Touristen, also keine „Sortenteilung“. Jedoch m?ssen wir noch sehr viel an uns arbeiten.
– Woher kommen die Touristen in das Kaliningrader Gebiet? Und wie viele sind es?
– Zu 75 Prozent sind es russische Staatsangeh?rige,  etwa 25 Prozent sind Ausl?nder. Die meisten russischen Touristen sind Bewohner Moskaus oder Sankt Petersburgs,  ausl?ndische Besucher  kommen bis zu 70 Prozent aus Deutschland, weitere aus   Polen und Litauen.
Im Jahre 2008 kamen zu uns mehr als eine halbe Million Touristen. Unter den Auswirkungen der Krise trat 2009 ein deutlicher R?ckgang im Tourismus ein – er verringerte sich bis zu  30 Prozent. Aber wir rechnen mit einer baldigen Wiederkehr der Touristenflut.
– Welche Lehre hat die Kaliningrader Tourismusbranche aus der Weltfinanzkrise gezogen?
– In Jahren 2005 bis 2008 gab es ein sehr gro?es Wachstum der Besucheranzahl: j?hrlich 10-20  Prozent. Und im Jahr 2009 dann einen  pl?tzlichen R?ckgang. Das hat ohne Zweifel das  Leben derer erschwert, die auf die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr angewiesen sind.
Aber die Krise war Anla? f?r ein  Umdenken in  der T?tigkeit der Kaliningrader Tourismusbranche. Es kam zu einer Ern?chterung: aus eigener Erfahrung haben wir begriffen, dass es keinen unendlichen Wachstum geben kann und dass man seine Rentabilit?t nicht durch primitives Preistreiben sichern soll.
Wir mussten die ganze ?konomische Grundlage sehr ernst revidieren. Aber f?r die Touristen ist das ein Gewinn: die Preise sind niedriger und die Leistungen sind vielf?ltiger geworden.
– Es ist ein neues Dokument erschienen: Die Strategie des Vorr?ckens des Kaliningrader Gebietes zu einem touristischen Ziel. Was wird sich ?ndern?
– Man muss sagen, dass wir damit ein effektvolles Marketingwerkzeug bekommen haben. Nach der neuen Strategie ?ndern wir Programme und orientieren unsere Bem?hungen auf deren Realisierung. Es wurde eine neue Hierarchie von Priorit?ten angeboten, auf der wir unsere ganze Kr?fte konzentrieren sollten.
Reden wir ?ber potentielle Touristen, so sind die Priorit?tsm?rkte Russland, Deutschland, Polen, Ukraine und Schweden. Dementsprechend ?ndern sich unsere Pl?ne f?r die Messepr?senz, f?r die Arbeit mit den Massenmedien und ?hnliches.
– Bedeutet es, dass damit deutschen B?rgern mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, um sie f?r eine Reise nach Kaliningrad zu begeistern?
– Ja, Deutschland interessiert uns traditionsgem?? sehr stark und ist entsprechend der neuen Strategie unsere erstrangige Richtung.
– Oft wenden sich deutsche Leser an uns, die sich Sorgen um die Verschlechterung der Verkehrsverbindung mit dem Kaliningrader Gebiet machen...
– Verkehrszug?nglichkeit ist f?r uns lebensnotwendig. Durch die Krise musste  Kaliningrad die stadteigene Fluggesellschaft KD-Avia entbehren, welche ein sehr breites Luftliniennetz in Russland und Europa abdeckte. Auf der Basis dieses Netzes wurden umfangreiche und aussichtsreiche touristische Programme aufgebaut. Von Deutschland zum Beispiel gab es t?glich Fl?ge aus 5 St?dten.
Heute verl?uft die L?ftbr?cke nach Deutschland ausschlie?lich ?ber Riga (Lettland). Das ist nicht sehr komfortabel und relativ teuer. Wir sind daran interessiert, dass diese Marktl?cke durch neue, auch ausl?ndische Fluggesellschaften ausgef?llt wird.  Soweit ich wei?, hat schon einmal „Air Berlin“ Interesse daf?r gezeigt. Die Regierung des Kaliningrader Gebietes ist offen f?r jedes Gespr?ch zu diesem Thema. Die Arbeit geht weiter und wir rechnen damit, dass Kaliningrad bald wieder ein breites Luftliniennetz bekommt.
Man muss auch erw?hnen, dass es heute keine direkte Eisenbahnverbindung zu unserem Gebiet mehr gibt. Der Zug „Kaliningrad – Berlin“ wurde infolge von Problemen bei der polnischen Eisenbahngesellschaft vom Fahrplan abgesetzt.  Wenn es auch noch nicht endg?ltig beschlossen ist, so gibt es aber schon Gespr?che ?ber die Wiederherstellung der Verbindung und sie werden weitergef?hrt, was uns objektiv zur Hoffnung berechtigt, dass der Zug bald wieder im Fahrplan auftauchen wird.
– Wie sehen Sie die weitere Entwicklung der Tourismusbranche in der Region?
– Es ist uns klar, dass wir nicht zu einer Strandzone werden k?nnen– wir sind nicht die  Adria, nicht mal Sotschi. Aber Meer und Sand laufen den Touristen nicht weg. So werden wir alle unsere Kr?fte entsprechend der Strategie in die Entwicklung von Ereignis-, Bildungs- und ?ko-Tourismus investieren und auch auf den geschichtlich-kulturellen Tourismus erweitern. Unser „Hering-Tag“ zum Beispiel hat alle Chancen, nun zu einer „Hering-Festivalwoche“ zu werden. Der dreit?gige Sommer Open Air „Don Chento Jazz“ ist einer der aufregendsten und demokratischsten in Europa und es lohnt sich, immer dabei zu sein.
Sehr interessant f?r die Zuschauer sind zahlreiche historische Rekonstruktionen, welche von Kaliningrader Klubs veranstaltet werden. Besonders beachtenswert sind das j?hrliche Mittelalter-Kultur-Festival „Kaup“ und die Rekonstruktion von Schlachten Napoleons bei Friedland und Preu?isch-Eylau.
Ein wunderbares Potential hat das Kaliningrader Gebiet im Bereich ?kotourismus. Auf einem kleinen Territorium befindet sich  eine riesige Vielfalt von Naturlandschaften, eine Mehrzahl von Naturdenkm?lern sowie Lebenspl?tze von seltenen Tieren und V?geln, die man ganz nah erleben kann. Vermutungen sind berechtigt, dass es kaum m?glich ist, noch sonst irgendwo soviele Storchkolonien mit Dutzenden von V?geln zu beobachten.
Eine grosse Zukunft sehen wir auch im Wassertourismus, wof?r Buchten und Fl?sse Kaliningrader Gebietes ge?ffnet werden sollen.
– Ist Ihre Region auch an gemeinschaftlichen touristischen Projekten mit Europa interessiert?
– Wir versuchen es, m?glichst oft an europ?ischen Programmen teilzunehmen. So wird es bald eine ?ko-Route durch den Zelau-Sumpf geben. Es wird das polnisch-russische Projekt „Gotische Schl?sser des Baltikums“ fortgesetzt, in dessen Rahmen schon ein Kostenvoranschlag f?r das Schloss Labiau finanziert wurde. Vielleicht werden auch die Mittel f?r die Restaurierung zur Verf?gung gestellt.
Eine sehr aktive Entwicklung gibt es im Bereich Land-Tourismus. Doch hier werden noch Erfahrungen ben?tigt. Wir stellen einen Antrag zur Gr?ndung einer Art Lernzentrum auf der Basis eines Bauernhofes, wo alle Hilfesuchenden, die sich in diesem Bereich besch?ftigen m?chten, das n?tige Wissen und die praktischen Erfahrungen bekommen k?nnten.  
– Inwieweit ist die regionale touristische Infrastruktur auf  solche Pl?ne vorbereitet?
– Gegenw?rtig empfinden wir ein Defizit an Infrastruktur, sowohl im Allgemeinen bei Strassen, Anlegestellen, Grenz?berg?ngen, Hotels und Gasth?usern, als auch in der Freizeit- und Vergn?gungsinfrastruktur. Es m?ssen Aqua- und Freizeitparks gebaut sowie Leistungen der Animateure erweitern werden und so weiter. Diese Richtung ist ganz am Anfang ihrer Entwicklung. Und wir rechnen mit dem Interesse seitens der Investoren.
Nat?rlich sind das sehr gro?e Pl?ne. Viel Arbeit steht an. Aber ich m?chte trotzdem noch einmal daran erinnern, dass der Tourismus in dieser Region erst seit kurzem als etwas Bedeutungsvolles angesehen wird. Wir sind am Anfang des Weges. Doch werden wir uns bem?hen, ihn m?glichst schnell und erfolgreich zu meistern.

Marina BELOWA

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 06. März 2010 um 12:31 Uhr
 
INTERNATIONALE WASSERSTRASSE „E-70“: VON ROTTERDAM NACH KLAIPEDA Drucken E-Mail

Array Array

Die Kaliningrader Region hat eine Zentrallage in einer an Natursehensw?rdigkeiten reichsten Zone des s?dwestlichen Baltikums. Die ganze Region ist mit einem Wasserstra?ennetz bedeckt, das noch w?hrend der Epoche des Ordens entstanden ist.

Das Netz aus den Schifffahrtsstra?en erm?glicht es, eine Schifffahrt von der Ostsee durch die Weichsellagune (rus. Wisla), den Fluss Pregel (rus. Pregolja) und Deime (Deima) in die Kurische Lagune bzw. an diese vorbei, durch die Kan?le von Deime in den Ragnit (rus. Neman) vorzunehmen. Eine Durchfahrt zwischen dem Weichselhaff und dem Kurischen Haff erm?glicht es, mit einer Yacht von Deutschland bis zum Schwarzen Meer zu reisen. Tats?chlich ist es eine ber?hmte historische Strecke „Der Weg von den Wickinger zu den Griechen“, die in den Marschrouten der europ?ischen Kreuzfahrtreiseb?ros als „E-70“ bezeichnet ist. Heute existiert die internationale Wasserstra?e „E-70“ nur auf der Karte, weil ihr ?stliches Teil wegen des Infrastrukturmangels nicht verwendet wird. 2006 kam eine Idee auf, das Projekt der Wiederbelebung und Entwicklung der Wasserstra?e „E-70“ ins Leben zu rufen. Diese Idee wird v?llig durch die regionale Regierung unterst?tzt und ist f?r die Unternehmer sehr attraktiv; diese Idee zu verwirklichen,  ist eine komplexe Strukturaufgabe, an deren L?sung mehrere potentielle Teilnehmer – sowohl aus dem Unternehmenssektor, als auch aus der Politik – interessiert sind.
Die Wasserstrecke „E-70“ beginnt bei dem europ?ischen Hafen Rotterdam und geht bis Arnem, durch Leck und Beneden, Rhein, Z?tphen, Enschede, Twente, den Mittellandkanal, Bergesh?vede, Minden, Magdeburg, Berlin, Hohensaaten, Kostschin, Bydgoszcz, Elblong, Weichselbucht, Kaliningrad, Fl?sse Pregel, Deime, durch das Kurische Haff und bis nach Klaipeda.
Bis jetzt wurden in Polen ca. 40000 Einheiten der Segelmotorschiffe registriert. Ein wesentlicher Teil davon befindet sich auf dem Territorium der Woiwodschaft Ermland-Masuren (polnisch: Wojewodstwo warminsko-mazurskoje), die an die Kaliningrader Region grenzt. Sie konnten also die Reisen durch die Region machen. Im Kaliningrader Gebiet wurden au?erdem ca. 15000 Boote registriert.
Kurische Nehrung ist eines der beliebtesten und popul?rsten touristischen Objekte in der Kaliningrader Region. Laut Angaben des Nationalparks betr?gt die Anzahl der Touristen, die die Kurische Nehrung besuchen, zur Hauptreisezeit bis zu 40000 Personen t?glich. Der gebaute ?bergang kann deshalb ein neues, bisher nicht existierendes touristisches Objekt werden. Nur im Hafen von Nida (deut. Nidden) befinden sich ca. 60 Yachten und Boote. Falls die Durchlassstelle „Rybatschi“ (vom rus. „Rybak“=“Fischer“) eingerichtet wird, bekommen diese eine zus?tzliche Reiseroute durch die russische Zone der Nehrung.
Zum jetzigen Zeitpunkt sind mehrere Voraussetzungen f?r die erfolgreiche Realisierung des Projektes „E-70“ vorhanden. Wesentliche von ihnen sind: das Vorhandensein des offiziellen internationalen Status dieser Wasserstra?en, langj?hrige nutzbringende Zusammenarbeit zwischen den russischen, polnischen, litauischen Regierungen und der regionalen Selbstverwaltung, sowie eine g?nstige geographische Lage. Zu den Vorteilen geh?ren au?erdem: das Vorhandensein von den zwei Grenzhaffs- Kurisches und Kaliningrader Haffs; weit verzweigtes Flusssystem, das durch die inneren Wasserwege die Kaliningrader Region mit Litauen und Polen verbindet; ein vielf?ltiges und einzigartiges Gebiet mit nat?rlichen Ressourcen und  einem touristischen und freizeitorientiertem Potential; ein reiches historisches Kulturerbe; g?nstiges Klima, umfangreiche M?glichkeiten f?r die Entwicklung des ?kologie-, Wasser- und Landtourismus. Ein positiver Faktor dazu ist eine kolossale Erfahrung der Nachbarl?nder – Polen, Litauen und Deutschland. 2006 wurde in Polen f?r die Errichtung des  Hafens in Tczew (deut. Dirschau) im Rahmen des Projektes „Wasserstra?e Berlin – Tczew – Kaliningrad – Klaipeda“ 1 Million Euro herangezogen; dieses Projekt war ein Teil des Programms Interreg 3A-TACIS „Nachbarschaft“. F?r das Projekt „Marina Wolfsbruch“ in Deutschland wurden ca. 30 Millionen Euro herangezogen (das Projekt startete 1996).
Dennoch gibt es bestimmte Schwierigkeiten: Mangel an einer einheitlichen Strategie der Wasserstra?ennutzung; administrative Beschr?nkungen; unterentwickelte technische Infrastruktur und die Transport- und Dienstleistungssektoren; nicht geregelte rechtliche Fragen, die mit der Wasserstra?ennutzung verbunden sind; Mangel an Rekreationsobjekte in der Region.
Die Projektpartner – die regionalen Regierungen der Kaliningrader Region des nordwestlichen Gebiets von Polen und der westlichen Zone von Litauen, sowie die Selbstverwaltungen aller D?rfer und St?dte, die sich an der Wasserstra?e befinden, und mitbeteiligte ?ffentliche Organisationen der drei Regionen – sollen sich zusammentun, um das gemeinsame Ziel zu erreichen. Daf?r wurde eine Reihe von Ma?nahmen geplant: die Organisierung eines komplexen Sicherheitssystems der Wasserstra?ennutzung, die S?uberung und Vertiefung der Wasserstra?en auf dem Territorium der Kaliningrader Region, Errichtung von Objekten der ?ffentlichen Infrastruktur des Wasserverkehrs und Wassertou- rismus (H?fen, Anlegestellen, Br?cken, Kaimauer usw.).
Die Realisierung des Projektes „E-70“, das f?r 5 Jahre berechnet wurde, soll nicht nur  die Wasserverkehrsentwicklung, sondern auch die Infrastrukturentwicklung wesentlich beeinflussen. Das alles erh?ht die Attraktivit?t und Konkurrenzf?higkeit der Kaliningrader Region und des s?dlichen Baltikums. Das Projekt wird au?erdem der Entwicklung der grenz?berschreitenden Transportkorridore aktiv beitragen und schafft gute M?glichkeiten f?r die Heranziehung von Investitionen in die Region. Als Ergebnis der Businessentwicklung, der zus?tzliche Schaffung von Arbeitspl?tzen und der Verbesserung der ?kologischen Situation wird das Lebensniveau der Bev?lkerung, die an der Wasserstra?e entlang lebt, wesentlich steigern.

Agentur der regionalen Wirtschaftsentwicklung

Jurij GORBUSHIN

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 10. Februar 2010 um 18:22 Uhr
 
KALININGRAD ALS BEWERBER F?R DIE FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT Drucken E-Mail

Array Array

Kaliningrad wird als einer der Bewerber ?r die Fu?ball-Weltmeisterschaft 2018 oder 2022 betrachtet.

Die gr??te Sportveranstaltung wird in Kaliningrad ausgetragen werden, falls die Bewerbung Russlands f?r diese genehmigt wird. Australien, USA, England, sowie Spanien und Portugal und Belgien gemeinsam mit Holland haben auch einen Anspruch auf die Durf?hrung der Fu?ball-Weltmeisterschaft angemeldet. Trotzdem werden die Chancen von Russland als positiv eingesch?tzt.


VON DER RESERVE ZUM HAUPTBEWERBER
Bei der Voranmeldung wurde Kaliningrad als Reservestadt genannt. Aber jetzt geh?rt es zu den Hauptbewerbern f?r die Durchf?hrung der Fu?ballweltmeisterschaft, und zwar f?r die Gruppenspiele, das 1/4- und 1/8-Finalen. Bei der Auswahl haben solche Faktoren wie bequeme Lage der Kaliningrader Region sowie ein hohes Niveau des Transportsystems und ein gutes Potenzial der notwendigen und schnellen Infrastrukturentwicklung den Ausschlag gegeben.
Der Gesch?ftsf?hrer der Russischen Fu?ballunion Aleksej Sorokin, der gleichzeitig Leiter des Bewerbungskomitees „Russland-2018“  ist, best?tigte das w?hrend seines Besuches der Kaliningrader Region.
Es entsteht eine Frage – die Auswahl des Austragungsortes. Laut den FIFA-Vorschriften soll die Kapazit?t des Stadions f?r mindestens 43000 Personen ausreichen. Dabei ist der Aufbau der Standarena f?r 25000 Menschen sowie die Errichtung der montierbaren und demontierbaren Konstruktionen m?glich.
Der Aufbau eines neuen Stadions in Kaliningrad wurde innerhalb der letzten Jahre schon mehrmals besprochen. Wenn man aber vom konkreten Austragungsort der Fu?ball-Weltmeisterschaft spricht, muss man zwischen einigen Varianten w?hlen.

WO SOLL GEBAUT WERDEN?
Als erste Variante betrachtet man die Modernisierung des Stadions „Baltika“.
Diese ?lteste funktionierende Sporteinrichtung Russlands (ehem. K?nigsberger Stadion „Walter-Simon-Platz“) befindet sich im Zentrum von Kaliningrad. Dieses Stadion hat aber ein Nachteil: die Gesamtfl?che von 9 Hektar reicht f?r die Weltmeisterschaft nicht aus, da laut den FIFA-Forderungen die Fl?che des Stadions mindestens 20 Hektar betragen soll.
In Betracht gezogen wurden auch Grundst?cken in dem neuen Stadtteil  „Selma“-rechts von der Eisenbahnlinie Kaliningrad-Swetlogorsk (K?nigsberg – Rauschen) am Ende der Alexander- Nevskij-Stra?e (Cranzer Allee) sowie der Gagarinstr. (Labiauerstr.) Diese ?berlegungen wurden aber zur?ckgewiesen: die FIFA r?t davon ab, Sportanlagen, die unter der Schirmherschafft der FIFA stehen, am Stadtrand zu errichten.
Laut Aussage der Leiterin der Agentur f?r St?dtebau Tatjana Kondakowa hat man sich darauf geeinigt, das Stadion im Flusstal der Pregol ?stlich der Hochstra?e (Insel Lomse), welche im Moment gebaut wird, zu errichten. Das Hauptkriterium f?r die Entscheidung ist die g?nstige Lage. So kann auch die Mittelschicht sowie die sozialschw?cheren Mittb?rger das Stadion gut erreichen. Die Erreichbarkeit des Stadions soll von der sich im Bau befindenden Hochstra?e sowie von der Berliner (Palmniken) Schiffsbr?cken garantiert werden.
Eine fertig gebaute Hochstra?e ist Musik f?r die  Ohren der Kaliningrader, da der Aufbau dieser Hochstra?e  jetzt schon ?ber 2 Jahrzehnte andauert. Ein Traum ist auch die Berliner Schiffsbr?cke, die seit Ende des 2. Weltkrieges als Ruine verweist.
Sollte das Projekt realisiert werden, wird  das Stadion nur 2 km von der Kathedrale entfernt sein. Die restlichen Sportanlagen, wie Trainingsfelder usw., sind f?r Kaliningrad, Rodniki (Arnau) Swetlogorsk, Zelenogradsk, Pionersk sowie in Primorje, wo auch das baltische „ARTEK“ gebaut werden soll, geplant. Alle Anlagen werden mit den notwendigen Versorgungsnetzen, Zufahrtstrassen und Parkm?glichkeiten ausgestattet.
WAS SOLL GEBAUT WERDEN?
Das ausgesuchte Areal, auf dem das Stadion gebaut werden soll, hat eine hohe Note von den Experten bekommen. Zu den Experten geh?ren neben den Mitgliedern der Bewerbungskommission auch der Koordinator des Projektes „Z?rich – Hausherr der EM 2008“ Daniel Rupf, sowie der Leiter des Architekturb?ros Implenia (Schweiz)  Herr Roland Fisch, welches das wunderbare Stadion Letzigrund in Z?rich geplant hat.
Als Grundlage wurde das Stadionprojekt in Bern (Schweiz) genommen, welches zur EM-2008 errichtet wurde. Dieses Projekt wurde auch schon vorher in Kaliningrad diskutiert. Die Kosten  betragen zwischen 70-100 Mio. USD abh?ngig von den ?rtlichen Bedingungen. Da sich das Stadion in einer moorigen Landschaft im Flusstal befinden wird, soll eine Pfahlkonstruktion das Fundament bilden. Man sollte sich also schnell auf eine H?chstgrenze der Kosten einigen.
Dies alles ist aber nur mit Investitionen von au?erhalb m?glich, da das regionale Budget f?r ein Projekt solchen Ausma?es nicht ausreicht. Die Regionalregierung hofft auf die Hilfe aus dem Staatsbudget, sowie auf private Investoren, f?r die  die g?nstigen Bedingungen der Zusammenarbeit geschaffen werden.

TRANSPORT MIT DEM ZEICHEN „PLUS“; HOTELS MIT DEM ZEICHEN „MINUS“
Es m?ssen au?erdem noch zwei weitere infrastrukturelle Fragen gekl?rt werden: das Transportsystem und die „Gastgeberindustrie“.
Der Minister f?r regionale Infrastruktur Herr Alexander Roljbinow meint, dass die Aufnahmem?glichkeit wie auch die Abfertigungsm?glichkeiten des internationalen Flughafens „Chrabrowo“ den Anforderungen entsprechen. Genau wie der Flughafen, m?ssen auch die Grenzstellen unter Ber?cksichtigung der Modernisierung mit dem der Belastung umgehen k?nnen. Es gibt auch Varianten der Einreise per Seeweg.
Weitaus  schwieriger gestaltet sich die Situation mit der Unterbring der  G?ste. Im Moment verf?gt die Region ?ber 4500 Pl?tze. Laut Sch?tzungen werden jedoch 7500 ben?tigt, von denen 6000 mindestens dem 3. Sternestandard entsprechen m?ssen, damit die Anspr?che der Fu?balltouristen befriedigt werden.
In diesem Zusammenhang sind nicht nur die Investoren, Immobilienentwickler und Bauarbeiter gefragt, vor denen noch sehr viel Arbeit liegt, um den G?sten einen angemessenen Empfang zu bieten. Die Fremdenverkehrsindustrie muss grundlegend ?berdenkt werden. In der Kaliningrader Region funktioniert die Hotelzertifizierung praktisch nicht. Laut Informationen des  Fremdenver- kehrsabteilung der Region werden nur 2 Hotels mit 5 Sternen ausgestattet und 3 Hotels mit 4 Sternen. Die restlichen eignen sich entweder selbst die Sterne an, oder wollen keine offizielle Zertifizierung aus verschiedenen Gr?nden.

LOKOMOTIVE ALS EREIGNIS
Nat?rlich liegt der Kampf um die Weltmeisterschaft noch in der Zukunft.
Doch alles Notwendige ist schon f?r das Einreichungskomitee vorbereitet.
Das Kaliningrader Gebiet wird in der Pr?sentation eine eigene Seite haben, welche von dem Weltmeisterschaftskomitee der Russischen F?deration pr?sentiert wird. Au?erdem ist der Gubernator Georgij Boss eingeladen, die Region vor der FIFA in Z?rich 2010 zu vertreten
Solche Ereignisse geben den St?dten und Regionen den Impuls f?r gro?e Schritte nach vorne. Wie eine Lokomotive ziehen sie die Gemeinden und die Menschen, die dort leben. Die Erfahrung (z.B. die Feierlichkeiten zu dem 750. Jubil?um der Stadt Kaliningrad) zeigt, dass  ein gro?er Gewinn sehr wohl zu merken ist, und zwar in verschiedener Hinsicht.
Nach solchen Feierlichkeiten bleiben nicht nur wundersch?ne Erinnerungen, sondern auch Objekte, die den Menschen dienen, und eine verbesserte Infrastruktur. Auch ist das ein wunderbares Feld f?r die Entfaltung von pers?nlichen, kreativen Kr?ften der Einwohner Kaliningrads sowie der Region. Es wurde schon bekannt gegeben, dass es offene Wettbewerbe zu allen bevorstehenden Projekten geben wird, dass es eine breite ?ffentliche Diskussion geben wird, wie und was die Kaliningrader machen sollen, damit die Kaliningrader Region den Besuchern nur die positiven Erinnerungen l?sst und damit die G?ste mit positiven und strahlenden Eindr?cken die Kaliningrader Erde verlassen.
Wenn daf?r der Weltfu?ball notwendig ist, dann ole-ole-ole!!!!

Igor Kowaljow

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 16. Januar 2010 um 10:09 Uhr
 
MAN HAT NUR POSITIVE FAKTOREN BER?CKSICHTIGT Drucken E-Mail

Array Array

Kurische Nehrung: Luftaufnahme

Es wurden die Ergebnisse der Effizienzforschung f?r die Gr?ndung der touristischen Zone an der Kurischen Nehrung bekannt gegeben.

Dieses Projekt hat nichteindeutige Reaktionen, Zweifel und Fragen bei den Bewohnern der Region und ?kologen hervorgerufen. Bis jetzt hat man ?ber diese Idee und Baubesonderheiten gestritten. Jetzt aber gibt der wirtschaftliche Faktor einen Anlass zur Kritik.
Das Unternehmen „FOK“ (Finanzielles und Organisatorisches Consulting) hat die Effizienz des Projektes bez?glich der touristischen Zone analysiert. Zur Finanzierung dieses Projektes w?rde ein Investitionsbedarf in H?he von 8,9 Milliarden Rubel (ca. 200 Mio. Euro) angemeldet, so der Pressendienst des Unternehmens. 40% dieser Investitionen sollen f?r die Ingenieurinfrastruktur ausgegeben werden.
Da die Entwicklung der touristischen Zone an der Kurischen Nehrung auf der ?ffentlich-privaten Partnerschaft basiert, soll der Bau von Infrastrukturobjekten zum Teil  aus dem Staatsbudget (83,3%) und zum Teil aus dem  regionalen Budget (16,7%) finanziert werden.  Also, aus dem Budget des Kaliningrader Gebiets sollen f?r dieses Projekt ca. 600 Mio. Rubel (33,5 Mio. Euro) ausgegeben werden.
Inwiefern sind diese Investitionen wirtschaftlich zweckm??ig? Die Analytiker von FOK sind der Meinung, dass innerhalb von 10 Jahren die touristische Zone in das Staatsbudget 8,1 Milliarden Rubel (180 Mio. Euro) Gewinn einbringt, was um 2,25 Mal mehr ist, als Summe der Ausgaben f?r ihre Entwicklung.
Laut den Prognosen soll die Zahl der Touristen, die j?hrlich das Kaliningrader Gebiet besuchen, von 450 000 bis 630 000 Leuten steigern. Unter Ber?cksichtigung der Projektrealisierung kann diese Zahl voraussichtlich auf 1 Mio. Touristen ansteigen.
Bei den Forschungen wurden auch soziale Faktoren ber?cksichtigt. Erfolgreiche Projektentwicklung erm?glicht es, innerhalb von den ersten 5. Jahren insgesamt 1630 Arbeitspl?tze in der ganzen Region zu schaffen. Bei einer schnellen Entwicklung der touristischen Branche kann diese Zahl auf 4075 Arbeitspl?tze steigen. Bemerkenswert ist au?erdem das, dass die Lebensqualit?t in den drei Siedlungen an der Kurischen Nehrung, besonders in der gr??ten Siedlung Rybatschij (Rossitten) wesentlich verbessert werden soll.
Man kann mit Sicherheit sagen, dass die Opponenten dieses Projektes sowohl alle o.g. Zahlen, als auch die Idee und Projektentwurfe kritisieren werden.  In erster Linie wird es passieren, weil bei der wirtschaftlichen Analyse eine Methode ausgew?hlt wurde, die viele Spezialisten und Aktivisten negativ wahrgenommen haben.
Oleg Pawlow
Foto: Eduard Moltschanov


Zuletzt aktualisiert am Montag, 02. November 2009 um 20:44 Uhr
 
ES WERDEN MILLIONEN TOURISTEN ERWARTET Drucken E-Mail

Array Array

Ungeachtet der wirtschaftlichen Krise und den Schwierigkeiten bei der Visabeschaffung prognostizieren die Kaliningrader Beh?rden einen rasanten Wachstum in der Tourismusindustrie.

Doch die Prognosen f?r die Entwicklung sind sehr unterschiedlich. So hat, zum Beispiel, der Gubernator des Kaliningrader Gebiets Georgij Boos bei der letzten ?ffentlichen Diskussion an der Russischen staatlichen Kant-Universit?t folgendes gesagt:
– Ungehindert der wirtschaftlichen Krise erwarten wir f?r das Jahr 2009 520 000 bis 525 000 Touristen. In der Zukunft k?nnen wir sicher um 7 – 8 Mio. Touristen werben. Wir haben f?r dieses Volumen alle M?glichkeiten.
Der Wirtschaftsminister der regionalen Regierung Alexandra Smirnowa hat eher gem??igtere Zahlen bekanntgegeben. Nach Sch?tzung der Regionalregierung wird das Kaliningrader Gebiet im Jahre 2009 360 000 Touristen erwarten k?nnen (520 000 war es im Jahr zuvor). In den Pl?nen zum sozial-wirtschaftlichen Wachstum der Region wird mit einem Wachstum von 1,5 Mio. bis zum Jahr 2014 gerechnet.
Aber auch diese Prognosen wurden w?hrend der Besprechung der Mitglieder des regionalen Parlaments als zu optimistisch eingestuft.
Wom?glich ist die Skepsis der Abgeordneten eher auf die wirtschaftliche Situation zur?ckzuf?hren als auf das tats?chliche Potenzial. Umso mehr werden schon die Infrastrukturprojekte realisiert, zum Beispiel, das Projekt „Primorskoje Koltso“ (K?stenring). Die erste Reihe dieser modernen Autobahn, die Kaliningrad mit dem Meerheilbad Selenogradsk und dem internationalen Flughafen „Hrabrowo“ verbindet, wurde schon in Betrieb genommen. An der Reihe ist der weitere Ausbau der Autobahn zu den Orten Pionerskij, Swetlogorsk, Jantarnij, Baltijsk und Swetlij. Diese Projekte werden garantiert durch den Staat finanziert.
Bei der Realisierung anderer gro?en Projekte in der touristischen Branche sind auch positive ?nderungen zu bemerken.
Wir haben schon ?ber die Gr?ndung der touristischen Zone an der Kurischen Nehrung berichtet. Im November hat eine Sitzung der Verkehrs- und Verbindungskommission der russischen Regierung stattgefunden, die von dem stellvertretenden Vorsitzenden der russischen Regierung Sergej Iwanow geleitet wurde. Dort wurde das Sitzungsprotokoll unterschrieben, das das Investitionsprojekt des Aufbaus des internationalen Passagierterminals im Hafen Pionerskij (ehem. Neukuhren) genehmigt hat.
Diese Frage wurde im Auftrag vom Premierminister Wladimir Putin, der am 27. Oktober Kaliningrad besucht hatte, in die Tagesordnung gesetzt.
Das Passagierterminal ist einer der Teilen des gro?en Projektes, der mit der Gr?ndung eines neuen gro?en Erholungszentrums in Pionerskij verbunden ist. Es ist ein Schiffsan- legeplatz f?r die Kreuzfahrtschiffe und F?hren bis 250 Meter lang und mit der Umschlagsleistung ca.5000 Personen zur gleichen Zeit.
In einem neuen touristischen Zentrum der Stadt sollen bald mehrere Hotels und Appartements von verschiedenen Klassen, das riesige Einkaufszentrum, Schwimmb?der, das Amphitheater mit 3700 Pl?tzen und die Konzerthalle mit 1200 Pl?tzen, sowie der Fischmarkt errichtet werden.
F?r die Fans und Besitzer von Yachten wird ein Yachthafen mit 750 Anlegestellen und einer gro?en Zone f?r die Winterzeit geplant, das wird die sogenannte „junge Zone“ sein. Vorgesehen ist auch der Bau und die Organisation der Segel- und Tennisakademien mit den integrierten Sprachschulen.
Zu den bedeutenden Projekten geh?rt auch das internationale Kinderzentrum f?r 5000 Personen, das einen vorl?ufigen Namen „Baltisches Arthek*“ tr?gt. Nach den dauerhaften Diskussionen wurde ein Ort f?r seinen Aufbau ausgew?hlt. Das ist die baltische K?stenstrecke zwischen Jantarnij (Palmnicken) und Donskoj (Gross Dirschkeim).
Der Projektentwurf des Zentrums soll innerhalb von 2 Jahren vorbereitet werden, danach soll der Bau starten. Das Projekt, dessen Kosten 1,5 Milliarden Rubel (ca.35 Mio. Euro) betragen, wird durch das staatliche und regionale Budgets finanziert werden.
Unter Ber?cksichtigung noch eines Projektes – die Gr?ndung einer Spielzone – wird eine enorme Basis geschaffen, die es erm?glicht, noch mehr Touristen aufzunehmen. Die Frage besteht jetzt darin, wie schnell diese Projekte in Angriff genommen werden und wie kompetent diese vermarktet werden. Es ist au?erdem wichtig, die kulturelle Attraktivit?t hervorzuheben. Denn, wie einer der Experten meinte, „Wodka kann ich auch zu Hause trinken“.

Igor KOWALEV

Zuletzt aktualisiert am Montag, 07. Dezember 2009 um 21:03 Uhr
 
DIE BERNSTEINERNE RUNDREISE Drucken E-Mail

Array Array

Im August versammelten sich in Kaliningrad die Vertreter der f?r Tourismus verantwortlichen staatlichen Strukturen aus dem Kaliningrader Gebiet, Polen, Litauen und Wei?russland.

Auf diesem Meeting ging es um eine gemeinschaftliche und effektive Nutzung der gemeinsamen Natur­ressourcen im Interesse vieler Beteiligten.
Das Haupt Gespr?chsthema  war der Ausbau eines internationalen Wasserweges, dieser soll den Namen „Gro?er Bernsteinring“ tragen. Mit dem Startpunkt in Kaliningrad f?hrt er ?ber  die Fl?sse Pregel und Deima an den russischen St?dten Polessk (Labiau) und Sovetsk (Tilsit) vorbei, m?ndet in die Memel und setzt sich an den litauischen St?dten Kaunas und Druskininkai, und den wei?russischen Slonim, Pinsk und Brest fort.
Der abschlie?ende Abschnitt der Rundreise verl?uft ?ber polnische Fl?sse, Seen und St?dte – sie sind der R?ckweg nach Kaliningrad.
Der Rundweg soll flexibel gestaltet sein. Abgesehen von einer Hauptroute wird es viele Abzweigungen geben, was ein ganzes System erschafft, welches die Wasserwege zwischen der Memel und der Weichsel urbar macht.
Alle Beteiligten haben die feste Absicht ge?u?ert, der Entwicklung des „Gro?en Bernsteinring“ beizustehen indem sie alle n?tigen Ma?nahmen zur Erm?glichung der Investitionen in die Infrastruktur der Route treffen und die administrativen Schwierigkeiten umgehend beheben. Des Weiteren wird die technische Weiterarbeit an diesem f?r die ganze Makroregion bedeutenden Projekt an die spezialisierten Fachkr?fte ?bergeben.
F?r das Ende des Herbstes haben die Teilnehmer des Projektes das n?chste Treffen geplant. Diesmal wird die polnische Seite zum Gastgeber.
Anton Schmidt

 

 
"Das Lebenswasser" des BernsteinSees Drucken E-Mail

Array Array Zwischen Jantarnij und der Siedlung Sinjawino erstreckt sich ein wundersch?ner See – ein ehemaliger Bernstein-Steinbruch vom Anfang des XX. Jahrhunderts. Das sich in den 70er Jahren gebildete Wasserbecken ist noch nicht soweit, dass sich eine Mikroflora bilden konnte. Im Wasser des Sees bl?ht noch nichts, deshalb ist es ein echtes Paradies f?r Taucher.

Die Einmaligkeit des Bersteinsees haben auch schon Moskauer Taucher unter der Leitung von Andrej Makarewitsch bewertet. Er besuchte hier das bekannte Berstein-Zimmer. Hier am See wurden die Aufnahmen der Serien „Die Bucht der Angst“ und „Die Meerteufel“ gedreht. Auch das Programm "Sucher" hat hier eine Sendung aufgezeichnet. Viele Legenden erz?hlen von diesem See. Eine z. Beispiel lautet, dass in 30m Tiefe eine untergegangene Dampflokomotive liegen soll. Oder dass es hier den blauen, kalifornischen Krebs gibt. Man spricht auch ?ber die besonderen, heilenden Eigenschaften des hiesigen Wassers. Um die Wahrheit von der Fiktion zu trennen, haben wir uns mit dem Leiter des Taucher-Klubs „Poseidon 39“, Herrn Igor Nowikow, getroffen. – Die versunkene Lokomotive gibt es hier nat?rlich nicht, – l?chelt Igor, – aber die Krebse und die besonderen Eigenschaften des Wassers entsprechen der Wahrheit! Es ist schwer zu sagen, woher hier die blauen, kalifornischen Krebse kommen, aber wir treffen sie st?ndig in der Tiefe an. Das sind nat?rlich keine Omars, aber Exemplare bis zu einer Gr??e von 30 cm beeindrucken uns doch.“ Aus den Unterwassersehens-w?rdigkeiten hinterl?sst „der untergegangene Wald“ den gr??ten Eindruck: er sieht genauso aus wie auf dem Festland, nur anstelle der Bl?tter sind es hier Muscheln. Und die Krebse laufen wie V?gel zwischen den Zweigen hin und her! (www.poseidon39.ru) Der Bersteinsee macht seinem Titel alle Ehre. Eine Handvoll Bernsteine oder sogar ein gro?er Bernstein sind in den Seetiefen keine seltenen Troph?en f?r die lokalen Forscher. ?brigens, dank dem Bernstein, dem blauen Ton und den st?ndig schlagenden Wasserquellen, kann man das Wasser des Sees wirklich auf seine eigene Art f?r heilsam halten.

Jurij GORBUSHIN

JavaScript ist deaktiviert!
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen Sie einen JavaScript-fähigen Browser.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 02. November 2009 um 20:31 Uhr