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EIN KURORT VON JEHER UND F?R IMMER „Swetlogorsk – die baltische Perle“. Schon zu Sowjetzeiten war das eine g?ngige Bezeichnung. Aber manchmal gibt gerade die Banalit?t eines Ausdrucks die Wirklichkeit am besten wieder. W?rde man n?mlich die baltischen St?dte nach der Gesamtheit ihrer Besonderheiten bewerten, dann w?re Swetlogorsk zweifelsohne an erster Stelle. Und was die „Perlen“ angeht, die gibt es hier tats?chlich in H?lle und F?lle. Rauschen wurde bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts in die Liste der Kurorte aufgenommen. Und so nahm die Stadt auch im Weiteren eine steile Entwicklung, als ein Ort der Erholung mit guter, heilsamer Luft. Der Genuss des gesunden Mikroklimas wurde durch die Behandlung mit dem ?rtlichen Mineralwasser und mit Schlammb?dern erg?nzt. Das hat sich auch dann nicht ge?ndert, als aus Rauschen Swetlogorsk wurde. Nur die Sanatorien, in denen eine ganze Reihe verschiedenster Erkrankungen behandelt werden konnte, sind mehr geworden. 1999 wurde die Stadt sogar in den Status eines russischen Kurorts mit f?deraler Bedeutung erhoben. Ein solcher Titel bedeutet nicht nur Entwicklungspotenzial, sondern auch ernsthafte Beschr?nkungen, was die Ausrichtung lokaler Wirtschaft angeht. Danach darf nichts die Umwelt und die heilenden Kr?fte der Natur aus dem Gleichgewicht bringen. Keine leichte Aufgabe f?r die ?rtlichen Beh?rden.
EINKLANG ZWISCHEN MALERISCHER NATUR UND ARCHITEKTUR – DAS IST HARMONIE DER LANDSCHAFT Swetlogorsk ist eine kompakte Stadt auf der erh?hten K?ste der Ostsee. Der steilabfallende wei?e Sand bietet besonders vom Meer aus eine sch?ne Aussicht. Auch der Blick auf die weite See ist gro?artig, der sich von h?her gelegenen Aussichtspunkten oder von der Promenade aus bietet, welche sich entlang des gesamten Stadtzentrums zieht. Wie gemalt sieht auch die h?gelige Landschaft dahinter aus. Hohe Kiefern wechseln sich mit Linden und m?chtigen Eichen ab. Nicht selten kann man auf den Stra?en der Stadt Pflanzen sehen, die f?r diese Breitengrade ungew?hnlich sind. Magnolien stehen hier, Rhododendren, Tulpenb?ume und Platanen. Der Abstieg hinunter zum Meer kann, au?er fliegend, auf allen m?glichen Wegen bew?ltigt werden. Eine Seilbahn gibt es und einen Fahrstuhl. Man kann die Stra?e, die feierlich breite Treppe oder einen engen Pfad benutzen, der sich in Serpentinen nach unten windet. Und wenn man die H?gel auf der seeabgewandten Seite hinuntersteigt, so landet man doch wieder beim Wasser. Entlang der Stra?e erstreckt sich n?mlich der „stille See“, so die ?bersetzung des russischen Namens „Tichoe“. Hier, im Schutze hoher H?gel, ist es praktisch bei jedem Wetter ruhig und gem?tlich. Das architektonische Bild des Kurorts Swetlogorsk wird nach wie vor von alten Bauweisen bestimmt. Die restaurierten H?uschen und Villen, haupts?chlich norddeutscher Bauart, erzeugen hier eine romantische Stimmung. Und neue Bauten erweisen sich als w?rdig, dieses gewachsene Ensemble zu erweitern. Selbst die mehrst?ckigen Sanatorien und Pensionen aus der Sowjetzeit k?nnen die Stimmung nicht tr?ben. Und moderne Hochh?user, die oft alten Stilen nachempfunden sind, wurden so geplant und gebaut, dass es aussieht, als w?rden sie ganz nat?rlich zwischen den H?geln, in Mitten der hohen Kiefern wachsen.
DIE STADT DER 120 DENKM?LER In der kleinen Stadt, die im Jahr 2008 ihren 750. Geburtstag gefeiert hat, stehen 120 Geb?uden als historisch-kulturelles Erbe unter Denkmalschutz. Das ber?hmteste Objekt von Swetlogorsk stellt der 25 Meter hohe Turm des Wasser- und Schlammkurhauses dar. Er wurde 1908 im Stile der nationalen Romantik gebaut. 1978 kam eine Sonnenuhr hinzu, die sich so gut ins Gesamtbild einf?gt, als w?re sie schon immer da gewesen. Noch eine Sonnenuhr, aus Mosaik und f?nf Meter im Durchmesser, wurde auf der Promenade angebracht. Ebenfalls in Mosaik gefasst ist die bronzene „Nymphe“, ein Werk des bekannten deutschen Bildhauers Hermann Brachert, die sich ebenfalls auf der Promenade befindet. Und die sch?ne „Wassertr?gerin“ desselben K?nstlers schm?ckt den st?dtischen Park. H?bsch ist auch das gro?e Modell von K?nigsberg, das neben einem der Hotels aus bunter Keramik gefertigt wurde. Das urspr?ngliche Kurhaus ist im ?brigen ebenfalls erhalten geblieben und restauriert worden. Heute befindet sich in dem Geb?ude ein Hotelrestaurant.
SWETLOGORSK ALS INVESTITIONSOBJEKT Die Menge k?rzlich fertig gestellter oder noch im Bau befindlicher Geb?ude zeugt von hoher Anziehungskraft von Swetlogorsk – Rauschen f?r Investoren. Die Stadt ist sowohl als Wohnort, als auch als Erholungsort und als medizinischer Kurort interessant. Die Grundst?ckspreise sind zwar hoch, die Nachfrage nach diesen wird dadurch jedoch nicht kleiner. Heute liege der Schwerpunkt auf der touristischen Infrastruktur des Kurorts und auf der Entwicklung des Gesundheitssektors, sagt der Bauleiter Wladimir Michajlin, der k?rzlich auch zum Leiter der Stadtverwaltung ernannt wurde. Die Menschen interessieren sich f?r Swetlogorsk. In den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Touristen und Kurg?ste um 15 Prozent gewachsen. Selbst in heutigen Krisenzeiten h?lt das Wachstum an. Genau das ist aber auch ein Grund zur Sorge. In den n?chsten zwei bis zweieinhalb Jahren wird Swetlogorsk an die neue Autobahn angeschlossen, die es mit Kaliningrad, mit anderen Ostseekurorten, sowie mit dem internationalen Flughafen „Chrabrowo“ verbinden soll. Und wenn heute schon pro Jahr 1,5 Millionen Touristen in die Stadt mit 12 000 Einwohnern kommen, so k?nnte ihre Anzahl mit der Verbesserung der Transportverbindung um ein Mehrfaches steigen. Darauf wollen die Beh?rden optimal vorbereitet sein. Der grundlegende Neuaufbau des Bahnhofs Svetlogorsk-2 ist bereits abgeschlossen. Bald wird auch der neue Busbahnhof er?ffnet. Jedes Jahr ?ffnen hier neue Hotels ihre T?ren f?r die zahlreichen G?ste. Direkt an der Promenade steht das bisher einzige F?nf-Sterne-Hotel der Region. Geplant ist auch der Bau einer gro?en Ferienanlage, die 168 Tausend Menschen im Jahr empfangen soll. Ein nicht minder ehrgeiziges Vorhaben ist die Erweiterung der Promenade um das zweifache ihrer jetzigen L?nge, inklusive aufgesch?tteter Str?nde und eines Systems zur Stabilisierung und Sicherung der K?ste. Die Pl?ne f?r die n?chste Zukunft sehen auch eine Erweiterung des Territoriums vor, das aktiv in die Erholungsprozesse eingebunden ist. Ein passender Ort f?r den Bau eines Aquaparks wird gesucht. Der Hauptschwerpunkt liegt jedoch auf dem See „Tichoe“. Den Worten der Chefarchitektin von Swetlogorsk Alexandra Baschina nach, existiere bereits ein Entwurf f?r die vollst?ndige Rekonstruktionen aller seiner Ufer. Die veraltete Uferpromenade aus Beton, die entlang der Stra?e verl?uft, soll durch eine neue aus Natur- und Klinkerstein ersetzt werden. Diese w?rde dann durch stilvolle Blumenbeete und B?nke erg?nzt werden. Am gegen?berliegenden Ufer wird es eine weitere Promenade geben, die aus ?kologisch gewonnenem Holz gefertigt werden wird. So w?rde sie sich harmonisch in das ruhige Naturensemble des Waldparks einf?gen. Die gesamte Anlage soll zu einer w?rdigen Alternative zur Ostseepromenade werden. Denn, und das sagt uns die Geschichte, auch die Anf?nge des Kurorts Rauschen lagen an eben diesem See. Im Moment werden Investoren gesucht, die sich unter anderem am Bau einer Anlage in unmittelbarer N?he des Sees „Tichoe“ beteiligen. Restaurants, Caf?s, Bootsverleiher und andere Unterhaltungs- und Erholungsobjekte sollen dort G?ste empfangen. Durch die Bem?hungen der neuen Verwaltung ist bereits ein Teil der Promenade wiederhergestellt worden. Auch eine kleine Br?cke ?ber den Bach, der aus dem See flie?t und ein kleiner Landschaftspark sich hergerichtet worden. Wladimir Michajlin betont, dass denjenigen Investoren eine besondere Aufmerksamkeit zu Teil wird, die sich mit Projekten aus dem Gesundheitsbereich bewerben werden. Ob das nun Sanatorien, Reha- oder Spezialkliniken sind, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Beh?rden bereit sind, daf?r die besten Gr?ndst?cke auf dem knappen Boden zur Verf?gung zu stellen und diese Projekte mit allen Mitteln und auf allen Ebenen zu unterst?tzen und voran zu treiben.
NOCH ETWAS AU?ER DER SEE? Swetlogorsk ist zwar ein toller Kurort, befindet sich aber nun mal nicht im S?den. Die Strandsaison hier ist zeitlich begrenzt. Deswegen ist es so wichtig, das Leben der Stadt mit Kultur anzureichern. Auf dem j?hrlichen internationalen Kinofestival „Baltische Deb?ts“ bewerten bekannte Regisseure und Schauspieler gemeinsam mit dem zahlreichen Publikum Neuerscheinungen der europ?ischen Filmbranche. Im Sommer finden jedes Wochenende Veranstaltungen des Festivals „Die Welle der Musik“ statt. Regelm??ig gibt es hier auch verschiedenste Feste, Theatervorstellungen, Shows und Konzerte. Der in der Region einzigartige private Konzertsaal f?r Orgelmusik, der in der wiederaufgebauten Kapelle „Jungfrau Maria – Stern der See“ eingerichtet wurde, empf?ngt renommierte Organisten. Und die Kunstgalerie im Hotel „Dom Skasotschnika“ ist auch sehr beliebt unter den Besuchern der Stadt. Weit ?ber die Stadtgrenze bekannt ist das Museum im ehemaligen Haus von Hermann Brachert. Und seit Kurzem hat Swetlogorsk ein eigenes Stadtmuseum, welches sich im touristischen Informationszentrum befindet. Hier werden auch zahlreiche Kunstausstellungen durchgef?hrt. Noch ein Museum, n?mlich ein Ableger des Kaliningrader Museums der Weltmeere, soll im Geb?ude des neuen B?hnentheaters er?ffnet werden. Die Fertigstellung des B?hnentheaters, die f?r das kommende Jahr geplant ist, wird f?r das Kulturleben in Swetlogorsk v?llig neue M?glichkeiten er?ffnen. Der Saal bietet 3400 Pl?tze und ist mit der neuesten Theater, Kino und Konzerttechnik ausgestattet. Das wird die Austragung gro?er Veranstaltungen aller Art erm?glichen. Und denjenigen, die lieber Aktivurlaub betreiben, wird die vielseitige Sporthalle gefallen, die unter anderem ein Schwimmbad und eine Eislauffl?che haben wird. Igor Kowaljow
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