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Am 7. Dezember ereignete sich ein Event, das alle Pendler zwischen der westlichsten russischen Region und Europa direkt betraf. Der neue Checkpoint „Mamonowo II – Gzhehotki“ öffnete sich. Die Übergangsstelle ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Seine Kapazität ist im Vergleich zu der Gesamtdurchlassfähigkeit der drei anderen Checkpoints auf diesem Grenzabschnitt überdurchschnittlich. Zwölf Spuren in jede Richtung lassen 4000 Autos die russisch-polnische Grenze täglich passieren; darunter befinden sich 2600 PKWs, 1250 LKWs und 150 Busse. Dieser Checkpoint ist das Ergebnis eines gemeinsamen Handelns von der EU und der Russischen Föderation, wofür jede Seite 13 Millionen Euro bereitstellte. Der Bau war gemäß eines russisch-polnischen Abkommens über den Wiederaufbau von Straßen und die Errichtung der Grenzübergangstelle ausgeführt worden. So wurde nach 65jähriger Unterbrechung der Verkehr auf einer Straße wiederbelebt, die früher den Namen „Autobahn Nr. 1 Berlin-Königsberg“ trug. Dies war, um darauf hinzuweisen, ein lang ersehntes Ereignis, das infolge mangelnder Koordinierung zu einem Zeitverzug führte, denn der russische Teil der Übergangsstelle konnte erst viel später als der polnische gebaut werden. Ein weiteres Jahr verfloß, da die Eröffnung aus bürokratischen Gründen nicht stattfinden konnte. Jetzt muss man aber sagen: besser später, als nie. Die feierliche Zeremonie hieß viele Journalisten und Prominente willkommen. Das rote Band auf der Kaliningrader Seite zerschnitten gleich vier zuständige Behördenvertreter: der Gouverneur Nikolaj Zukanow, der Chef des Föderalen Zolldienstes Andrej Beljaninov, der Leiter der Frontier-Agentur, Dmitrij Bezdelov und der Vertreter der EU-Kommission in Russland, Michael Webb. Nach gleicher Art hantierten mit den Scheren auf der polnischen Seite der stellvertretende Innenminister der Republik Polen, Peter Stachanczyk und die Leiter der Zoll- und Grenzüberwachungsbehörden des Landes. Es gab kein Mangel an Gratulationssprüchen. Jeder unterstrich die Wichtigkeit des Events, sah aber das Geschehene aus seiner eigenen Perspektive. Der Gouverneur Zukanow betrachtete es zum Beispiel unter dem Gesichtspunkt der Grenzpartnerschaft des Kaliningrader Gebietes mit der Republik Polen und der EU. Den Hauptzöllner Russland begeisterten am meisten die Aussichten des Güterumsatzwachstums. Und der Diplomat Webb legte großen Wert auf die Vorwärtsbewegung der gemeinsamen Projekte in den Kooperationsfeldern von Russland und der EU. Eine große Bedeutung der vereinten Kräfte beim Bau des neuen Checkpoints betonte auch D. Bezdelov, der zu diesem Anlass einen symbolischen Grenzschlüssel aus den Händen Michael Webbs bekam. „Mamonowo II – Gzhehotki“ gilt nicht nur als die größte, sondern auch als die am besten technisch ausgerüstete und komfortabelste Übergangsstelle. Das trifft für Einzelpersonen, die die Grenze überqueren, als auch für das Personal zu. Es werden dort in der nächsten Zeit ein Vorwarnsystem sowie das Programm der Zollanmeldung auf Datenträgern eingeführt. Die beiden Maßnahmen sollen die Zeit beim Grenzübergang verkürzen. Mit der Eröffnung des Übergangs werden die Arbeiten in seiner Randzone nicht eingestellt. Es wird als erstes ein Abschnitt der angrenzenden Autobahn rekonstruiert. Zweitens sollen die sich schon im Bau befindlichen Zolllager mit der gesamten Ausstattung ihre Arbeit im nächsten Jahr beginnen. Menschen zu vereinen, Güterumschlagprozesse zu vereinfachen“ – darin sieht Peter Stachanczyk die Rolle des neuen Grenzobjektes. Und er sieht diese Rolle als vorherrschend sogar im Vergleich zum Schutz der gemeinsamen EU-Grenze vor Schmuggelwaren. Für die Mehrheit der Kaliningrader – unter ihnen befinden sich sowohl Geschäftsleute als auch andere Bürger – ist die neue große Übergangsstelle eine Hoffnung, die bisher unverschämt großen Warteschlangen auf der Grenze zu reduzieren. In dieser Angelegenheit ist der Gouverneur N. Zukanow mit den Bewohnern der Region solidarisch: „Die wirtschaftliche Entwicklung des Gebietes hängt von den Grenzen ab. Die Warteschlangen ruinieren das Geschäft und dämmen die Tourismusentwicklung.“ Wie wichtig diese Innovation für die Bevölkerung ist, war gleich zu merken. „Mamonowo II – Gzhehotki“ legte mit der Arbeit noch einige Tage vor seiner offiziellen Eröffnung los. Sie wurde nur für einige Stunden durch die Eröffnungsfeier unterbrochen. Der Umstand, dass die Übergangstelle sich schon in Betriebsbereitschaft befindet, wurde nicht breit zur Schau gestellt – eventuell aus dem Grund, damit der Autoandrang die Veranstaltung nicht unterbrach. Und man musste sich die verwunderten und glücklichen Gesichter der noch nicht zahlreichen Autofahrer ansehen. Sie haben es nicht fassen können, vor der Grenze nun die vielen freien Übergangsspuren anstatt des sonst üblichen Alptraums vorzufinden. Ohne Zweifel waren sie dazu bereit, sich ganz aufrichtig für jede Stunde ihrer Erlösung von diesem Alptraum zu bedanken. Heute besteht die Hoffnung, dass dieser Checkpoint das Überqueren der Grenze zwischen Polen und Kaliningrader Gebiet – zwischen EU und Russland – ganz erheblich beschleunigen wird. Igor KOWALYOW Foto: Die russischen und europäischen Teilnehmer des Projektes eröffnen ein neues Tor zwischen dem Kaliningrader Gebiet und Europa
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