Startseite Region NIKOLAI ZUKANOV WURDE F?NFTER GOUVERNEUR DES KALININGRADER GEBIETES
Russian (CIS)
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Am 28 September wurde der neue Gouverneuer des Kaliningrader Gebietes ins Amt eingef?hrt. In den nachfogenden f?nf Jahren wird diese Stelle von Nikolaj Zukanov bekleidet. 

Einige Tage zuvor wurde seine Kandidatur, ein Vorschlag des Pr?sidenten Dmitrij Medvedev, durch eine Abstimmung der Abgeordneten der Kaliningrader Kreisduma best?tigt. Das Ergebnis der Abstimmung – 30 zu neun, mit einer absoluten Mehrheit f?r den Kandidaten. F?r eine Entscheidung zugunsten von Zukanov h?tten bereits 21 Stimmen gereicht.
Wie erwartet, bekam Nikolaj Zukanov, Oberhaupt der Gusever Munizipalit?t und Sekret?r des ?rtlichen regionalen Rates der Partei "Edinnaja Rossija" ("Einiges Russland") die Unterst?tzung seitens seiner Parteigenossen unter den Abgeordneten. Sogar unter Einberechnung der Erkl?rungen einiger weniger Vertreter der Opposition ?ber ihre Absicht, gegen die Kandidatur von Zukanov zu stimmen, war wohl keine gro?e Intrige zu erwarten. Postfaktum erschien die Information ?ber die Klage zweier Abgeordneter ?ber die Nichteinhaltung der Prinzipen einer geheimen Abstimmung. Dieser Klage lag Folgendes zu Grunde: Der Abstimmungsschein war so konzepiert, dass man nur im Fall einer Gegenstimme etwas ermerken musste. Auf diese Weise gingen alle, die f?r den Kandidaten stimmten, sofort zu der Wahlurne und warfen ihre Scheine ein, ohne zuvor in der abgeschlossenen Wahlkabine gewesen zu sein.
Nikolaj Zukanov bestimmte bereits einige Schwerpunkte seiner T?tigkeit im Amt des Gouverneurs, wobei er die regionalen Probleme nannte, die am ehesten einer effektiven L?sung bed?rfen. Darunter sind die Kooperation der Regierung und der B?rger, die Festsetzung gerechter und tragbarer Tarife f?r die Dienstleistungen der Wohnungs- und Kommunalwirtschaft, die Wiedereinrichtung, beziehungsweise der Ausbau einer Transportstruktur, welche die Region wieder erreichbar machen soll, die qualitative Verbesserung der ?rztlichen Betreuung, der Bau von erwerbbaren Wohnfl?chen, die Beseitigung der Arbeitslosigkeit, die Haranziehung der riesigen, ungenutzten Ressourcen der Landwirtschaft in die Produktion, Bek?mpfung der Korruption.
In Verbindung mir dem ersten unter den oben genannten Anliegen ist die Aussage des bevollm?chtigten Vertreters des russischen Pr?sidenten im F?rderationskreis Nordwestrussland, Ilja Klebanov, welcher Nikolaj Zukanov den Abgeordneten des regionalen Parlaments vorstellte, ?u?erst interessant:
"Die Geschehnisse, die sich in den letzten Tagen bei euch ereignet haben (gemeint ist die Nichtantretung zu den Wahlen des alten Gouverneurs Georgij Boos nach den Massendemonstrationen in Kaliningrad) tragen einen sehr bedeutenden Charakter und geben ein deutliches Signal an alle Gouverneure" – sagte Klebanov. "Wir sind gewohnt, das Tempo des industriellen Wachstums zu beachten, dar?ber hinaus noch ?konomische Fragen, Fragen der Infrastruktur. Aber nur in der letzten Zeit lernten wir zu beachten, wie die Bev?lkerung der Region zu alldem steht."
Ins Selbe m?ndet auch ein Ausspruch von Zukanov selbst:
"Ich habe einen Traum – das Leben des Kaliningrader Gebiets besser zu machen. Auf eine solche Weise, dass ich nach f?nf Jahren meiner Amtszeit frei und mit erhobenem Haupt durch die Stra?en von Kaliningrad gehen kann und niemand mir b?se Worte nachruft".
Wird der neue Gouverneur des Kaliningrader Gebiets auf dem Feld erfolgreich, auf dem der alte scheiterte?
Es ist kein Geheimnis, dass viele meinen, Nikolaj Zukanov sei Georgij Boos pers?nlicher Beg?nstigter. Zumindest z?hlte Zukanov, solange er den Posten des Oberhaupts der Gusever Munizipalit?t bekleidete, zu einem der Boos Favoriten, der nie Problem mit der regionalen Regierung hatte und des ?fteren wohlwollende Hilfe von ihr empfing. Gleichzeitig trug der ehemalige Gouverneuer wahre Kriege unter Einbeziehung aller administrativen M?glichkeiten mit den Chefs anderer Munizipalbezirke. Mehr als das, Zukanov selbst betonte mehrmals, dass seine Bekanntschaft mit dem ehemaligen Gouverneur viele Jahre zur?ckliegt, noch in die Zeiten, als Boos noch nicht das Amt bekleidete. Und es gibt sehr viele, welche einer solchen, m?glichen "Beg?nstigung" sehr aufmerksam entgegentreten.  
Andererseits sieht Zukanov, wie schon oben erw?hnt, dass er ein Problem der Kommunikation zwischen der Regierung und den B?rgern sieht. Er scheint auch ihren potentiellen konstruktiven oder destruktiven Einfluss richtig einzusch?tzen. Deshalb gibt es auch Grundlagen f?r ein bisschen Optimismus.
Es gibt aber einige Aspekte, in denen Zukanov wohl oder ?bel als Boos Nachfolger agieren wird: Der Bau der K?stenautobahn, die alle Orte der Samlandk?ste und die Gebietshauptstadt verbindet, die Errichtung einer Reihe von Fitnesskomplexen, eines Medizinzentrums, welches sich auf Kardiologie spezialisiert, Bau eines Atomkraftwerks. Dass riesige, f?derale Mittel zur Finanzierung dieser Projekte in die Region herangezogen werden konnten, wird oft damit verbunden, dass Georgij Boos ?ber starke pers?nliche Beziehungen zu Menschen an der Spitze der Machthabern Russlands verf?gt. Kaum verf?gt Zukanov ?ber vergleichbare M?glichkeiten. Ob die Finanzierung aller dieser Projekte im gleichen Ma?e und unter gleichen Bedingungen weiter laufen wird?
Ilja Klebanov versprach, dass der neue Gouverneur mit seiner Hilfe auch n?tzliche Beziehugen schlie?en wird. Und obwohl die L?sung staatlicher Probleme mittels pers?nlicher Beziehungen als ?berbleibsel von stammes-archaischen Beziehungen erscheint, k?nnen sie helfen, die Interessen der Region und ihrer Bewohner zu realisieren. Eben das zu tun, was man von Zukanov erwartet.
Die fr?here T?tigkeit Nikolaj Zukanovs in der Stadt Gusev und im anliegenden Bezirk wird sowohl von den Einwohnern, als auch von den politischen Vertretern hoch gesch?tzt. Innerhalb einer kleinen Zeitspanne ver?nderte sich die Stadt, sowohl ?u?erlich, als auch strukturell, sehr zum Positiven. Nach dem Zusammenbruch der UdSSR wurde die ehemals wirtschaftlich zweitentwickelte (nach Kaliningrad) Stadt der Region zum Ort sozialer Missst?nde und Arbeitslosigkeit. In den letzten f?nf Jahren jedoch erholte sich die wirtschaftliche Lage der Stadt und die Haushaltseink?nfte stiegen.
Man muss anmerken, dass ein Vorschlag des Pr?sidenten f?r die Kandidatur eines Gouverneurs aus den Reihen der Oberh?upte von Munizipalit?ten wenn auch nicht einmalig, so doch besonders in der russischen politischen Praxis ist.

Igor KOWALJOW

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 02. November 2010 um 09:38 Uhr
 

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