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Eine der ?ltesten St?dte Preu?ens feierte unter der russischen Flagge ihr 63j?hriges Bestehen.
Obwohl die preu?ische Siedlung Wehlau noch im Jahre 1336 gegr?ndet wurde und die Ordenskirche, welche sich auf ihrem Territorium befindet, mehr als 750 Jahre alt ist, hat die russische Siedlung Snamensk (diesen Namen tr?gt jetzt Wehlau) erst 63 Jahre ihrer Nachkriegsgeschichte gefeiert.

Am 17. Juni 1947 wurde die Stadt Wehlau auf Befehl des Pr?sidiums des Obersten Rates der RSFSR in Snamensk umbenannt und zum   Gwardejskij Bezirk erkl?rt. Daran erinnerte die Leiterin des Festkommitees, Anzhelika Nowitschkowa, in ihrer Ansprache vor den Einwohnern, die sich zum Siedlungsfest eingefunden hatten. Im Besonderen ging Frau Nowitschkowa dann auf die n?heren Umst?nde ein, die in Verbindung mit einem russischen Milit?rbanner f?r die Namensgebung des Ortes eine Rolle gespielt haben.
Danach wurden die Einwohner von den Vertretern der Bezirks- und Stadtverwaltung begl?ckw?nscht. ?brigens sind die meisten Bewohner so stolz auf ihren Ort, dass sie ihn als Stadt bezeichnen.
Der Leiter der Verwaltung von Snamensk, Sergej Tschernow, hob in seiner Begr??ungsrede die sichtbaren Erfolge der wirtschaftlichen Entwicklung der Siedlung hervor und w?nschte allen Snamensker B?rgern Frieden und Wohlstand. Der Chef des Gwardejsker Bezirkes, Iwan Kawun, versprach den B?rgern, alles in seinen Kr?ften stehende zu unternehmen, um den Ort zu dem erw?nschten Wohlstand zu bringen.
Die Vorsitzende des Stadtverordnetenrates, Natalja Karasewa, erg?nzte ihrerseits diese Gl?ckw?nsche durch eine ziemlich aufregende Mitteilung: „Ob Snamensk in Zukunft eine Stadt sein wird oder eine Siedlung bleibt, werden wir alle gemeinsam entscheiden. Ich denke, wir werden uns schon in der n?chsten Zeit mit dieser Frage befassen“.
 „Was ist eigentlich Heimat? Unser Snamensk ist ein winziges St?ckchen vom riesigen Russland...“ Mit diesen Worten startete die erste Musiknummer des Festprogramms „Rossija – Rusj“. Dann wurden Ehrenurkunden und Preise an die Gewinner des Wettbewerbs zur Verbesserung und Neugestaltung eines Reviers bzw. Landfleckchens verliehen. Gewinner in der Nominierung „Der beste Innenhof eines Mehrfamilienhauses“ wurden die Bewohner des Hauses Nr. 9 in der Kaliningrader Strasse.
Au?erdem wurden die Kindertagesst?tten ausgezeichnet, die den Wettbewerb f?r die beste Gestaltung einer Territoriumseinrichtung und dessen Begr?nung gewonnen haben. Auch sie bekamen von der Gebietsverwaltung je 40 000 Rubel (ca. 1000 Euro). Die Snamensker Verwaltung wurde an diesem Tag f?r die Gestaltung der Gr?nanlage in der Siedlung und in  der Gedenkst?tte „Zu Ehren des 40j?hrigen Jubil?ums des Sieges im Zweiten Weltkrieg“ mit Pr?mien in H?he von je 900 000 Rubel (mehr als 20 000 Euro) und 47 000 Rubel ausgezeichnet.
Zugleich bot das Siedlungsfest eine M?glichkeit dazu, die Aufmerksamkeit der Gebietsverwaltung auf die vielf?ltigen Probleme in Snamensk zu richten. Das betrifft die Vorbereitung der Siedlung auf die Heizsaison als auch die Organisation der Sammlung des M?lls und seine Abfuhr, um nur einige von vielen Beispielen zu nennen. Es ist sehr angenehm zu wissen, dass die B?rger neben den kommunalen Angelegenheiten auch Sinn f?r die Erhaltung des kultur-historischen Erbes von Wehlaus haben. Im Laufe der Vorbereitungen zum Fest gelang es ihnen sogar, die Bezirks- und Gebietsverwaltung dazu zu bringen, sich mit der Erhaltung der Ordenskirche aus dem 13. Jahrhundert, einem der ?ltesten Baudenkm?ler aus jener Epoche, konkreter zu befassen. Demn?chst soll dieses Denkmal vom Sprecher der Gebietsduma, Sergej Bulytschew, besichtigt werden, wonach sich wom?glich endlich die Finanzierungsfrage der angestrebten Restaurierung kl?ren wird. Und solange es noch nicht geschehen ist, wird die altert?mliche Kirche von Snamensker Enthusiasten wie der Englischlehrerin Galina Sarnatschewa mit ihren Sch?lern in Ordnung gehalten und vor dem v?lligen Verfall gerettet.

Wadim CHABAROW

 

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