| VERS?HNUNG ?BER DEN GR?BERN |
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Am 15. Mai 2010 fand in Baltijsk (ehem. Pillau) eine Gedenkveranstaltung zum 10-j?hrigen Jubil?um der Einweihung der deutschen Kriegsgr?berst?tte statt, die vom Volksbund Deutsche Kriegsgr?berf?rsorge e.V. organisiert wurde. In Baltijsk sind mehr als 12.000 Menschen aus 24 Nationen beerdigt; darunter befinden sich sowohl Soldaten der Wehrmacht als auch zivile Kriegsopfer. Text und Foto: Jurij GORBUSCHIN
Gru?wort von Generalkonsul Dr. Aristide Fenster anl??lich der Gedenkveranstaltung zum 10. Jahrestag der Einweihung der deutschen Kriegsgr?berst?tte Baltijsk (Pillau) am 15. Mai 2010
Sehr geehrter Herr Minister Andrejew, sehr geehrte Frau Ministerin Gurowa, sehr geehrter Herr Kirbaj, sehr geehrter Herr Pr?sident F?hrer, sehr geehrter Herr Generaldirektor Piljajew, meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Angeh?rige,
als Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland ist es f?r mich eine besondere Ehre, an der heutigen Gedenkveranstaltung zum 10-j?hrigen Bestehen der deutschen Kriegsgr?berst?tte im ehemaligen Pillau teilzunehmen.
Ich begr??e Sie alle sehr herzlich. Es ist f?r mich au?erordentlich beeindruckend, hier in Baltijsk gemeinsam mit Repr?sentanten der Gebiets- und Stadtverwaltung, Vertretern des russischen Verbandes Soldatengedenkst?tten, des „Volksbundes Deutsche Kriegsgr?berf?rsorge“ zu stehen. Bewegend f?r mich ist, da? so viele Landsleute, Angeh?rige und Freunde der Verstorbenen, heute den Weg hierher gefunden haben.
Ich danke ganz besonders allen russischen Freunden, die sich hier mit uns versammelt haben. Ihre Anwesenheit ist nicht selbstverst?ndlich. Die deutschen Kriegsgr?berst?tten in Ru?land sind nur durch die Vers?hnung zwischen Russen und Deutschen m?glich geworden.
Baltijsk kommt unter den Kriegsgr?berst?tten im Kaliningrader Gebiet eine besondere Bedeutung zu. Hier sind sowohl gefallene Wehrmachtssoldaten wie auch Opfer aus der Zivilbev?lkerung beigesetzt. Heute ruhen hier ?ber 12.000 Tote - mehr als in jeder anderen Kriegsgr?berst?tte im ehemaligen n?rdlichen Ostpreu?en. Ich danke dem „Volksbund Deutsche Kriegsgr?berf?rsorge“ f?r sein unerm?dliches Engagement im Dienste der Erinnerung.
Angesichts der Gr?ber sind unsere Gedanken bei den durch Krieg und Kriegsfolgen verstorbenen Menschen. Der vom nationalsozialistischen Deutschland entfachte II. Weltkrieg hat unermessliches Leid ?ber Ru?land gebracht. Wir gedenken aller V?lker, die im Krieg gelitten haben, vor allem der uns?glich vielen B?rger der Sowjetunion, die ihr Leben verloren haben. Wir gedenken der Deutschen, die als Soldaten, bei Fliegerangriffen in der Heimat, in Gefangenschaft und bei der Vertreibung ums Leben gekommen sind. Wir sind dankbar daf?r, da? Russen und Deutsche heute gemeinsam der Verstorbenen beider Seiten gedenken k?nnen.
Wir leben seit 65 Jahren friedlich miteinander – ein Zustand, den sich die Menschen, die damals den Tod fanden, nicht vorstellen konnten. Je weniger Zeitzeugen uns aus dieser schrecklichen Vergangenheit berichten k?nnen, umso mehr drohen die pers?nlichen Schicksale dieser Zeit in Vergessenheit zu geraten. Die heutige Gedenkveranstaltung ist deshalb vor allem ein Tag des Innehaltens, des Erinnerns, des Gedenkens. Sie verpflichtet uns f?r alle Zukunft, ?ber alle Grenzen hinweg aktiv f?r Verst?ndigung, Vers?hnung und Frieden zwischen den Menschen und V?lkern einzutreten.
Meine Damen und Herren, aus der gemeinsamen Trauer um die Toten w?chst die Kraft zur Gestaltung einer besseren Zukunft. Dazu ermahnen uns die Toten, vor denen wir uns in Trauer und Ehrfurcht verneigen.
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 08. Juni 2010 um 14:18 Uhr |
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