| Die Puppen helfen den Menschen |
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Katja Kriwoschejeva wird bald 17. Dem Aussehen nach ist sie eine ganz normale Studentin wie alle anderen auch. Aber kaum erwachsen geworden, entschied sich Katerina, ihren alten Traum zu verwirklichen. Sie will denen helfen, die korperlich behindert sind, und sie wei? bereits sogar, wie.
Ihr Freund sitzt im Rollstuhl. Er hat einen Hund. Katja fuhrt den Hund aus, bringt ihn zum Tierarzt, denn der Freund kann das selbst nicht machen. Wenn er diese Hilfe nicht hatte, besa?e er keinen Hund, denn er kann sich wegen seiner Behinderung nicht ausreichend um den Hund kummern.
Ein Hund oder eine Katze sind fur so einen Menschen nicht einfach nur Haustiere, sondern Familienmitglieder. Haufig ist es das einzige Lebewesen, das immer bei ihnen und vollkommen von seinem Herrchen abhangig ist. Aber wenn man korperlich eingeschrankt ist und sich nicht um das Tier kummern kann, dann gibt es keine Familie dieser Art.
Das alles brachte Katja Kriwoschejeva auf den Gedanken, den behinderten Menschen zu helfen, dass sie integriert werden, mit eigenen Handen zu arbeiten, sich ein Haustier anschaffen konnen und Freunde in Deutschland finden.
Die Idee ist einfach wie auch alles Geniale. Unter den behinderten Kaliningradern gibt es viele talentierte Menschen. Sie fertigen originelle Gegenstande in Handarbeit an, legen nicht nur ihr Talent, sondern auch ihr Herz hinein und wollen Deutsche ihresgleichen damit bekannt machen, indem sie ihnen ihre Werke anbieten. Ein Teil vom Erlos wird in die Organisation der Tierpflege von Haustieren der Puppenmacher investiert. Das ist eine lang gereifte Initiative in Kaliningrad, die Katja engagiert zu verwirklichen versucht. Sie hofft dabei auf die notwendige offentliche Hilfe von Russen und Deutschen.
Einige Kaliningrader Behindertenorganisationen erklarten sich schon bereit, mit dem Unternehmen zu arbeiten, das wohl von der jungsten und sozial orientiertesten Unternehmerin der Region gegrundet wird, namlich von Jekaterina Kriwoschejeva. Mehrere Puppen sind angefertigt und warten darauf, in Deutschland endlich ausgestellt zu werden.
Besondere Aufmerksamkeit soll den Figuren der runden Kater mit Schlusseln und Bernstein, woran Ostpreu?en reich ist, geschenkt werden. Das ist kein einfacher Kater, das ist ein preu?ischer Kater, den die Kaliningrader Bildhauerin Ludmila Bogatova erdachte und in Kupfer verwirklichte. Heute sitzt er in dem wunderschonen Raum des Museums am Konigstor. Er bekam den offiziellen Status des Schlusselwachters von allen Stadttoren. Sein glanzender Kopf wird von Tausenden Besuchern gestreichelt, das soll namlich Gluck bringen. Seine Abbildungen, die von den behinderten Kaliningradern als Souvenirartikel angefertigt werden, sind zum neuen Markenprodukt des Unternehmens geworden. Der preu?ische Kater wird nach Katjas Grundidee auch noch zum Botschafter der Freundschaft, der allen ganz neue Geschichten Konigsbergs/Kaliningrads erzahlen wird.
So eine „humanitare Brucke“ baut die junge Katja, eine Brucke zwischen den Menschen, zwischen Russland und Deutschland, zwischen der Vergangenheit und der Zukunft.
Oleg PAWLOW
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| Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 14. April 2011 um 21:37 Uhr |
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