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P?nktlich zu Weihnachten erscheint als Erstlingswerk von Stephanie Kuhlmann „Hoffnung hei?t Nadjeschda“. Damit kommt ein Ostpreu?en-Roman der besonderen Art in den Buchhandel, herausgegeben vom redACtionsbureau aus dem Aachener Grenzland und erschienen im Verlag Books on Demand in Norderstedt.

 

- Was gab Ihnen den Ansto?, dieses Buch zu schreiben?
- Als ich vor einigen Jahren zum ersten Mal ins Kaliningrader Gebiet reiste, um nach den Wurzeln meiner ostpreu?ischen Familie zu suchen, begegnete ich einer russischen Bev?lkerung, die ich Besuchern gegen?ber als ?beraus offen und herzlich empfand. All diese Erlebnisse wollte ich in Form eines Buches festhalten, zusammen mit den Kindheitsanekdoten, die mir mein Vater erz?hlt hatte.

- Wie sind Sie auf den Buchtitel gekommen?
- In einer ersten Version lautete der Titel „Hoffnung hei?t heute Nadjeschda“. Es war mir einerseits wichtig, zu verdeutlichen, dass das ehemals deutsche Gebiet heute zu Russland geh?rt und dass es andererseits dort viele positive Ans?tze und Entwicklungen gibt, Wirtschaft und Kultur wiederzubeleben – in einem heute befriedeten Europa. Nicht zuletzt ist Nadjeschda aber auch ein russischer Frauenname, den in der Romangeschichte eine ganz besondere Figur tr?gt.

- Die Geschichte Ihres Romans besteht aus verschiedenen Ebenen, eine spannende Reisegeschichte, eine anr?hrende Vater-Tochter Beziehung und Erz?hlungen aus einer vergangenen Zeit. Wie ist die Gesamtstory entstanden?
- Da ich mir zun?chst ?ber die Gattung noch nicht im Klaren war, begann ich die Reisegeschichte, wie ich sie erlebt habe, ersteinmal aufzuschreiben. Es entstanden thematische Abschnitte, die ich mit den entsprechenden Anekdoten meines Vaters versehen konnte. Erst im Laufe des Schreibens wurde es mir zunehmend ein Bed?rfnis, Gef?hle und Emotionen auszudr?cken. Zugleich begann ich, fiktive Passagen einzuarbeiten. Doch das ?bergeordnete Thema sollte die deutsch-russische Verst?ndigung sein, sie sollte die Romangeschichte tragen. Ich wollte den Menschen im Kaliningrader Gebiet eine positive Stimme geben.


- In Ihrem Roman geht es um eine verlorene Heimat von Deutschen und eine Gegenwart, in der das Kaliningrader Gebiet zu Russland geh?rt. Was verbinden Sie selbst mit dem Begriff Heimat?
- F?r mich pers?nlich existiert Heimat nicht nur an einem Ort. Sie ist dort, wo ich von meiner Familie und meinen besten Freunden umgeben bin. Wenn man l?ngere Zeit irgendwo lebt, wird einem die Umgebung schnell vertraut, man f?hlt sich zu Hause. Sehnsuchtsvolle Gef?hle verbinden mich mit der Landschaft in Norddeutschland, meiner Geburtsstadt Hamburg, der Ostsee und der Stadt Moskau.

- Was hat Sie besonders motiviert, Ihr Erstlingswerk zu ver?ffentlichen?

- Von Beginn an hat mich mein Mann ermutigt und mir Kraft gegeben, das Buch zu vollenden und schlie?lich auch zu ver?ffentlichen. Meine erste Lektorin Katrin McClean, eine bekannte Autorin, las mein Manuskript und bescheinigte mir eine gute Arbeit. Handwerkliches musste verbessert werden und ich begab mich erneut ans Werk. Mein Roman sollte sich abheben von den vielen bislang ver?ffentlichten B?chern, die das ehemalige Ostpreu?en vergangenheitsbezogen thematisieren. Mir war es wichtig, aus Sicht der j?ngeren Generation nach vorn zu blicken und Hoffnungsvolles im Kaliningrader Gebiet zu betonen. So entstand eine Geschichte, in der es vor allem um deutsch-russische Freundschaften in einem befriedeten Europa geht. Diese Idee zusammen mit dem Anliegen, das Buch meiner Tochter zu widmen, gaben mir gro?en Antrieb. Viele Freunde in Deutschland und Russland best?rkten mich zudem, mein Werk zu vollenden und der ?ffentlichkeit publik zu machen. Immer wieder, wenn ich an einen Punkt kam, an dem ich meine Arbeit beiseite legen wollte, ergaben sich neue positive Impulse. In der letzten Ausgestaltungsphase war mir Heinz B?ck eine ?beraus wichtige St?tze. Ihm ist es letztlich zu verdanken, dass das Buch in dieser Form existiert – als eine Lekt?re zur deutsch-russischen Verst?ndigung. Mit ihm zusammen konnte ich vor allem junge Menschen motivieren, gemeinsam mit uns an dem Projekt zu arbeiten. Insofern ist der gew?nschte grenz?berschreitende Br?ckenschlag allein schon durch die freiwillige, engagierte Zusammenarbeit gelungen. Russen und Deutsche leisteten ihren Beitrag dazu. Deshalb ist ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet.

- Was tun Sie am liebsten in Ihrer Freizeit?

- Die gr??te seelische Bereicherung empfinde ich beim Reisen in fremde L?nder zu anderen Kulturen. Ob in Equador, Australien oder Russland, ?berall in der Welt l?sst sich Neues bisher nicht Gekanntes entdecken. Oft f?llt mir dann der Satz von Hermann Hesse wieder ein: „In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne …“. So erlebe ich Begegnungen mit Menschen und Kulturen.

- Was w?nschen Sie sich f?r die Zukunft?
- Vor allem w?nsche ich mir, dass sich meine Tochter weiterhin so gut entwickelt und eine gl?ckliche Kindheit verlebt. F?r meinen Roman w?nsche ich mir viele Leser – sowohl in Deutschland als auch in Russland, um bei ihnen ein wenig Hoffnung und Zuversicht zu s?en. Deshalb streben wir eine gute Gesamt?bersetzung des Buches ins Russische an.

Der Roman ist in deutscher Sprache erschienen, mit einem angehangenen Werkstattbericht seiner Herausgabe. Er enth?lt darin – als zweisprachige Fibel – sieben Vorabfolgen in Deutsch und Russisch.

Bibliographische Angaben:
Titel: „Hoffnung hei?t Nadjeschda“
Autorin: Stephanie Kuhlmann
Hrsg.: RedACtionsbureau Heinz B?ck
ISBN: 978-3-8423-2721-4,
Paperback, ca. 288 Seiten, Preis: 19,80 Euro
Onlinebestellung: www.nadjeschda.eu/de/das-buch/
oder in jeder Buchhandlung





Zuletzt aktualisiert am Freitag, 03. Dezember 2010 um 16:37 Uhr