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Russian (CIS)
DER DOKTOR EMPFING DIE PATIENTEN UND DAS MUSEUM DEN DOKTOR Drucken E-Mail

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Es ist unm?glich, alle Reisen des ber?hmten Zahnarztes Ingo Warwas ins Kaliningrader Gebiet aufzuz?hlen. Er kommt und ist pl?tzlich da. Oftmals spontan. Doch diesmal wussten die Gebietsbewohner schon im voraus Bescheid,  sowohl ?ber seine Anreise, als auch dar?ber, dass er in Gesellschaft studentischer Praktikantinnen kommen wird. In erster Linie sind sie nat?rlich an einem Erfahrungsaustausch interessiert. Dar?ber hinaus aber wollen sie  auch diese russischen Menschen n?her kennen lernen, und sich einfach mal mit Gleichaltrigen ganz zwanglos ?ber alles unterhalten, um auf dieser Ebene einen Einblick in die russische Realit?t zu bekommen. Wer Freundschaft sucht, der findet sie auch. Ganz sicher. Auf diese Weise sind schon viele  Freundschaftsbr?cken entstanden.

Mit Herrn Dr. Warwas ins Kaliningrader Gebiet zu reisen, ist schon ein kleiner Grundstein f?r eine Freundschaftsbr?cke. Er ist im weiten Umkreis bekannt und so wird es f?r die Studentinnen in seiner Begleitung nicht schwer sein, ihre Ziele zu erreichen. In der Tat, es ist wirklich erstaunlich, wie viele Menschen im Nesterowsker, Gusewsker oder in anderen Kreisen den deutschen Arzt kennen! Kinder nennen ihn liebevoll Doktor Doolittle und die Erwachsenen tauften ihn f?r seine Unerm?dlichkeit scherzhaft „Bohrmaschine“.  Das ist keinesfalls ?bertrieben, denn der Arbeitstag des Doktors beginnt schon um 8 Uhr und oftmals wird erst gegen 22 Uhr der Bohrer aus der Hand gelegt. Das verwundert nicht, denn seine Patienten kommen aus dem gesamten Kaliningrader Gebiet nach Jasnaja Poljana, dem Standort der Praxis. Sie alle werden von Dr. Warwas unentgeltlich behandelt.
Diesmal bereiteten die Siedlungsbewohner  unter der Mitwirkung unserer Zeitung eine besondere ?berraschung zur Anreise des Doktors vor. Zahlreiche Fotos und Presseartikel in russischer und deutscher Sprache, die ?ber die uneigenn?tzige Arbeit des Doktors berichteten,  wurden zusammengetragen und als Dokumentation auf einem Stand ausgelegt.  Die Redaktion der „K?nigsberger Allgemeinen“  beschenkte Herrn Dr. Ingo Warwas mit einem Flechtkorb, der von dem Gusewer Flechtmeister Fjodor Simtschenko hergestellt wurde.
 Um den G?sten aus der deutschen Stadt Munderkingen einen besseren Einblick ins Kaliningrader Gebiet zu erm?glichen, buchte unsere Zeitung f?r sie einen Besuch des Weltozean-Museums. Unentgeltlich, wie es bei Freunden ?blich ist.
Sehr erfreulich war auch die Tatsache, dass neben Ingo Warwas und seinen drei Studentinnen auch noch viele andere dabei waren. Au?er seiner st?ndigen Assistentin und ?bersetzerin Natalja Janzen haben auch Kinder und Eltern aus Jasnaja Poljana, sowie  Kaliningrader ?rzte am Museums-Ausflug teilgenommen.
Als erster erschien Jewgenij Wolkow, Vorsitzender der Zahn?rzte-Assoziation des Kaliningrader Gebietes, in der auch der Wissenschaftler Dr. Ingo Warwas Mitglied ist.  Dr. Wolkow besprach mit Dr. Warwas berufliche Vorhaben, bei denen es darum ging, wo, wann und zu welchem Thema der deutsche Spezialist Vorlesungen f?r die regionalen Zahn?rzte halten k?nnte.
Mit zahlreichen Souvenirs, B?chern,  Andenken und Abzeichen wurde Doktor Ingo Warwas im Laufe dieses Treffens im Weltozean-Museum beschenkt, so dass ihm dieser ehrenvolle und herzliche Empfang noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

Anatolij PERSCHIKOW

Foto: Eduard MOLTSCHANOW

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 11. Mai 2010 um 20:45 Uhr