Startseite Geschichte UNSERE GEMEINSAME GESCHICHTE: GERDAUEN UND GRO?-WOHNSDORF
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UNSERE GEMEINSAME GESCHICHTE: GERDAUEN UND GRO?-WOHNSDORF Drucken E-Mail

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Schloss Gerdauen, (Zhelesnodorozhnyj Siedlung, Prawdinskij Bezirk)

Die Gr?ndung des Schlosses Gerdauen wird auf  das Jahr 1310 datiert. Gebaut und kirchlich eingeweiht wurde das Steinschloss im Jahre 1325. Im Laufe der vielen Kriege wurde es mehrere Male zerst?rt. Im Jahre 1872 wurde das Schlossgeb?ude komplett abgerissen und es entstand ?ber den Schlosskellern ein wundersch?ner Palast. Doch auch er teilte das Schicksal seines Vorg?ngers: nach dem II. Weltkrieg wurde das Bauwerk bis auf das  Fundament zerst?rt. Die Ruinen des Schlosses Gerdauen liegen auf einem H?gel und sind von einer  drei Meter hohen, mit dekorativen Schie?scharten versehenen Wehrmauer umgeben, die sich bis heute gut erhalten hat. Von der Hofseite des Schlosses ist die Mauer mit einer kaum sichtbaren Arkade verziert.
Der Weg zum Schlossh?gel f?hrt durch einen gut erhaltenen Einfahrts-Komplex mit drei dekorativen T?rmchen.
Die ?brig gebliebenen Ruinen waren einmal der n?rdliche Fl?gel des Orden-Schlossses Gerdauen (erbaut in der Mitte des XIV. Jahrhunderts) und stellten eine typische Bauweise der norddeutschen Ziegel-Gotik dar. Bis in die heutige Zeit blieben davon jedoch nur die Au?enw?nde erhalten.
Zu Beginn der 90er Jahre des XX. Jahrhunderts wurde versucht, das Architektur-Denkmal zu einem Restaurant umzubauen, doch die misslungenen Bauarbeiten wurden  letztendlich gestoppt und die neu gebauten Aufstockungen wieder demontiert.
Im Rahmen des internationalen Projektes „Das Schlosserbe Baltikum – Wiederaufbau und Inbetriebnahme von Objekten“ wurde eine Reihe von Revitalisierungsma?nahmen f?r das Schloss Gerdauen vorbereitet. Als erstes muss man das Schlossgel?nde vom wilden Bewuchs und den unn?tigen Erdaufsch?ttungen befreien. Es m?ssen alle Objekte aufgedeckt werden, f?r die eine Konservierung und sp?tere Museumierung in Frage kommt (Ruinen und Keller der Vorburg, das Hauptgeb?ude des Schlosses und der unterirdische Gang). M?glicherweise wird im wieder aufgebauten Schloss eine Kutschen-Ausstellung des Museums und ein Hotel untergebracht werden, in dessen Kellerr?umen ein Bierrestaurant mit einem mittelalterlichen Ambiente die G?ste anlocken wird.
Das Schlossterritorium kann auch als Museum unter freiem Himmel genutzt werden, z.B. f?r Rekonstruktionen von historischen Festen und auch f?r Festivals. Es ist dabei unbedingt notwendig, auch das anliegende Territorium mit dem See und dem Park zu kultivieren und bestm?glich zu pflegen.
Als zweites soll eine umfangreiche  Restaurierung des ganzen historischen Zentrums  erfolgen. Das betrifft zun?chst die Siedlung Zhelesnodorozhnyj mit M?hle, Kirche und  den  Wohnh?usern aus dem XVII. und dem Beginn des XX. Jahrhunderts. Der Ausbau der kompletten Dienstleistungs-Infrastruktur w?re als n?chster Komplex zu erw?hnen: Hotels, Caf?s, Souvenirl?den und dergleichen mehr.  Auf eine Wiederbelebung wartet auch die zur Zeit im Dornr??chenschlaf liegende   „Kinderhof“-Brauerei.
Nachdem alle diese Ma?nahmen zum Wiederaufbau des Schlosses und zur  Fertigstellung seiner Umgebung durchgef?hrt worden sind, wird die Siedlung Zhelesnodorozhnyj als einziger Wohnort in der Region mit einer mittelalterlichen Bebauung bestimmt das Interesse zahlreicher Touristen finden.

Schloss Gro?-Wohnsdorf (Kurortnoe Siedlung, Prawdinskij Bezirk)

Gro?-Wohnsdorf wurde am Ort der  preu?ischen Festung Kapostete gebaut. Im XIX. Jahrhundert wurden w?hrend der Restaurierungsarbeiten einer Wand des ?bertor-Turmes eingemauerte Dokumente entdeckt, denen zufolge dieses Steinschloss im Jahre 1356 errichtet wurde. Nach dem 13j?hrigen Krieg bezahlte der in Mittellosigkeit geratene Orden seine S?ldner mit Schl?sser und Gutsh?fen. So wechselte Gro?-Wohndorf seit dem Jahre 1468 mehrmals seine Besitzer. Von 1702 bis 1945 befand es sich im Besitz der Familie Schr?tter. In der nachfolgenden Zeit zerfiel der im Jahre 1945 noch gut erhaltene Turm des ?bertores infolge fehlender Pflege.
Gegenw?rtig sind vom Gro?-Wohndorf-Schloss nur die Ruinen des 15 Meter hohen Turmes, Bruchst?cke der Schlossw?nde und der Wehrwall ?brig geblieben. Das gesamte Schlossgel?nde ist verwuchert mit B?umen und Str?uchern. Der Vorburg-Park befindet sich in einem stark vernachl?ssigten Zustand. Dennoch  stellt das ereignisreiche Schloss und seine Umgebung einen gro?en historischen Wert dar.
F?r den Wiederaufbau dieses einzigartigen Denkmals sind private Initiativen gefragt, die in  erster Linie mit einer aktiven wirtschaftlichen T?tigkeit vorwiegend im  Landtourismus-Sektor verbunden sein werden. Der restaurierte Schloss-Komplex wird wunderbar mit der umgebenden Dorflandschaft harmonieren. Das umso mehr, weil er sich an einem  wundersch?nen Ort befindet und dadurch ein gutes Potential hat, zu einem interessanten touristischen Objekt zu werden. Da die Ruinen am Flussufer liegen, k?nnte man  nach der entsprechenden Restaurierung und dem Ausbau der Infrastruktur diesen Ort in den Fahrplan der touristischen Binnenschifffahrt einbinden.


Entnommen aus Unterlagen der Regionalen Entwicklungsagentur

 

Kommentare 

 
0 #1 Bernd Poller 2010-09-28 20:56 Ja, die Stadt koennte wie eine mittelalterlich e deutsche Stadt nach ihrem Wiederaufbau aussehehen!
Allerdings koennen auslaendische Touristen dorthin nicht reisen wegen der Grenzzonenregel ung!
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