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Soll das K?nigsberger Schloss in Kaliningrad wieder aufgebaut werden? Diese Frage kann schon bald beantwortet werden. Der Beginn des internationalen Wettbewerbs zur Erarbeitung eines st?dtebaulichen Konzepts f?r die Entwicklung des historischen Teils der Stadt ist f?r April 2010 geplant. Dem Pressedienst der Administration des Kaliningrader Gebiets zufolge, werde der Wettbewerb vom Komitee f?r Architektur und St?dtebau der Stadtverwaltung und dem privaten Unternehmen „Starij Gorod“ GmbH organisiert. Der bevorstehende Wettbewerb wird das zuk?nftige architektonische "Gesicht" des gro?en und f?r die Stadt mit jahrhundertelanger Geschichte wichtigen Gebietes bestimmen. Das beinhaltet den Schlossberg und seine Umgebung und auch die ehemalige Altstadt bis zum Ufer des Pregels. Heute ist dieses ehemalige Herz von K?nigsberg ein weites freies Gel?nde, das zum Teil durch das Monster „R?tehaus der Sowjets“ und durch die B?ume am Fluss begrenzt ist. Es bleibt zu erraten, ob es im Siegerprojekt die Wiederbelebung des K?nigsberger Schlosses an seinem historischen Platz geben wird. Das ist wahrscheinlich die Hauptfrage des Wettbewerbs. Zumindest passt das Schloss konzeptionell in die vom Generalplan vorgesehene Wiedererrichtung des historischen Kern der Stadt – einerseits als Platz f?r Freizeitaktivit?ten und andererseits als Mittelpunkt des Gesch?ftslebens. Allerdings berichteten wir schon ?ber die hitzigen Debatten zu diesem Thema. Zur Diskussion stehen zwei Fragen. Die erste ist die ?ffentliche Frage, ob sich die Wiederherstellung ?berhaupt lohnt und die zweite ist die Professionelle nach dem Wie des Wiederaufbaues. Das Komitee f?r Architektur und St?dtebau der Stadtverwaltung hat bereits angefangen, Informationen und Vorschl?ge zur m?glichen zuk?nftigen Nutzung des Schlosses zu sammeln. Im Namen des Vorsitzenden des Komitees, des stellvertretenden Leiters der Kaliningrader Verwaltung, Pawel Sarkisov, wurden Briefe an mehrere Adressen von staatlichen und kommunalen Einrichtungen, an ?ffentliche Organisationen, kreative Gesellschaften, Bildungseinrichtungen, kulturelle Einrichtungen und an verschiedene Unternehmensgruppen gesendet. Diese Briefe enthielten auch eine ungef?hre Liste von fast zwanzig Nutzungsm?glichkeiten f?r Beh?rden bis Parteizentralen und Kartenverkaufszentren. Die Einwohner der Stadt wurden mit den Diskussionen zu diesem Thema bekannt gemacht. Dieses wurde vom regionalen Parlament w?hrend der Sitzung des st?ndigen Komitees der regionalen Duma f?r die Sozialpolitik, Gesundheitswesen, Bildung, Kultur und Sport er?rtert. Dabei gab es am?sante Bemerkungen ?ber den politischen Hintergrund der Sache, weil es so dargestellt wird, als ob die regionalen Abgeordneten ganz klar f?r den Wiederaufbau des Schlosses seien und sich jetzt nur noch um seinen funktionale Zweckbestimmungen sorgen. Bei derartig l?cherlichen Diskussionen kann jedoch keine konkrete und objektive Zusammenfassung der Diskussionen gelingen. Zu all dem gibt es eine einfache Antwort: Der formale Beschluss ?ber den Wiederaufbau des K?nigsberger Schlosses ist noch nicht getroffen, was soviel bedeutet, dass die Diskussionen ?ber seine Zukunft noch verfr?ht sind. Doch die st?dtischen Beh?rden in Kaliningrad erwarten konstruktive Informationen als Ergebnis der Gutachten. Wie der Hauptarchitekt der Stadt, Igor Lee sagte, muss der bevorstehende Wettbewerb auch Angaben ?ber die Zweckbestimmung der neuen Geb?ude enthalten. Das sind Standardanforderungen f?r einen Entwurf. Hier muss man verstehen, dass die Form der Nutzung des Denkmals mit einer solch historischen und kulturellen Bedeutung nicht spontan, durch Zufall oder nach Wunsch der technischen Nutzer des Geb?udes festgelegt werden kann. Es sei auch darauf hingewiesen, dass der Gewinner des Wettbewerbs nicht nur selbst der Verfasser des Entwurfs sein wird, sondern auch seine Beziehung als Person zum K?nigsberger Schloss von Bedeutung ist: ob es wieder auf dem Berg stehen wird oder nur auf alten Bildern zu sehen bleibt. Oleg PAWLOW
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