Array
Von links nach rechts Herr Karl Fischer (der Kurator der Europaischen Stiftung fur Bildung der RahnDittrich Group),
Herr Kaspar Kaiser (Leiter des Gymnasiums), Frau Kirsten Pfeiffer (die Projektleiterin fur Hotelmanagement).
Gestern herrschte im Deutsch-Russischen Haus Fruhlingsatmosphare — es war warm und belebt: aufgeregte Eltern, Lehrer der Fremdsprachen, neugierige Studenten und schuchterne Schuler warteten gebannt auf die Prasentation der Internationalen Schule aus Neuzelle, die sich nicht weit von Berlin befindet. Die Schule wird von der Schulgesellschaft, der RahnDittrich Group aus Leipzig gefuhrt. Dieser Schultrager hat Schulen und Agenturen in vielen Landern — von Polen bis Sudafrika.
Das Licht wurde gedampft, und die Zuschauer lauschten dem feinen Klavierspiel von Artur, einem der Schuler des Gymnasiums in Neuzelle, der ursprunglich in Kaliningrad in die 12. Schule gegangen ist. Schon jetzt mochte ich bemerken, dass die musikalischen Pausen die Prasentationen gut erganzten, die der Kurator der Europaischen Stiftung fur Bildung der RahnDittrich Group , Herr Karl Fisher, der Leiter des Gymnasiums, Herr Kaspar Kaiser und die Projektleiterin fur Hotelmanagement, Frau Kirsten Pfeiffer durchgefuhrt haben. Zwischendurch wurden die Zuhorer durch das wunderbare Saxophon -Trio des Gymnasiums aus Neuzelle mit den Schulerinnen Meta und Yvette aus der 9.Klasse und dem Schuler Johannes aus der 10. Klasse erfreut.
Das Gymnasium im Stift Neuzelle befindet sich im Gebaude des ehemaligen Klosters Neuzelle im ostlichsten Punkt Deutschlands, an der Grenze mit Polen. Solche gunstige geographische Lage ermoglicht und erleichtert viele Kontakte mit polnischen Institutionen und Schulen auf dem Territorium Polens. Im Gymnasium lernen 450 Schuler im Alter von 12 bis zu 20 Jahren. Es ist international aufgestellt, da es nicht nur deutsche Schuler, sondern auch die Kinder von neun Nationen hat. Nicht zuletzt deshalb wird die besondere Aufmerksamkeit dem Lernen der Fremdsprachen zugeteilt — Englisch als Hauptfremdsprache und zur Wahl als zweite Fremdsprache stehen: Russisch, Polnisch, Spanisch und Franzosisch.
Array
Die Vertreter der Europaischen Stiftung fur Bildung der RahnDittrich Group mit ihren Freunden und Partnern – Leh-
rern der Kaliningrader Schule №12.
Auch kann man im Gymnasium das Abitur bekommen, das hei?t, das Reifezeugnis des deutschen Schulwesens, das das Recht gibt, in allen Hochschulen Deutschlands und der Europaischen Union zu studieren. Neben dem eigentlichen Unterricht werden viele Arbeitsgemeinschaften im Gymnasium gewahrt, zum Beispiel, in der Computerabteilung, im Sport, in der musikalischen Abteilung und im Kunstlerischen. Das padagogische Hauptziel der internationalen Schule ist es, die Schuler zu guten schulischen Leistungen und auch zu Toleranz, Geduld und Freundlichkeit zu erziehen.
Auf die Frage, wo die Schuler des Gymnasiums wohnen wird eine interessante Antwort gegeben: beim Gymnasium gibt es das Wohnheim, einschlie?lich Aufenthalt, Ernahrung, Sport und Musik, in dem bisher ca. 50 Schuler wohnen, die anderen Schuler kommen aus den Orten der Umgebung.
Das Lernen in der Schule kostet 102 Euro pro Monat und der Aufenthalt im Internat — 1100 Euro. Fur sehr gute Schulerinnen und Schuler gibt es auch Stipendien.
Das Gymnasium Neuzelle ist fur die Kontakte mit den Schulen und Ausbildungsinstitutionen Kaliningrads interessiert. Einen festen Kontakt besteht schon mit der Schule Nr. 12 in Kaliningrad. Die Freundschaft mit der Schule №12 wurde fest und produktiv — die gegenseitigen Besuche und Fahrten der Schuler und gemeinsame Projekte werden seit vier Jahren durchgefuhrt.
In der Zukunft wird von den Vertretern der RahnDittrichGroup erwogen, gemeinsam mit dem Russisch-Deutschen Haus Sprachkurse durchzufuhren. Es wird auch nicht ausgeschlossen, spater, wenn sich ein guter Kontakt entwickelt hat und wenn es den Anklang bei den Bewohnern Kaliningrads findet, auch eine internationale Schule in unserer Stadt zu grunden.
Au?er dem internationalen Gymnasium in Neuzelle wurde ebenso die Prasentation der Schule des Hotelmanagements in Leipzig durchgefuhrt. Frau Pfeiffer als kompetente Spezialistin, die ihre Arbeit mag und als Vertreterin der Businnessschule hat uber Bedingungen und Disziplinen erzahlt, die die Studenten studieren. Genauso wie im Gymnasium Neuzelle, haben die Fremdsprachen eine wichtige Bedeutung, besonders Franzosisch, als Sprache der Gastronomie und der Sphare der Bedienung.
Besondere Aufmerksamkeit wird solchen Disziplinen zugeteilt, wie Organisation und Wirtschaft der Produktion, Management und Projektmanagement, Marketing, Technologie der Ernahrung u. a.
Das diesjahrige Studium startet am 22. August 2011. Die Gebuhr betragt 150 Euro pro Monat.
Nach dem Studium des Hotelmanagements offnen sich fur die Absolventen gute Perspektiven, zum Beispiel, die Arbeit im mittleren Management eines Hotels oder spater ggf. sogar Leiter des Hotels. Es gibt in der Hotelbranche und in der Gastronomie immer guter Berufsperspektiven; denn, wie Frau Pfeifer bemerkt hat, „gegessen, getrunken und gereist wird immer und in Zukunft immer mehr“.
Um die Ausbildung fortzusetzen und Praktikum zu machen, konnen sich die Studenten bei der Internationale Akademie des Hotelmanagments in Dubai immatrikulieren, wo sich die ganze Welt offnet! Die Studenten konnen dort und wahrscheinlich bald auch an anderen Orten einen akademischen Abschluss erwerben.
Im Namen der Redaktion der Zeitung «Konigsberger Allgemeine» mochte ich den Vertretern des Gymnasiums Neuzelle und Businnessschule in Leipzig fur die ergreifende Prasentation herzlich danken, und den Schulern und Schulerinnen des Gymnasiums fur die musikalische Begleitung. Wir wunschen Ihnen viel Erfolg in allen Ihren Unternehmen und wir werden froh sein, mit Ihnen zusammenzuarbeiten!
Array
|
|
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 14. April 2011 um 22:45 Uhr |
|
Array
Dmitrij Zabolotnyj hat den n?chsten Sieg in den K?mpfen ohne Regeln erreicht Wenn der Athleten, die in den sportlichen Einzelk?mpfen auftreten, mit den Gladiatoren vergleichen ist es nat?rlich ?bertrieben. Nicht, nur weil sie nicht um das Leben, sondern um sportliche oder Finanzergebnisse k?mpfen, sondern auch, weil die Duelle nach den stark reglementierten Regeln verlaufen, f?r die Abweichung von denen man disqualifiziert werden k?nnen. Und weil auf dem Ring die Teilnehmer gleichen Sportart (Boxen, Judo) auftreten, w?hrend dem realen Gladiator mit einem Schwert, andere Gegner, mit einem Speer, einer Axt, einem Netz oder einem Dreizahn also mit beliebigen Waffen entgegenstehen konnten. Man kann mit der Ausnahme die modernen Sportler – Gladiatoren nennen, so entsprechen diesem Titel die Teilnehmer MMA (Mixed Martial Arts). Man nennt die Sportart auch „K?mpfe ohne Regeln“ oder mix-fight. Als diese Art der Einzelk?mpfe nur erschienen ist, k?mpften auf dem Ring zum Beispiel Boxer gegen Judok?mpfer. Wie so auf die verbreitete Kinderfrage antwortend: «Wer gewinnt – der Elefant oder der Wal?». Aber jetzt wird man so was nicht mehr begegnen. Die K?mpfer der ММА haben sehr gute Vorbereitung in allen Arten der Einzelk?mpfe. Sie demonstrieren es den Zuschauer in voller Sch?nheit. Es gibt nur vier Beschr?nkungen: nicht bei?en, nicht gegen die Wirbels?ule zu schlagen, nicht an den Wangen ziehen, und nicht die Augen auszustechen. Es wirklich ein Kampf. Hart und sogar, wom?glich, grausam. Doch am meisten echt, real, und deshalb die riesige Zahl der Anh?nger in der ganzen Welt hat. Dabei bleibt es eine Show. Am 14. Juli ist in Sotschi, der Hauptstadt der zuk?nftigen Winterolympiade, die offene Europameisterschaft nach ММА verlaufen. Unter den Ehreng?sten – der Ministerpr?sident Russlands Wladimir Putin, der Hollywoodschauspieler, der Held der K?mpfer Jean-Claude Van Damm), der ber?hmte K?mpfer, der vielfache Meister in den „K?mpfen ohne Regeln“ Fjodor Emeljanenko. Viele haben den Kampf den Russen Dmitrij Zabolotnyj gegen Franzosen Serge Canario in den Kategorien bis zu 93 kg bewundert.. Nicht nur die Technik. Im dem Moment als der Schiedsrichter den Sieger erkl?rte und hob die Hand von Dmitrij, ist sein Gegner pl?tzlich umgefallen. Dmitrij Zabolotnyj – ist ein bekannter Sportler. Begann mit den Freistilk?mpfen. Dann waren Hand- und die universelle K?mpfe, den Kampfsambo (die Art des Kampfes). Gerade in dem Kampfsambo hat Dmitrij WM- und Russlandstiteln bekommen. Und er lebt in Kaliningrad. Beim Treffen haben wir das Gespr?ch mit dem Ereignis in Sotschi begonnen. – Dmitrij, was mit dem franz?sischen Sportler geschehen ist? – «Es war der verz?gerte Knockout». Solches findet statt. Er hat das Bewusstsein schon nach der Zeit nach der Unterbrechung des Kampfs verloren. – Der Sieg wurde leicht gegeben? – So schein es vielleicht von der Seite. Der Kampf dauerte nur 4 Minuten 50 Sekunden, eine Runde aus drei M?glichen. Aber ich bereitete mich doch sorgf?ltig vor, studierte den Gegner, suchte seine schwachen Seiten. Hat ihm die Taktik aufgedr?ngt, die jener nichts, entgegensetzen konnte. – Vielleicht war es der schwache Gegner? – Auf solchem Niveau schwach gibt es nicht. Canario – der Weltmeister im „Pankrat“ – franz?sischeArt der Einzelk?mpfe. – Und wie Sie zu solcher Art des Profisports, wie die „K?mpfe ohne Regeln“ gekommen sind? – Schon in der Kindheit gefiel mir sehr die Show mit den K?mpfern, das im Fernsehen zeigten. Aber in Russland gab es damals solche Wettbewerbe nicht. Ich fing an, sich mit dem Freistilk?mpfen zu besch?ftigen. Sp?ter, als iich in der Armee war, musste ich f?r den Armeeklub in den Handkampfwettbewerben auftreten. Danach bin ich in den Kampfsambo eingestiegen und habe sehr viel erreicht. Zu dieser Zeit fing auch in Russland die MMA popul?r zu sein. Und ich habe mich entschlossen, in dieser neuen Art mich zu versuchen. – Inwiefern ist dieser Sport jetzt in Russland verbreitet? – Russland ist noch am Anfang des Weges. Besonders wenn man mit den USA vergleicht, wo die K?mpfe ohne Regeln nach der Popularit?t das Boxen schon ?bertroffen haben. Dort ist das System des Trainings schon l?ngst aufgebaut, es gibt sogar die studentischen Ligen. Hinter den globalen Meisterschaften steht das gro?e Geld, bei den Sportlern die gro?en Honorare, die tausendfachen S?le und teuere Karten, die geb?hrenpflichtigen Teletranslationen. Aber wir arbeiten dran, das Niveau w?chst. Man hat Tr?ume und Ziele! – Wollen Sie ein gro?er Meister werden? – Man muss verstehen, dass die gro?en Ergebnisse in unserem Profisport erreicht, wenn das gro?e Geld kommt. Die Vorbereitung dauert f?r einen Kampf dauert schon mehrere Monate. Es ist die Dauerbesch?ftigungen nicht mit einem, sondern mit mehreren Trainern, verschiedenen Arten der Einzelk?mpfe. Die spezielle Di?t. Es sind die starken Promoter n?tig, Sponsoren. Es sind die qualifizierten Trainer und die Turnhallen n?tig. ?berhaupt, es ist die gro?e organisatorische Arbeit n?tig. Und das alles muss nicht der Sportler machen, seine Sache ist trainieren und gewinnen. Es ist w?nschenswert, dass unser Sport in Russland ernsthaft beachtet wird. Weil es gibt viele gute, perspektive K?mpfer. Sie sind bereit zu arbeiten. Es gibt das Skelett, um das aller wachsen kann. Und dann kommen die gro?en Meister.
Igor KOWALJOW
|
|
Array
Eines der ber?hmtesten Orchester der Welt, die Wiener Philharmoniker, wird w?hrend seiner Baltikum-Tournee in Kaliningrad ein ganz besonderes Konzert geben.
Das Linienschiff mit den Wiener Philharmonikern und 1970 Fans aus allen Kontinenten wird am 7. Juli den Kieler Hafen verlassen mit Kurs auf die St?dte Sankt Petersburg – Tallinn – Helsinki – Stockholm - Klaipeda und am 17. Juli wieder nach Kiel zur?ckkehren. In allen diesen St?dten, zus?tzlich auch in Kaliningrad, werden gro?e Konzerte gegeben. Das Kaliningrader Konzert findet am 15. Juli statt. Um zu diesem Konzert in Kaliningrad zu kommen, haben sich die Musiker und alle Fans auf ein richtig echtes Abenteuer zu Lande eingestellt. Wegen der Gr??e des Linienschiffes ist n?mlich der Seeweg nach Kaliningrad ausgeschlossen, denn solch ein Liner w?rde den Kaliningrader Hafen m?helos „auseinander dr?cken“. Also muss der Liner im litauischen Klaipeda verbleiben, w?hrend das Orchester und die Fans in einem Konvoi von 40 Bussen ?ber die Kurische Nehrung nach Kaliningrad gebracht werden. Das bedeutet nat?rlich ein Passieren der litauisch-russischen Grenze. Alle wissen das. Aber jeder vertraut den Organisatoren dieser Tournee „Das Meer und die Musik“, die einen maximalen Komfort zugesichert haben. Ob nun dieser Landweg ?ber die litauisch-russische Grenze mit einem echten Schlagbaum, Grenzsoldaten und Zollbeamten ein interessantes bzw. abenteuerliches Erlebnis sein wird oder eher eine belastende Reise sein k?nnte, wird sich zeigen. K?nnten die Wiener Philharmoniker auf den Kaliningrader Auftritt verzichten? – M?glicherweise. Doch dann w?rde dieser Baltikum-Tournee das Herzst?ck genommen. In diesem Zusammenhang erinnerte Michael Springer als Gesch?ftsf?hrer der ?sterreichischen Reisegesellschaft an den Gr?nder des Wiener Philharmoniker Orchesters, an den am 9. Juni 1810 in K?nigsberg geborenen Komponisten und Dirigenten Otto Nikolai. Aus Anla? seines 200. Geburtstages wird dieses Konzert ihm zu Ehren in seiner Heimatstadt erklingen. Diesem besonderen Anla? haben die Musiker alles Pers?nliche untergeordnet; sogar den gro?z?gigen Verzicht auf ihren geplanten Urlaub. „Das Kaliningrader Gastspiel wird der H?hepunkt unserer Tournee durch das Baltikum sein“, sagte Alexander Steinberger vom Vorstand des Kunstrates der Wiener Philharmoniker und f?gte hinzu: „Hier in Kaliningrad werden wir unsere allerbesten St?cke spielen.“ Das erkl?rt, warum die Ouvert?re zu Nikolais Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“ und das III. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven zu den auserw?hlten Werken f?r den Auftritt in Kaliningrad geh?ren. Letzteres wurde im Jahre 1842, dem Gr?ndungsjahr des Wiener Orchesters, unter der Leitung von O. Nikolai gespielt. Die hohe Bedeutung, die dem Kaliningrader Gastspiel in der voran gegangenen Konferenz beigemessen wurde, kommt in der Mitwirkung von drei Touristik-Gesellschaften zum Ausdruck; einer ?sterreichischen, einer litauischen und einer russischen Firma. Das spricht f?r die technische Komplexit?t des Projektes, wie es ?bereinstimmend Michael Springer als Gesch?ftsf?hrer der ?sterreichischen Reisegesellschaft und der Kulturminister des Kaliningrader Gebietes, Michail Andreew, zum Ausdruck brachten. F?r die Kaliningrader insbesondere sieht der Minister in diesem gemeinsamen Projekt eine einmalige Chance f?r ein Musikerlebnis in au?ergew?hnlichen Akkorden, das f?r jeden Zuh?rer einen hohen musikalischen Kunstgenuss garantieren wird. W?rtlich sagte der Minister: „Dank solchen gemeinsamen Projekten k?nnen die Gebietsbewohner am besten die europ?ische Kultur kennenlernen“. Es kommen jedes Jahr neue einzigartige Projekte hinzu. Den Wiener Philharmonikern in Kaliningrad zuzuh?ren, das ist aber ein ganz besonderes Gl?ck und zugleich eine Fortsetzung der angestrebten Entwicklung von einem Kultur- und Ereignistourismus. Das Konzert findet im Sportpalast „Jantarnyj“ (dt. „Bernsteinhalle“) statt, dem stadtgr??ten Saal mit siebentausend Pl?tzen. Bei der Vorbereitung dieses Konzertes wurde das Augenmerk darauf gerichtet, nicht nur den Kaliningradern den Besuch zu erm?glichen, sondern auch den Regionsbewohnern. Die Eintrittskarten werden f?r russische Verh?ltnisse zu ganz normalen Preisen angeboten: zwischen 600 und 1200 Rubel (etwa 15 bis 30 Euro). Laut der Konferenz-Mitteilung wurden auch an den russischen Pr?sidenten D. Medwedew und an den Premierminister W. Putin Einladungen abgeschickt.
Igor KOWALJOW
|
|
Array
Falls Sie, lieber Leser, w?hrend Ihres Aufenthaltes in Kaliningrad einmal Lust auf einen Bummel durch verschwundene K?nigsberger Strassen bekommen, m?ssen Sie sich unbedingt ins „Friedl?nder-Tor-Museum“ begeben, zum Startpunkt einer zwar nicht so gro?en, doch effektvoll funktionierenden, ?rtlichen „Zeitmaschine“. „Ich versp?rte immer einen unwiderstehlichen Wunsch, wenigstens auch nur f?r einen Augenblick im alten K?nigsberg aufzutauchen, auf seinen Strassen zu bummeln, seine Ger?che einzuatmen, den Herzschlag dieser Stadt zu sp?ren… Das sind Tr?ume, die sich niemals erf?llen k?nnen. Darin war ich mir sicher. Doch die Kaliningrader schafften ein Wunder – und meine Tr?ume wurden wahr! Herzlichen Dank!“ Wir zitierten eine Eintragung aus dem G?stebuch des Museums, die stellvertrend f?r zahlreiche andere ist. Das kleine Museum verwirklichte eine gro?e „technologische Revolution“. Mit Hilfe von Multimedien entstand aus einer Auswahl alter Fotos und Dokumentarfilme die Exposition „Virtuelle K?nigsberg-Spazierg?nge“. Der Saal, in dem die Exposition vorgef?hrt wird, ist eine der ehemaligen Durchfahrten des Friedl?nder Tores. Hier ist nicht nur ein steinerner Fahrdamm mit B?rgersteigen erhalten geblieben, sondern auch W?nde aus rotem Backstein. Museumsschr?nke sind zu gl?sernen Schaufenstern K?nigsberger Cafe?s geworden, zu Gesch?ften und Werkst?tten, welche auf die Stra?e blicken und eine Einsicht erlauben. Der Stadtbummel beginnt mit der „?ffnung“ des zugebauten Durchganges und l?sst die Besucher von der „Torstrasse“ auf einen Platz hinaus. Wir gehen immer weiter, erst zum Pregel, dann zum Kneiphof, die Laak und die Vorstadt entlang. Stadtlandschaften wechseln sich ab, welche unwiederbringlich f?r immer aus der Realit?t, jedoch nicht aus den Erinnerungen der ehemaligen Bewohner K?nigsbergs verschwunden sind. Und zu den Bildern erklingt wirklichkeitsgetreu die Alltagsmelodie der ehrw?rdigen Pregelmetropole: Autos hoppeln ?bers Kopfsteinpflaster, hupen sich ihren Weg frei, dazwischen immer wieder das Bimmeln und Quietschen von Stra?enbahnen, dann traben auch mal Pferdehufe gem?chlich ?ber das Pflaster, auch das Kreischen der M?wen h?ren wir. Und immer wieder dringt Stimmengewirr an unser Ohr, Kinderlachen, Rufe von Hafenarbeitern – alles in bunter Reihenfolge. Dann trompetet ein Ton in das Stimmengewirr, auch diese kr?ftige Stimme eines pregelaufw?rts fahrenden Dampfers kennen wir. Und kurz darauf h?ren wir das typische Ger?usch, das aus den Auspuffrohren am Schornstein kommt, wenn die Maschinen st?rker anziehen. Es besteht kein Zweifel, wir sind wieder im alten K?nigsberg. Die Schaffung eines solchen virtuellen Erlebnisses vom pulsierenden Alltag in K?nigsberg ist dem „Friedl?nder-Tor-Museums“ im Rahmen des IV. Russlandweiten Wettbewerbs „Das wandelnde Museum in der wandelnden Welt“ gut gelungen. Das war 2007 das erste Mal, dass ein Kaliningrader Museum einen Preis in so einem prestigetr?chtigen und professionellen Wettbewerb gewinnt, an dem unter anderen auch die Tretjakowskis Galerie teilnahm. Die Museumsdirektorin Swetlana Sokolowa erz?hlt, dass damals keiner daran geglaubt hat, dass ein vor kurzem erst er?ffnetes kleines Stadtmuseum auf gleicher Augenh?he mit gro?en Museen wetteifern kann. Der fr?here B?rgermeister Kaliningrads und damalige Chef von Swetlana, Jurij Sawenko, hat sogar sein Monatsgehalt darauf gewettet, dass so etwas niemals funktionieren wird. – Es hat funktioniert! So hat eben ein B?rgermeister nicht mit Budgetmitteln, sondern mit Geld aus seinem eigenen Portemonnaie das Projekt unterst?tzt. Episoden solcher Art passieren nicht alle Tage. W?nschenswert w?re es schon. Im Museum gibt es Sachen, ?ber die man staunt und Sachen, in denen man etwas Bekanntes entdeckt. So stie?en wir beispielsweise auf ein Poster mit der Kopie einer Titelseite von der damaligen „K?nigsberger Allgemeinen Zeitung“. Auch dieses Bild geh?rt zu den Ausstellungsst?cken des Museums. Als seine Mission bezeichnet das Friedl?nder-Tor-Museum die „Bew?ltigung der Vergangenheit und den Wiederaufbau eines einheitlichen Stadtbildes“. Und dieses Stadtbild soll nicht nur streng von Bauten und Denkmalen gepr?gt sein, sondern vielmehr auch an die Lebensweise der damaligen und der heute hier lebenden Menschen erinnern. Einen aufregend und mitrei?end dargestellten Teil von K?nigsberg gibt es inzwischen schon. Und Swetlana Sokolowa hat schon Pl?ne zur Realisierung des zweiten Teils, des Kaliningrader Teils in ihrem Kopf; ebenfalls mit eigenartigen Ideen und aussagekr?ftiger Gestaltung. Swetlana Sokolowa kann sich gut vorstellen, dass man in einem Plattenbau aus den sechziger oder siebziger Jahren die Wohnungseinrichtung von Kaliningradern aus den verschiedenen Epochen nachgestalten k?nnte. Sehr interessant ist auch ein weiteres Multimedia-Projekt, das sich „Die m?ndliche Geschichte K?nigsbergs“ nennt. Das soll eine Sammlung verschiedener Video- und Audioaufnahmen von Stadtbewohnern werden, in denen sie sich an ihr Leben vor und nach dem zweiten Weltkrieg erinnern. Es wird kompliziert sein, dieses Vorhaben zu verwirklichen. „Dazu werden wir eine professionelle technische Ausr?stung brauchen und unseren Arbeitsplatz sicherlich auch f?r einen l?ngeren Zeitraum nach Deutschland verlegen m?ssen,“ meinte Swetlana Sokolowa. Leider haben die Antr?ge auf einen Zuschu? bei einigen gro?en deutschen und russischen Fonds keinen Erfolg gehabt. Auf Mittel aus dem Kaliningrader Budget kann ein Museum in dieser Krisenzeit nicht hoffen. So ist es schon ein Trostpflaster, wenn die Finanzierung der schon laufenden Arbeiten und der zwingend notwendigen Reparaturen ?bernommen wird. Doch Swetlana ist dennoch optimistisch. Wo ein Wille ist, findet sich immer ein Weg. Das ist ihre Maxime. Sie hat Recht. Optimistische Menschen sind erfolgreicher. Also bewahrt sie Ihre Hoffnung und ist zuversichtlich, dass Mittel eines Tages da sein werden, damit die „K?nigsberger Spazierg?nge“ durch viele pers?nliche Berichte ehemaliger Bewohner nicht nur erg?nzt, sondern auch bereichert werden k?nnen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem Wort „Bereicherung“. Und das ist begr?ndet, wenn n?mlich aus diesen jetzt noch „virtuellen Fremdenf?hrern“ k?nftig lebendige Zeugnisse werden, die diese Stadt zur Legende machen.
MARINA BELOWA
|
|
Array
Kaliningrad, Rybnaja Derewnja (deut. Fischersdorf), der Leuchtturm: Im Geb?ude des Leuchtturms wird die Ausstellungshalle der historischen Rekonstruktion vorbereitet, die sp?ter zu einer festen Exposition des Museums geh?ren wird. Dort kann man die Ausstellungsgegenst?nde, die von den Mitgliedern des Klubs der Historischen Rekonstruktion gemacht wurden, nicht nur ansehen, sondern auch in der Hand halten. Die Ausstellung wird einen Ausr?stungssatz und die Kleidung des teutonischen Ritters pr?sentieren. Und am Eingang wird ein echter ausger?steter Ritter die Besucher empfangen und ihnen ?ber die Exposition erz?hlen. Aber die Hauptsache ist, dass die Museumsbesucher die mittelalterliche Ausr?stung anprobieren und sich zur Erinnerung fotografieren lassen k?nnen. Gussew (Gumbinnen):
Die Klubs der historischen Rekonstruktion aus Zelenogradsk, Sowjetsk, Gussew und Kaliningrad haben sich vereinigt, um in dem Iwanow-Museum der Geschichte und Heimatkunde einen Rittersaal vorzubereiten. Dieser wird die Geschichte des Teutonischen Ordens repr?sentieren. Alle Exponate, und zwar der volle Ausr?stungssatz sowie die Kleidungsst?cke eines Ritters und eines Armbrustinfanteristen, wurden von den Klubmitgliedern angefertigt. Die Besucher werden die M?glichkeit bekommen, die Ritterr?stung anzuziehen und sich fotografieren zu lassen, sowie mit einem echten mittelalterlichen Bogen zu schie?en. Man kann sogar alle Ausstellungsgegenst?nde mit der Hand ber?hren. Es ist m?glich, dass diese Ausstellung zu einer festen Exposition des Museums umgewandelt wird. Foto: Irina KLYUCHEVSKAJA Фото: Ирина КЛЮЧЕВСКАЯ
|
|
Array
Im Kaliningrader Museum f?r Geschichte und Kunst wurde ein altert?mlicher Schatz pr?sentiert. Er beinhaltet zw?lf preu?ische und skandinavische Schmuckst?cke, die auf das sechste bis vierte Jahrhundert vor Christus datiert wurden. Die Armb?nder aus Bronze, geflochtener Halsschmuck und eine Brosche mit einer spiralf?rmigen Spitze wurden im Baltischen Wald (Stadtkreis Swet- lowskij, ehemals Forstbezirk Kobbelbude) gefunden. Das ist der erste derartige Fund in der Nachkriegsarch?ologie des Kaliningrader Gebiets. Leider waren es keine Spezialisten, die den Schatz gehoben haben, sondern so genannte „schwarze Gr?ber“*. Nur ein gl?cklicher Zufall sorgte daf?r, dass Kaliningrader Arch?ologen davon erfuhren und die Kollektion retten konnten. Konstantin Skworzow, leitender wissenschaftlicher Mitarbeiter der arch?ologischen Abteilung hat den Schmuck restauriert und ihn dem Museumsfundus ?bergeben. Im Laufe des Monats kann er nun von allen Kaliningradern und G?sten der Stadt im Museumssaal „Arch?ologie. Die Altert?mer der Bernsteinregion“ bestaunt werden. Der Schatz hat eine gro?e wissenschaftliche Bedeutung und erlaubt eine Neubewertung der historischen Prozesse, die sich auf dem Gebiet der Preu?en im genannten Zeitraum abgespielt haben. Die Arch?ologen sind der Meinung, dass der Fund einen Beleg f?r Kontakte zwischen den Bewohnern der Halbinsel um das heutige Kaliningrad und s?dlicher skandinavischer Regionen bereits im sechsten bis vierten Jahrhundert vor Christus darstellt. Bemerkenswert ist, dass illegale Grabungen nicht nur f?r das Kaliningrader Gebiet sondern f?r alle L?nder Mitteleuropas ein ernsthaftes Problem darstellen. Von der L?sung dieses Problems h?ngt das Schicksal des arch?ologischen Erbes der gesamten Region ab. * Als „schwarze Gr?ber“ werden in Russland Menschen bezeichnet, die auf der Suche nach arch?ologischen Sch?tzen illegale Grabungen durchf?hren.
Marija TEPLYSCHEWA Foto: Alexander LJYBIN
|
|
Zuletzt aktualisiert am Samstag, 16. Januar 2010 um 10:55 Uhr |
|
DAS KALININGRADER HISTORISCH-K?NSTLERISCHE KREISMUSEUM |
|
Array
Klinitscheskaja Stra?e, 21. Tel: +7-4012-453844, 453644 Die Ausstellung „Jahrhundert des Panzerhemdes“ (die R?stungen stammen aus dem 10.-13. Jh.) aus dem Museum der historischen Rekonstruktion der Stadt Susdal Auf der Ausstellung „Jahrhundert des Panzerhemdes“ sind 115 Exponate aus dem ersten russischen Museum der historischen Rekonstruktion ausgestellt. Es sind genaue Kopien von Ritterausr?stungen und Waffen, ein voller Satz einer Ausr?stung eines russischen K?mpfers sowie andere Milit?rgegenst?nde verschiedener V?lker zu Zeiten des Mittelalters. All diese Dinge sind nach den alten Technologien vom Meister des Zentrums f?r historische Rekonstruktionen “Wildenburg“ nachgestellt worden.
Die Ausstellung „Kant und seine Zeit“ Auf der Ausstellung werden die seltenen Gegenst?nde aus den Fonds des Museums der Stadt K?nigsberg (Stadt Duisburg, Deutschland) vorgestellt. Diese wurde auf Initiative seiner ehemaligen Bewohner geschaffen. In der Heimatstadt von Immanuel Kant wird das deutsche Museum einen gro?en Teil seiner Sammlung pr?sentieren. Die Exposition des Kaliningrader historisch-k?nstlerischen Museums behandelt das Thema „Immanuel Kant und Russland“. Das Museum RGU Namens „Kant“ hat f?r die Ausstellung f?nf Werke des gro?en Philosophen aus seiner Lebenszeit, seine B?ste und graphische Kunstst?cke zur Verf?gung gestellt.
|
|
Array
Wasilewskij Platz 1, +7-4012-46-15-63 Bis zum 30. September:die 3. Internationale Biennale der Verfasser-Erzeugnisse aus dem Bernstein „Altyr 2009“. Die Teilnehmer aus den L?ndern: ?sterreich, Deutschland, Italien, Lettland, Litauen, Polen, Russland, Japan. Bis zum 7. Oktober: „Bernstein - Vorratskammer“. Die Ausstellung der Juweliersektion des Sch?pferischen B?ndnisses der Maler Russlands, der Stadt Kaliningrad.
|
|
Zuletzt aktualisiert am Samstag, 05. September 2009 um 12:42 Uhr |
|
Array
B. Khmelnitskogo Stra?e, 61 А +7 4012 64 23 70 Am 6. September - die Er?ffnung des 6. Internationalen Festivals des Orgelspielers namens M.Tariverdiev Im Programm: der feierliche Akt, das monographische Konzertprogramm aus den Werken von Mikael Tariverdiev Opus post (Sechs Vokal-Zyklen, das Klaviertrio). Die Interpreten: Tatjana Kuindschi (Sopran), Pjotr Migunow (Bariton), Aleksej Goribol (Klavier), Alexander Trostjanskij (Geige), Boris Adrianow (Cello) – Moskau
Am 12. September - "BONJOUR MON COER". Das mittelalterliche Konzert Die Artisten des Chores "Romeo und Julia" des K?niglichen Dramaturgie - Theater (Stockholm, Schweden)
Am 26. September - "Walzer, Walzer, Walzer...". Das Konzert-Blasorchester der Kaliningrader Philharmonie.
|
|
Zuletzt aktualisiert am Samstag, 05. September 2009 um 11:41 Uhr |
|
Array
Dserzhinskogo Stra?e, 30 Tel.: +7- 4012-64-40-20 Ge?ffnet: t?glich 10.00 - 18.00
Dauerausstellungen: "Stadtfestung, Gartenstadt. Virtuelle Tour durch die Stra?en des alten K?nigsbergs" "Das K?nigsberg der ersten H?lfte des 20. Jhd."
|
|
Array
Geschichts- und Kulturzentrum «Gro?e Botschaft»Frunse Stra?e, 112, +7-4012-58-12-72 Ge?ffnet: Mittwoch – Sonntag von 11.00 bis 19.00 Uhr Geschlossen: Montag, Dienstag - Ausstellung «Bernsteinkaj?te» (einzigartige Bernsteinarbeiten und wertvolle Bernsteinexemplare aus aller Welt)
- Ausstellung «K?nigliche Ziegelsteine» (Ziegelsteine des im 20. Jh. verschwundenen K?nigsberger Schlosses mit Abdr?cken von Tierspuren, Schemata, r?tselhaften Abbildungen) - Ausstellung «Geschichte eines Schiffes» in Poterne (eine einzigartige M?glichkeit das unterirdische K?nigsberg zu entdecken und das Innere des Litauischen Walles aufzusuchen) - F?hrung «Gro?e Botschaft»
|
|
|