|
Array
In Kaliningrad wird eine der russischen f?deralen Universit?ten er?ffnet. Die Verordnung ?ber die Gr?ndung der Baltischen F?deralen Universit?t (BFU) wurde vom Pr?sidenten Dmitrij Medwedew am 13. Oktober unterschrieben. Die Basis f?r die neue Bildungseinrichtung wird von der Russischen Staatlichen Universit?t „Immanuel Kant“ gebildet. F?r die organisatorischen Veranstaltungen wurde eine Zeit von drei Monaten bestimmt. Das Programm f?r die Entwicklung der Baltischen F?deralen Universit?t soll im Laufe eines halben Jahres vollst?ndig vorbereitet und bewilligt werden. Es entspricht der g?ngigen Praxis der Gr?ndung von f?deralen Universit?ten, dass sich einige, bereits in der Region vorhandene Hochschulen und h?here Bildungseinrichtungen, zusammenschlie?en. Im Fall Kaliningrad ist von der Kaliningrader Staatlichen Technischen Universit?t und der Baltischen Staatlichen Akademie der Fischindustrie die Rede. Fr?her wurden solche Vereinigungen problemlos durchgef?hrt. Aber die Kaliningrader Situation wird dadurch erschwert, dass die oben genannten Bildungseinrichtungen nicht dem Ministerium f?r Bildung und Kultur Russlands, sondern der Agentur f?r Fischfang unterstehen. Und die Agentur erkl?rte ihrerseits durch ihren Leiter Andrej Krajnego, dass sie diese Bildungseinrichtungen, die eine sehr gro?e Rolle bei der Ausbildung von spezialisierten Fachkr?ften haben, nicht aus ihrem Einflussgebiet verlieren m?chten. Die regionalen Beh?rden der Stadt bestanden mehrere Jahre auf die Gr?ndung der F?deralen Universit?t. Sie machten die Regierung auf die besondere Lage der Region und auf seinen Pilotstatus aufmerksam sowie auch auf die geopolitische Wichtigkeit der russischen Anwesenheit in Europa durch die Entwicklung des wissenschaftlichen Bildungspotentials im russischen Baltikum. Man muss jedoch bemerken, dass die Gr?ndung einer f?deralen Universit?t in Kaliningrad formell gesehen nicht vollkommen rechtm??ig ist, da die Verordnung ?ber die Bildung solcher Universit?ten in Russland nur die Gr?ndung einer einzigen solchen Bildungseinrichtung pro Verwaltungskreis vorsieht. Insgesamt gibt es in Russland acht solcher Bezirke. Das Kaliningrader Gebiet ist dem nordwestlichen Verwaltungskreis zugeordnet und in diesem Verwaltungskreis besteht bereits eine solche Einrichtung; das ist die Arktische F?derale Universit?t in Archangelsk. Dennoch ?berwogen die Argumente zur Bildung eines leistungsstarken wissenschaftlichen Ausbildungszentrums in der russischen Exklave die formalen Erw?gungen und Zweifel. Die regionalen Beh?rden meinen, dass die Gr?ndung der Baltischen F?deralen Universit?t ein ganz besonderes Ereignis f?r das Gebiet sei. Die basisbildende Einrichtung, die Immanuel-Kant-Universit?t, bildet nicht nur Fachkr?fte f?r die Region aus, sondern auch f?r das Kernland Russland. Es studieren dort auch Studenten aus EU-L?ndern. Der Gouverneur Nikolaj Zukanov sieht in der BFU einen Faktor der qualitativen sozial-?konomischen Entwicklung und der Modernisierung der Region. Eine solche Ansicht ist begr?ndet, denn die Verordnung ?ber die F?deralen Universit?ten beschreibt ihre strategische Mission als Bildung und Entwicklung eines konkurrenzf?higen menschlichen Kapitals im Verwaltungskreis als Folge der Realisierung innovativer Dienstleistungen und Entwicklungen. Auch in Moskau setzt man gro?e Hoffnungen in die neue Universit?t. Deshalb ist es angebracht, an dieser Stelle ein langes Zitat des Pr?sidenten Medwedew anzuf?hren; Worte, die er w?hrend des letzten Treffens mit dem Gouverneur des Kaliningrader Gebietes sprach: „Ich habe die Verordnung ?ber die Gr?ndung der Baltischen F?deralen Universit?t unterschrieben. Ich hoffe, dass diese Ver?nderung sich auf die Qualit?t der Ausbildungstechnologien, die an der Universit?t angewendet werden, auswirken wird. Es ist sehr wichtig, den Professoren- und Ausbilderbestand besonders ins Auge zu fassen, auch weil man den allgemeinen sozialen Status der Lehrer verbessern muss. Als zweites muss man sich bem?hen, ausw?rtige Professoren und Dozenten einzuladen, damit sie Vorlesungen an der Universit?t geben k?nnen und auf diese Weise einen informativen Einfluss schaffen. Insbesondere deshalb, weil die Studenten hier international sind; sie kommen aus verschiedenen L?ndern, darunter auch aus den angrenzenden europ?ischen Staaten. Die Einladung ausl?ndischer Professoren w?rde diese Tendenz noch verst?rken.“ Wir m?chten den internationalen „Vektor“ der Erwartungen Herrn Medwedews besonders ins Auge fassen. In Kaliningrad l??t man seit jeher die W?nsche zur Umwandlung des Gebietes in ein Anziehungszentrum f?r Studenten und Professoren aus postsowjetischen L?ndern und Staaten der Baltischen Region verlauten. Es wird eine entsprechende materielle Basis geschaffen werden. Da die f?deralen Universit?ten als erstklassige Lehr- und Wissenschaftszentren entstehen, wird ihre Finanzierung durch besondere Substitutionen gesichert und ?bertrifft wesentlich die Mittel, welche gew?hnlichen Universit?ten und Hochschulen gew?hrt werden. Allein der Organisationsprozess wird mit f?nf bis sechs Milliarden Rubel (bis zu 150 Millionen Euro) finanziert. Darauf folgen j?hrliche Infusionen in Milliardenh?he. In Kaliningrad werden keine Probleme mit den R?umlichkeiten f?r die Lehrveranstaltungen und die wissenschaftliche Arbeit der Baltischen F?deralen Universit?t entstehen. Zurzeit wird die T?tigkeit von zwei speziellen Hochschulen verk?rzt – des Juristischen Institutes des Innenministeriums und der H?chsten Kriegsmarinebildungseinrichtung. Die dazu geh?renden Immobilien k?nnen ins Eigentum der F?deralen Universit?t ?bergehen. Dar?ber hinaus kann die BFU ihre Professoren und Dozenten „einziehen“. Igor KOWALJOW
|