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Befl?gelte Musen ?berfliegen die Welten, In st?ndiger Suche nach m?glicher Bleibe, Schlagen mit Fl?geln die Luft unerm?dlich Tr?umend davon, dass Museen entstehen. Und diese Tr?ume werden wahr, denn von solchen Museen gibt es inzwischen sehr viele. Darunter auch zahlreiche, die in unserem Gebiet ans?ssig sind. Jeder kennt das Weltozean-Museum, das Bernstein-Museum, das Kulturgeschichtliche Kreismuseum, die Kunstgalerie. Doch das sind nur die Gipfel in der ?rtlichen Museen-Landschaft, denn daneben gibt es auch noch etwa Hundert Schul-Museen, obwohl sie eigentlich nicht immer voll und ganz den strengen Museumsanforderungen entsprechen. Und dann sind ungef?hr auch noch 20 Beh?rden-Museen da. Zwei davon, das Museum der Baltischen Flotte und das der Kaliningrader Eisenbahn, bereiten durch ihre Vielzahl an naturwissenschaftlichen Exponaten nicht nur jedem Besucher viel Spa? und Freude, sondern haben auch einen ganz bestimmten Nutzen, denn hier kommen die Wissbegierigsten auf ihre Kosten. Es gibt auch noch Bezirks- und Stadt-Museen. Das ?lteste davon wurde im Jahr 1985 in Prawdinsk (ehem. Friedland) gegr?ndet. Gegenw?rtig existieren im Kaliningrader Gebiet schon mehr als zehn solcher Museen. Das dynamischste und konsequenteste von allen ist das kreisgeschichtliche Bagrationowsker Museum (ehem. Preu?isch Eylau). Offiziell wurde es im September 1993 nur mit einem einzigen Ausstellungs-Raum er?ffnet. Seitdem ging es in in diesem Museum in jedem Jahr einen Schritt nach vorn. So kam schon im n?chsten Jahr nach der Gr?ndung ein zweiter Raum dazu, dann folgte bald darauf der dritte Raum. Und pl?tzlich ging es Schlag auf Schlag. Es kamen noch zwei R?ume f?r zeitgem??e Ausstellungen und ein Konferenz-Raum hinzu. Im vorigen Jahr folgte ein zus?tzlicher Raum f?r Grundausstellungen. Jetzt geh?rt dem Museum eine ganze Etage des Kultur- und Freizeit-Zentrums. Die Museums-Gr?nder, das Ehepaar Pantschenko, h?lt das Steuer der Museumsverwaltung sehr fest und sicher in ihrer Hand, was das Museum in allen Situationen am Leben h?lt. Seit 1999 veranstaltet das Bagrationowsker Kreisgeschichtliche Museum auch historische Konferenzen zum Thema der Napoleonischen Kriege unter der Gesamtbezeichnung „Eylau 1807“. Und seit 2002 organisiert das Museum historische Rekonstruktionen der ber?hmten Schlacht bei Preu?isch Eylau im Jahre 1807. Einer Schlacht, bei der die russischen Soldaten den schwersten Sto? der franz?sischen Armee erlitten und mit den preu?ischen Verb?ndeten den harten Angriff des Imperators und Feldherrn Napoleon gemeinsam abgewehrt hatten. Auch die Gr?ndung des milit?r- historischen Klubs und Veranstaltungen von historischen B?llen unter dem Motto „Wie vor 200 Jahren“ sind dem Bagrationowsker Kreisgeschichtlichem Museum zu verdanken. Ein tiefes Verst?ndnis der Bedeutung von Museen zeigt die Verwaltung des Gurjewsker Bezirkes (ehem. Neuhausen). Da wurde nicht nur ein kulturgeschichtliches Bezirks-Museum er?ffnet, sondern es wurden auch Mittel zur Verf?gung gestellt, um eine offizielle Er?ffnung des „Waldauer Schloss-Museums“ in der Kleinsiedlung Nisowje (ehem. Waldau) im Herbst 2007 zu erm?glichen. Und noch mehr vom Guten: im krisenbelasteten Jahr 2009 kamen zum ersten Ausstellungs-Raum dieses Museums noch zwei S?le hinzu. Die n?chste gro?e Aufgabe ist der Umzug des Museums in das Waldauer Schloss. Dessen W?nde an sich sind schon Ausstellungsst?cke, geschweige denn die wertvollen Exponate, die sie schon bald beherbergen werden. Dabei darf der Inspirator des neuen Museums und Beh?ter seiner Sch?tze, der ?rtliche Heimatkundler Andrej Barinow, nat?rlich nicht vergessen werden. Sein Beispiel beweist noch einmal die volle Berechtigung des Sprichwortes „ Auch alleine ist man ein K?mpfer auf dem Schlachtfeld“. Ein anderes Beispiel f?r solchen Alleinkampf war A. I. Schischatschenko, ein sehr bescheidener Schullehrer aus der Nemanskij Siedlung im Krasnosnamjonnyj Bezirk (ehem. Trapp?nen). Trotz seiner vollst?ndigen Blindheit hat er es geschafft, mit seinem Enthusias- mus Sch?ler und Siedlungsbewohner zu begeistern und ihren Tatendrang so zu entfachen, dass letztlich in der Siedlung das eigene Schul-Museum entstand. Leider sind nicht alle solche Vork?mpfer gleich ersetzbar, wenn sie aus Altersgr?nden die H?nde in den Scho? legen m?ssen. So blieb auch das Museum von Herrn Schischatschenko nach seinem Tod einige Jahre aufsichtslos und vernachl?ssigt. Das empfand Frau G. W. Schawkunowa, eine Lehrerin aus der gleichen Schule, wie ein Stich ins eigene Herz und hat das Werk ihres verstorbenen Kollegen unter ihre Obhut genommen. Mit gro?em Ehrgeiz und beispielhaftem Tatendrang verstand sie es, auf die Erfolge ihres Kollegen neue Akzente zu setzen und sein Werk weiter auszubauen, so da? dieses Museum nun ein ganzes Geb?ude f?r sich beansprucht und damit das gr??te unter allen l?ndlichen Schul-Museen ist. Acht Ausstellungsr?ume zeigen die ganze Vielfalt des Lebens der Nemanskij Kleinsiedlung in ihrer Vergangenheit und Gegenwart. Nachdem Galina Wasiljewna Schawkunowa ebenfalls verstorben ist, hat ihre Tochter das Erbe und die Museumsleitung ?bernommen. „In unserer Siedlung gibt es keine Gro?betriebe und Fabriken, keine breiten Stra?en und Parkpl?tze. Unsere Siedlung ist in jeder Jahreszeit sch?n. Im Fr?hling und Sommer versinkt sie im Gr?n. Die Hecken bestehen aus Flieder, Jasmin, Wei?dorn und Lebensb?umen. Von drei Seiten umgibt die Siedlung ein Wald, ein besonderer Wald, weil die B?ume nicht mit Maschinen, sondern von Menschenhand gepflanzt wurden“. Diese Worte sind der Aufsatzarbeit eines Sch?lers entnommen worden, der sehr viel Liebe f?r seine heimatliche Siedlung empfindet. Die Bedeutung der Museen f?r die Entwicklung einer solchen Heimatliebe ist nicht zu untersch?tzen, wie auch die Leidenschaft und Hingabe jener Menschen, die solche Museen gr?nden und erhalten. Boris ADAMOW
Foto: Kreiskunde-Museum in Bagrationowsk: ein Museum mit dynamischer Entwicklung, das sich auf dem Thema der Napoleon-Kriege akzentiert (Preu?isch-Eylauer Schlacht 1807)
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