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Tschernjachowsk (ehem. Insterburg) liegt unmittelbar im Zentrum des Kaliningrader Gebietes. Solche St?dte sorgen schon deshalb а?r so manche Schlagzeile. Aber diese Stadt dr?ngt sich nun ganz nach vorn ins Rampenlicht, indem sie ein au?ergew?hnliches Ferienobjekt pr?sentiert. Es ist ein Kulturdenkmal aus dem XIV. Jahrhundert, es ist das Schloss Insterburg Wie so viele andere Ruinen mit geheimnisvoller Vergangenheit, zieht auch dieses Schloss viele Passanten und nun auch immer mehr Touristen an, die ganz gezielt hierher kommen. Hier wird man nicht nur vom Geist vergangener Epochen und dem S?useln des Windes in den Wipfeln der alten B?ume begr??t, sondern von den gastfreundlichen Besitzern des Schlosses Insterburg, den „B?rgern der Gegenwart“, ganz herzlich empfangen. Sie haben sich zusammen getan und den gemeinn?tzigen Verein „Haus-Schloss“ gegr?ndet. Das Gedeihen dieses Objektes ist stark abh?ngig von der Zahl seiner Besucher. Viele von ihnen kommen schon seit 13 Jahren hierher und sind so verliebt in diesen Ort, dass sie freiwillig und unentgeltlich ihn zu einem Schmuckst?ck machen wollen. Ihre Initiative soll neue Besucher mitrei?en, soll ihre Herzen entz?nden und zum Entschlu? f?hren, sich an der Wiederbelebung dieses Erbst?ckes der Geschichte in ganz individueller Weise zu beteiligen. Keiner muss Berge versetzen. Hier und dort mal etwas ausbessern oder einfach nur aufr?umen, wenn Handwerker t?tig waren, das alles hilft schon weiter. Bekanntlich machen viele H?nde der Arbeit schnell ein Ende. Darauf hoffen die „Schlossherren“. Aber es gibt auch Touristen, die eigentlich nur mal schnell vorbeischauen wollen, aber beim Abschied dann zum M?zen werden. Selbst die kleinste Geldspende ist eine dankbare Hilfe.
Der phantasievolle Mai Die „Bewohner“ des Schlosses Insterburg bereiten zur Sommersaison 2010 viel Spannendes f?r ihre G?ste vor. Wie ?blich, findet am 1. Mai eine feierliche Er?ffnung mit Projektvorstellung statt. Als Besonderheit in diesem Jahr gilt die Er?ffnung eines Informationsb?ros. Ab jetzt wird es m?glich sein, sich ?ber die Freizeitm?glichkeiten in Insterburg unmittelbar von der Schloss-Fee beraten zu lassen. Mit ihrer Unterst?tzung kann jeder Tourist seine eigene pers?nliche Reise in die Bernsteinregion planen, ganz nach seinen speziellen Vorstellungen. Der Mai beschenkt alle Adrenalins?chtigen mit einer Museumsnacht. Die Chance, Wiegenlieder der Welt am Lagerfeuer zu singen und unter dem Sternenhimmel zu tanzen, gibt es nur einmal – das ist das Thema der Nacht im Jahre 2010. Dann gibt es noch das Festival „Epoche – Musik – Bekleidung“, das am 22. Mai stattfindet. Es l?uft dieses Jahr unter dem Motto: „Studentenschaft als Lebensstil“. Jeder kann dabei auch aktiv mitwirken und au?erdem mit all denen in Kontakt treten, die vom Philosophieren noch nicht m?de sind.
Der m?rchenhafte Juni Der Juni geh?rt den j?ngsten G?sten im Schloss Insterburg. Gleich am 1. Juni, dem Weltkindertag, wird der Kinderspielplatz „Historischer Kindergarten“ er?ffnet. Am 26. Juni findet das Festival „Das Kinderschloss“ statt. Das ist ein abenteuerliches Erlebnis, welches ?ber einige Tage geht und an dem jeder als Mitspieler teilnehmen kann. Dazu wird empfohlen, die passende Garderobe zu jeder Veranstaltung bereit zu legen: am Morgen gibt es einen „Karamell-Ball“ und am Abend einen „Kaffee-Ball“. W?hrend dieses l?ngeren Schlossaufenthaltes ?ber mehrere Tage wird jedem die M?glichkeit gegeben, eine interessante Bet?tigung zu finden: eine Sandburg zu bauen, einer M?rchenverfilmung zuzuschauen, selbst zu einem M?rchenheld zu werden oder sich ein Konzert mit Zaubermusik anzuh?ren. Ende Juni bis Anfang Juli ist dann die Zeit f?r touristische Wanderausfl?ge. Es beginnt eine heimatkundliche Wanderung f?r Jugendliche unter dem Motto „Menschenschicksal – Erdenschicksal“. Ausger?stet mit Rucksack und einem Zelt geht es zusammen mit den Schlossbewohnern auf die Suche nach interessanten Fundsachen f?r eine Ausstellung. Das k?nnen unter anderem besondere Steine sein oder auch seltene Pflanzen. Ganz sicher entstehen dabei auch interessante Geschichten, die w?hrend einer feierlichen Abschlussveranstaltung vortragen werden k?nnen.
Der Juli und die Kunst Die Juliwoche in der Monatsmitte geh?rt seit 2007 den Anh?ngern der modernen Kunst. Wer zusehen m?chte, wie K?nstler aus verschiedenen L?ndern den Raum eines mittelalterlichen Schlosses umwandeln, ist herzlich willkommen beim „Insterfest“, dem Festival moderner Kunst. Das Thema dieses Jahres ist die Atmosph?re. Es wartet auf den Besucher im Schloss Insterburg auch eine Schule, eine richtige Sommerschule! Wer einen Bedarf an hoch interessanten Gespr?chen hat, dem erf?llt der Professor der Kunstwissenschaften aus Sankt-Peterburg, I.D. Tschetschot, seinen Wunsch. Erg?nzend zu manchen Vorlesungen im H?rsaal gehen die Teilnehmer hier auf Erkundungsreisen und lernen die verschwundene Kultur Ostpreu?ens kennen. Die Tage vom Ende Juli bis Anfang August geh?ren traditionsgem?? den Teilnehmern und Zuschauern vom Festival „Grani Tysjatscheletij“ (dt. „Faceten der Jahrtausende“). In erster Linie geh?ren dazu ganz bestimmte Meisterklassen, aber auch ein Erfahrungsaustausch unter Kunstgruppen und freundschaftliche Unterhaltungen am Lagerfeuer. Weiterhin gibt es eine Theater-, Tanz-, und Musikshow, die durch gemeinsame Anstrengungen entstanden ist: drei zauberhafte Konzertabende mit einem nat?rlichen Hintergrund aus altert?mlichen W?nden, gr?nen B?umen und einem Sternenhimmel. Dazu als Ger?uschkulisse Grillenzirpen und das alles in einer Atmosph?re, die mit dem Duft von vielen Sommerblumen erf?llt ist.
Ende des Sommers: Erhabenheit und Gastfreundschaft Der August ist der Monat von Mut und Erhabenheit. Schon seit 2002 wird Ende August zum Sommerausklang das Festival der mittelalterlichen Kultur unter dem Namen „Das Ritterturnier“ veranstaltet. Dieses Jahr wird das Ritterlager ?ber den ganzen Monat hinweg ge?ffnet bleiben. Hier bekommt der Besucher die M?glichkeit, das N?hen eines Panzerhemdes, das Bogenschie?en, den Schwertkampf, sowie T?nze und Bekleidungsherstellung der damaligen Schlossbewohner zu erlernen. Der September ist der Monat des Stadtfestes. An diesen Tagen herrscht im Schloss Insterburg eine ganz besondere Gastfreundschaft, die von besten Empfangstraditionen gepr?gt ist. Hier warten auf den Besucher noch ungesehene K?stlichkeiten und unbekannte Lieder.
Der Architektur-Herbst Am 10. Oktober, dem Tag, an dem Insterburg im Jahre 1583 Stadtrechte bekam, findet eine wissenschaftlich-praktische Konferenz „Menschenschicksal – Erdenschicksal“ statt, welche seit 1997 veranstaltet wird. In diesem Jahr sollen Ergebnisse des neuen gemeinsamen Projektes vom Verein „Schloss-Haus“ und der Verwaltung der Stadt Tschernjachowsk ausgewertet werden. Nach der Initiative des Architekten und Enthusiasten Dmitrij Suchin, beginnt im Fr?hjahr 2010 das k?hne Projekt „Instergod“, dessen Aufgabe darin besteht, einen neuen Baustil f?r das Kaliningrader Gebiet zu finden. Zum ersten Mal setzen sich europ?ische und russische Architekten an einem Tisch im kleinen Tschernjachowsk zusammen, um komplizierte und nicht weniger interessante Fragen zu beantworten. Tschernjachowsk ist die Nachfolgestadt von Insterburg, einer Stadt mit 26 funktionierenden Bauwerkst?tten und sogar einer Architekturgesellschaft (FFAA). Heute, im Jahre 2010 des XXI. Jahrhunderts, sind wir bereit, uns zu erinnern und den Gemeinschaftsgeist sowie die Meisterwerke der Baukunst aus dem Beginn des XX. Jahrhunderts ins Leben zur?ckzurufen. Am Projekt nehmen Studenten aus den Universit?ten und Fachschulen Sankt-Peterburgs, Kasans, Kaliningrads und Tschernjachowsks teil.
T?gliches Leben im Schloss: Nicht uninteressant f?r unsere G?ste ist die Tatsache, dass Schloss Insterburg jeden Tag von morgens bis abends ge?ffnet ist. Und es gibt jeden Tag bemerkenswerte F?hrungen. Sonntags um 12 Uhr beginnt eine historische Auff?hrung unter dem Motto „Ein Schlosstag im Mittelalter“ unter der Mitwirkung des Ritterklubs und des Legenden-Theaters. Hier freuen sich die Werkst?tten auf alle, die T?pferei, Holzschnitzerei und Metallpr?gung erlernen und beherrschen wollen, um im Endeffekt eigenh?ndig eine volkst?mliche Puppe zu schaffen. Im Schloss gibt es eine Kunstgalerie, welche gleichzeitig eine Malwerkstatt und ein Klub f?r Geschichte und Kunst ist. Zu jeder Zeit k?nnen die Besucher Ausstellungen des Altstadt-Museums besuchen. W?hrend der Konferenz am 2. Mai 2010 soll eine neue, dem Teutonenorden gewidmete Langzeitausstellung er?ffnet werden. Es ist immer noch m?glich, ein dreidimensionales Panorama der Gro?-J?gerd?rfer Schlacht mit 2500 Zinnfiguren zu sehen, die von deutschen und russischen Meistern hergestellt wurden. Der zerst?rte Peinturm, die Gem?cher und G?nge im Schlossuntergrund, mit Namen benannte B?ume, die Steinschalen der Gastfreundschaft, der „Weg der W?nsche“, ein Lagerfeuer inmitten des Hofes, ein alter Pferdestall, das Vorburggeb?ude und behagliche Kamins?le – alles hier ist erf?llt mit Leben und Gastfreundschaft. * * * „Was gibt es hier Interessantes?“ Diese Frage stellt fast jeder Besucher und Vlada Smirnowa, die Fee vom Schloss Insterburg, st??t einen Seufzer aus und meint: „Wenn es nur m?glich w?re, diese Frage mit ein paar Worten zu beantworten!“ Sie m?chte jedem den Rat geben, Herz und Seele auf einen besonderen Ton einzustimmen, um die Atmosph?re in den alten Gem?uern zu sp?ren. Sie wird von den neuen Schlossherren, den B?rgern vom Schloss Insterburg des XXI. Jahrhunderts, behutsam und liebevoll erhalten und erg?nzt durch neue m?rchenhafte Impulse.
Vlada Smirnowa, die Fee vom Schloss Insterburg
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