Startseite Kultur DIE ALCHIMIE VON E.T.A. HOFFMANN
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Kollage „HOFFMANNiA“, Agischewa W., Kasakowzewa Y., Maksimenko W., Tjurina A.

„Wenn ich ?ber eure Stadt schreiben w?rde, w?rde ich ?ber Hoffmann schreiben. Er ist ein echter Bewohner dieser Stadt“, dies sagte Peter Weil, der Autor des Buches „Das Genie des Platzes“ als er sich mit den Kaliningradern getroffen hat. „Es ist wirklich schade, dass sein Haus, welches sich am Ufer des Untersees befand, nicht erhalten blieb“, so Peter Weil. 

Das Haus wurde l?ngst durch den Krieg dem Erdboden gleich gemacht. An der Stelle steht nun ein Granitstein. Einst lag der Stein im Zentrum Kaliningrads mit einem Schild, der lautete: „An dieser Stelle wird noch ein Lenin-Denkmal errichtet“. Der Stein wurde von den Anh?ngern Hoffmanns zu dem Grundst?ck, wo einst das Haus Hoffmanns stand, geschleppt. Au?erdem haben sie eine Platte aus Marmor mit einer gotischen Schrift an den Stein angebracht: „Hier war das Haus, in dem der deutsche Dichter und Komponist der Romantik-Epoche E.T.A Hoffmann 1776-1822 seine ersten Lebensjahre verbracht hatte“. Ist das nicht typisch Hoffmann?

„HOFFMANN IST NICHT TOT; ER IST NACH RUSSLAND AUSGEWANDERT“
Eigentlich „ist Hoffman gar nicht tot. Er ist nur nach Russland ausgewandert“, so schrieb 1836 der  russische Literaturkritiker Wasilij Botkin. Am Ende des St?ckes „Klein Zaches, genannt Zinnober“ benutzte Hoffmann den lateinischen Aus- druck „Nil admirari“ („?ber nichts wundern“). Also darf man sich nicht dar?ber wundern, dass Hoffmann im Januar 2006 wieder in seine Geburtsstadt zur?ckgekehrt ist.
Eine wundersch?ne Ausstellung des Hoffmann-Zentrums der Stadt Bamberg beinhaltete eine Reihe von authentischen Dokumenten und Unterlagen ?ber sein Leben und Schaffen.
Ein Jahr sp?ter gab es ein weiteres Kulturereignis in der Region, – die Ausstellung „Hoffmanns magische Welt“. 60 K?nstlers haben mehr als 400 Arbeiten vorgestellt, darunter waren:
Malereien, Grafiken, Installationen, Stickereien, Puppen, Batiken. Alle Arbeiten trugen die launische Natur von Fantasus, die Hauptfigur aller Hoffmanns Arbeiten. Mit dem Ehrenorden „Kater Murr“ wurden die ausgezeichnet, die mit Enthusiasmus auf die Fragen zu den Arbeiten Hoffmanns geantwortet haben, sowie auch die G?ste der Ausstellung.
Es wurde auch der goldene Nuss Krakatuk verlost usw. Sogar die Speisen waren aus der Zeit Hoffmanns: Gl?hwein, N?sse, Pumpernickel sowie andere Sachen.
Es schien, als ob alle Besucher der Ausstellung gl?cklich waren, in die wunderbare Welt von Hoffmann sowie in den Grund seiner Kunst einzutauchen. Hoffmann hat an diese Welt geglaubt. Er glaubte an Dschinistan, voller Wunder, sowie an die Welt, in der man all das verwirklichen kann, was man in Gedanken hat.
Au?erdem hat man f?r die Besucher der Ausstellung eine weitere ?berraschung  vorbereitet. Das Museum pr?sentierte den Film des ber?hmten Bildhauers Michail Sche- mjakin „Hoffmaniada“, den man nach langen Verhandlungen bekommen hat.
Im Zentrum des Filmes ist Hoffmann selbst, der ein schweres inneres Drama im Zusammenhang mit seinem Schaffen durchmacht. Der Schrift- steller findet Rettung in einer ausgedachten Welt, in der er sich in die Helden seiner St?cke versetzt. Nur so hat er sich gl?cklich gef?hlt.

SEHEN, DASS DAS UNM?GLICHE M?GLICH IST
Die Hoffmannmania ging 2008 mit der Ausstellung „Hoffmannskatze kommt unbemerkt herein“ weiter. Es wurde ein Wettbewerb durchgef?hrt, bei dem man sich damit besch?ftigt hat, die Nachkommen des „Katers Murr“ ausfindig zu machen. Es haben sich 40 Bewerber angemeldet, unter denen die strenge Jury den Kater Cesar ausgesucht hat, der seine Gegner mit seinen intellektuellen F?higkeiten weit hinter sich gelassen hat.
2008-2009: die Ausstellung „Arabesken“. An diesem Projekt beteiligen sich immer neue K?nstler, und die st?ndigen Teilnehmer der Ausstellung ?berraschen immer mit originellen eigenen  Entdeckungen. Das ist es auch, was das Wort „Arabeske“ bedeutet: die Kunst des Ornaments, unter der man die Idee des Wiederholens versteht, die Wiederkehr zu sich selbst und das wichtigste, – zu der Idee.
Die Ausstellung „Arabesken“ erm?glicht sowohl den K?nstlern, als auch den Besuchern, die Zeit und den Raum zu ?berwinden, um das unm?gliche  zu sehen.
Zum Beispiel, das virtuelle Treffen zwischen Gogol und Hoffmann in dem Hoffmans Geburtsland und in dem Jahr, in dem in Russland das Gogol-Jahr gefeiert wurde.
Die gemeinsame Auff?hrung der St?cke der beiden Autoren gibt einen nie dagewesenen k?nstlerischen Genuss. Man versucht so, die Arbeiten zu analysieren und deren Zusammenhang zu Mystik und Realit?t klarzustellen. Dank den K?nstlern und den Theaterkollektiven ist eine Abenteuerromane  „Die Wanderung der Seelen im Dasein“ entstanden, – eine Art literarisches Duell. 


DIE GEISTER DES UNBEKANTEN
Die Ausstellung „Die Alchimie Hoffmanns“ wurde im Januar 2010 wieder er?ffnet. Die K?nstler haben dabei ihre neuen Arbeiten vorgestellt. Nur aus Bamberg, wo sich das Hoffmann-Museum befindet, wurden 180 Arbeiten zugeschickt. Jeder neue Teilnehmer er?ffnet immer neue Welten und noch nie dagewesene Empfindungen und Ideen in den Arbeiten des Genies.
Wieder tauchen in dem Museum Geiste auf, welche in den St?cken der K?nstler verborgen waren, die versuchten, die n?here Umgebung zu verstehen. Die Realit?t dieser Umgebung steckt sich auf  der Stra?e, in den R?umen und in den Herzen. Sie versuchen, die menschlichen Taten zu verstehen, die manchmal nur sehr schwer zu verstehen sind, sowie all das Au?ergew?hnliche, Lustige, Finstere, die Magie, das H?here, das, was kichert, fl?stert und jault, in einem Wort all das, was man unter „geheimnisvoll“ versteht.
Eventuell werden die Menschen in all diesem einen Teil der Realit?t feststellen.

 

Valentina Pokladowa,
Leiterin der k?nstlerischen Ausstellungsabteilung
des Kaliningrader Historisch-k?nstlerischen Museums

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 13. Februar 2010 um 18:30 Uhr
 

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