Startseite Business Ob das geschaftliche Interesse an der Wirtschaft keine weiteren staatlichen Zuschusse bekommt?
Russian (CIS)
Ob das geschaftliche Interesse an der Wirtschaft keine weiteren staatlichen Zuschusse bekommt? Drucken E-Mail
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Viktor Subkov (links) behauptet, dass die Entwicklung der Landwirtschaft bis zu 90 Prozent
von der Regierung der Region abhangt.
Ist denn der Gouverneur Nikolaj Zukanov (rechts) mit ihm einverstanden?
Im Kaliningrader Gebiet steigt das Interesse am Agrarsektor.
Das wurde in der ersten Sitzung des vor kurzem gegrundeten Investitionsrates des Gouverneurs klar. Am 11. Marz wurden von den Beamten und Experten gleichzeitig mehrere gro?e (im Rahmen der Region) Projekte behandelt.
Laut Geschaftsordnung erhalten die vom Investitionsrat gebilligten Projekte den Status einer Meistbegunstigungsklausel,  d.h., dass das burokratische Verfahren fur diese Projekte kurzer sein wird und nach dem „One-Window-Prinzip“ stattfindet.
Innovation in der Gemusezucht

Auf solche Weise wurde der Bau eines Treibhauskomplexes fur die Tomaten-, Gurken- und Salatzucht begunstigt. Die  ganze wirtschaftliche Gemusebetreiberei, die in der Sowjetunion recht gut entwickelt war, wurde in den 90er Jahren abgeschafft. Der Initiator des Projektes sagte, dass im vorigen Jahr in den Treibhausern nur 40 Tonnen Gemuse erzeugt wurden – das sind je 43 Gramm fur einen Gebietsbewohner.
Die Flache des Komplexes soll 20 Hektar betragen, die Produktion mehr als ein Drittel des Gemusebedarfs der Gebietsbewohner decken. Das Unternehmen wird mit modernen automatisierten Steuersystemen fur die mineralische Ernahrung und mit Mikroklima ausgerustet werden. Die Geschaftsleute behaupten, es sei ein Innovationsprojekt, das keine Analoga in Russland hat.
Unsere Partner sind Geschaftsleute aus Holland. Es sei zu betonen, dass in der Sitzung des Investitionsrates auch ein Beamter des Ministeriums fur wirtschaftliche Entwicklung der Niederlande das Projekt vorgelegt hat. In das Treibhausprojekt will man bis 1,5 Milliarden Rubel (40 Mio. €) investieren. Einen Kredit in Hohe von 1,1 Milliarden Rubel (29 Mio. €) zu gewahren, ist die hollandische „Rabo-Bank“ bereit. Die Bauzeit betragt 1,5 Jahre.
Fur Rindfleisch und Schinken, gegen Dunger
Einen gro?en Komplex fur die Kuhzuchtung will eine der bedeutenden russischen Firmen zur Herstellung von Fleischprodukten einsetzen. Das Investitionsvolumen betragt ungefahr 1,6 Milliarden Rubel (bis 42 Mio. Euro), die Realisierungszeit ist 3 Jahre.
Man hat vor, zwei Farmen fur 3000 Stuck einer hochproduktiven Rindviehrasse zu bauen. Zur Futterbasis haben die Investoren von der regionalen Regierung zwei Grundstucke von je 5 000 Hektar angefordert.
Diese Bedingung war nicht die letzte. Die Geschaftsleute erhalten au?erdem eine staatliche Finanzhilfe in Hohe von 700 Mio. Rubel fur notig. Weiterhin sind die Steuervergunstigungen laut Gesetz uber die SWZ (Sonderwirtschaftszone) aufrecht zu erhalten (das Thema wurde auf dem Hintergrund der bevorstehenden Beitritt Russlands in die WTO erortert).
Das dritte Projekt war die gro? angelegte Produktion von Fleischdelikatessen im Kreis Prawdinsk (Friedland). Eine weitere bedeutende russische Firma hat vor, das Projekt zu eroffnen. Die erste Etappe ware die Rekonstruktion des schon bestehenden Betriebes fur die Herstellung von 450 Tonnen Dauerwurstwaren pro Monat, die zweite ist die Produktion von 1350 Tonnen Schinken und Delikatessenprodukten im Monat. Das Gesamtvolumen der Investitionen betragt bis zu 12 Mio. Euro (440 Mio. Rubel).
Eine Bedingung fur das Projekt ware die Hilfe der Regionalbehorden: sie sollten die Gas- und Elektroenergieversorgung sowie die Kanalisation sichern.
Der Bau einer Fabrik fur chemische Dunger im Kreis Neman (Ragnit) wurde dagegen nicht begunstigt. Man hat am Umwelt- und Rohstoffaspekt des Projektes gezweifelt.
Soja zuchten und vor Ort verarbeiten
Diese Investitionsaktivitat ist zeitlich mit der Ankunft des ersten Vizepremierminister Russlands, Viktor Subkow, zusammengefallen. Er betreut die Entwicklung der Landwirtschaft. Als der Beamte die „Sodruzhestwo-Soja“ („Gemeinschaft-Soja“, das gro?te russische Unternehmen fur die Herstellung von Sojaol) besuchte, wurde bekannt gegeben, dass die Firma ihre Leistungen steigern will.
Viel Aufmerksamkeit wurde auch anderen Fragen der Produktion und Verarbeitung im Agrarsektor gewidmet. So hat V. Subkow wahrend des Treffens mit den Vertretern des wirtschaftlichen Business?erklart, dass die Ortsbehorden ab 1. Juli 2011 das Recht bekommen, solche Grundstucke zu entziehen, die nicht von der Landwirtschaft bewirtschaftet werden, aber fur sie bestimmt worden sind. Laut Statistik sind das im Gebiet 50 Prozent des Bodens. Hier wachst alles, deswegen muss man da sowohl Weizen und Raps, als auch Mais zuchten. Naturlich auch Soja, weil es schon einen Verarbeiter gibt, so sagte es der Beamte aus Moskau.
Der Vizepremierminister spricht uber die Unterstutzung des Agrarsektors…
Unter anderem ging es auch um eine Unterstutzung fur die Hersteller von landwirtschaftlichen Produkten. Beispielsweise wurden Preisererma?igungen bei Dieselol versprochen. Das soll laut Subkow den russischen Landwirten ermoglichen, 10 Milliarden Rubel zu sparen. Dabei hat der Vizepremierminister betont, dass im vorigen Jahr nur die Halfte des erklarten Ols mit diesen Erma?igungen gekauft wurde. Leider hat V. Subkow diese seltsame Tatsache nicht erklart. Er hat den Regionalbehorden nur geraten, „aufmerksam zu sein“ und mit den Brennstofffirmen die ungenutzten Erma?igungen vom Vorjahr zu besprechen.
Im Jahre 2011 hat die Regierung der RF zur Sicherung der Ernte 5 Milliarden Rubel zur Verfugung gestellt (doppelt so viel wie im Vorjahr). Jedoch gab Subkow zu, dass die Landwirte  „dem Versicherungsunternehmen hinterher laufen mussen“, um die ihnen zustehenden Betrage zu erhalten.
Die zahlreichen Beschwerden haben die Regierung dazu gebracht, ein neues Gesetz uber die staatliche Unterstutzung bei der wirtschaftlichen Versicherung zu verabschieden. Der Vize-Premierminister sagte, dass das Gesetz die erste Lesung in der Duma schon hinter sich habe. Dieses Gesetz wird es ermoglichen, sowohl die Saat als auch das Vieh zu versichern. Daruber hinaus garantiert es die Erhaltung der Versicherung, so Subkow.
Eine Regierungspramie werden diejenigen bekommen, die es geschafft haben, den Rinderbestand in der vorjahrigen Durre zu erhalten. Im Kaliningrader Gebiet machte diese Pramie 42,6 Mio. Rubel aus.
Viktor Subkow meint, dass die Entwicklung der Landwirtschaft zu 90 Prozent von den Bemuhungen der Regionalbehorden abhangt.
Die Landwirte, die das gehort haben, hatten nach dem Treffen mit dem Vize-Premierminister gemischte Gefuhle. Wie sie dann spater hinter den Kulissen zugegeben haben, sei die verstarkte Aufmerksamkeit fur die Landwirtschaft nutzlich, sogar wenn sie nicht durch die Interessen der eigenen Hersteller, sondern durch die plotzliche Steigerung der Lebensmittelpreise bedingt ist. Dennoch werden die Gesetze, die am meisten die Landwirtschaft beeinflussen, die Brennstoff- und Samenpreise regeln und die Branche finanziell unterstutzen sollen, nicht von den Regional-, sondern von den Foderalbehorden verabschiedet.
…und der Landwirtschaftsminister spricht zum Abbau der Zuschusse
Gerade die Fragen der Zuschusse sind fur die Landwirtschaft lebenswichtig. Unter allen weltbedeutenden Herstellern bekommen nur die neuseelandischen Hersteller keine Zuschusse fur ihre Landwirtschaft. In der EU werden dafur 30 Prozent des Haushaltes ausgegeben. In Russland ist die staatliche Unterstutzung 40 mal weniger.
Dasselbe betrifft auch die Finanzen. In den USA kann ein Landwirt einen Kredit fur 30 Jahre mit dem Jahreszins von 4 Prozent erhalten. In Russland ist die au?erste Frist fur so einen Kredit nur acht Jahre mit einem  Jahreszins von 12 Prozent.
Die Kaliningrader Hersteller kennen sich sehr gut in dieser Situation aus, denn sie arbeiten mit Kollegen aus Litauen, Polen, Deutschland und Danemark zusammen. Bei so einer unterschiedlichen staatlichen Unterstutzung halten sie sich fur nicht konkurrenzfahig. Die in der Region hergestellten Produkte sind teuerer als im Ausland, sogar bei gleicher Leistungsfahigkeit und Ergiebigkeit sowie bei billigeren Energietragern und Arbeitskraften.
Dabei verkundet in den Verhandlungen uber den Beitritt Russlands in die WTO die Ministerin fur Landwirtschaft, Elena Skrynnik, die staatliche Unterstutzung des Agrarsektors in den kommenden Jahren um das Doppelte zu reduzieren!
Wovon sich dabei seine Untergebene leiten lasst, hat Viktor Subkow aus unbestimmten Grunden nicht erklart. Bei solchen Bedingungen werden die 50 Prozent der Kaliningrader Grundbesitzer kaum ihre landwirtschaftlichen Flachen bearbeiten wollen. Der Agrarsektor ist – wie Gasprom – ebenfalls Business (Subkow ist ja der Vorsitzende des Verwaltungsrates in „Gasprom“). Das Geld nur aus Liebe zur Landwirtschaft und aus Abneigung zu Unkrautern in die Erde zu investieren und nicht zur Gewinnerwirtschaftung, ist ein teueres Hobby und kein Business.
Investoren und Hersteller verstehen das, aber was ist mit der Regierung?
Igor KOWALJOW
Инновационные овощи
Такое предварительное одобрение получил проект строительства тепличного комплекса для выращивания помидоров, огурцов и салата. Все промышленное производство овощей в закрытом грунте, довольно развитое в советские времена, было уничтожено в 90-е годы. По словам инициатора проекта, в прошлом году в теплицах было произведено всего 40 тонн овощей – по 43 грамма на жителя региона.
Комплекс должен расположиться на 20 га, и его продукция сможет закрыть более трети потребностей жителей области в этих овощах. Предприятие будет оснащено современными  автоматизированными системами управления минеральным питанием и микроклиматом. Как утверждают бизнесмены, проект инновационный и не имеет аналогов в России.
Партнерами калининградцев выступают предприниматели из Голландии. Надо отметить, что на заседании Инвестиционного совета проект представлял и чиновник министерства экономического развития Нидерландов. В тепличный проект собираются вложить до 1,5 млрд.  рублей (€40 млн.). Кредит в сумме 1,1 млрд. рублей (€29 млн.) уже готов предоставить голландский «Рабо-Банк». Срок строительства – 1,5 года. 
Говядине и ветчине – да, удобрениям – нет 
Большой животноводческий комплекс по выращиванию говядины собирается запустить одна из крупнейших российских компаний, связанных с мясным производством. Объем инвестиций – около 1,6 млрд. руб. (до €42 млн.), срок реализации – 3 года.
Предполагается строительство двух ферм для 3 тысяч голов крупного рогатого скота высокопродуктивных пород. Для создания кормовой базы инвесторы запросили правительство региона предоставить два земельных участка по 5 тысяч га. 
И это было не последнее условие. Кроме того, бизнесмены заявили о необходимости государственных субсидий на 700 млн. руб. (около €19 млн.), а также сохранения налоговых льгот по закону об ОЭЗ (обсуждение этой темы возникло в связи с предстоящим вступлением России в ВТО).  
Третьим проектом стало масштабное производство мясных деликатесов в Правдинском районе (Friedland). Намерение его открыть озвучила еще одна из крупнейших российских компаний. Первый этап заключается в реконструкции приобретаемого завода для производства 450 тонн сырокопченых колбас в месяц, а вторая очередь – ежемесячный выпуск 1350 тонн ветчины и деликатесных продуктов. Общая сумма инвестиций – до €12 млн. (440 млн. руб.).
Условием является помощь региональных властей в инженерном обеспечении: газификация, канализация, электроэнергия.
А вот проект строительства завода химических удобрений в Неманском районе (Ragnit) на Инвестиционном совете одобрен не был. Сомнения вызвали как экологический аспект, так и сырьевая база.
Выращивать сою и перерабатывать на месте
Эта аграрная инвестиционная активность буквально совпала по времени с визитом в регион первого вице-премьера правительства России Виктора Зубкова, который курирует развитие сельского хозяйства в стране. Во время посещения чиновником самого большого в стране производства соевого масла - предприятия «Содружество-Соя» было объявлено о планах компании по увеличению мощностей. 
Много внимания было уделено и другим вопросам аграрного производства и переработки. Так, В. Зубков на встрече с представителями агробизнеса заявил, что с 1 июля 2011 года местные власти получат право изымать необрабатываемые земли сельскохозяйственного назначения. А таковых, по данным статистики, в регионе около 50%. Здесь растет все, как отметил московский чиновник, поэтому надо выращивать и пшеницу, и
рапс, и кукурузу. И, конечно, сою – под уже имеющегося переработчика.
Вице-премьер о поддержке агросектора… 
Нашлось место и для разговора о поддержке производителей сельскохозяйственной продукции. Так, были обещаны 10-процентные скидки на дизельное топливо. Что, по словам Зубкова, позволит аграриям России сэкономить 10 млрд. рублей. При этом вице-премьер отметил, что в прошлом году с такими же скидками была куплена лишь  половина заявленного топлива. К сожалению, этот странный факт не получил никакого объяснения со стороны В. Зубкова. Он лишь посоветовал региональным властям «внимательно смотреть», а также обсудить с топливными компаниями невостребованные прошлогодние льготы. 
В 2011 году на страхование урожая правительством РФ выделено 5 млрд. рублей (вдвое больше, чем в 2010). Однако В. Зубков признал, что сельхозпроизводителям приходится «бегать за страховой компанией», чтобы получить причитающиеся выплаты. 
Многочисленные жалобы заставили правительство разработать новый закон – о государственной поддержке сельскохозяйственного страхования. Вице-премьер сказал, что он уже прошел первое чтение в Государственной Думе. Как сказал Виктор Зубков, «Этот закон позволит страховать и посевы, и животных. К тому же, он позволит гарантированно получать страховку». 
Своеобразную премию от правительства получат те, кто сохранил поголовье крупного рогатого скота во время прошлогодней засухи. Для Калининградской области это составило 42,6 млн. рублей. 
Как считает Виктор Зубков, развитие сельского хозяйства на 90% зависит от усилий властей региона. 
Услышавшие это аграрии выходили со встречи с вице-премьером в смешанных чувствах. Как они признавались в кулуарах, усиление внимания к сельскому хозяйству полезно, даже если оно продиктовано резким ростом цен на продовольствие во всем мире, а не интересами собственных производителей. Однако не региональные, а федеральные власти принимают законы и положения, которые наиболее сильно влияют на сельское хозяйство, регулируют или не регулируют цены на топливо и зерно, финансово поддерживают или не поддерживают отрасль.
…а министр сельского хозяйства о сокращении дотаций 
А именно вопросы поддержки, дотаций сельского хозяйства сегодня являются вопросом его выживания. В мире из всех заметных производителей только в Новой Зеландии нет государственных дотаций сельскому хозяйству.
А, например, в ЕС на эти цели расходуется 30% бюджета. В России же уровень государственной поддержки в 40 раз ниже.
То же самое и по финансовой стороне дела. Если в США сельский производитель имеет возможность получить кредит на 30 лет под 4% в год, то в России предельный срок такого кредита лишь 8 лет, а проценты – 12 годовых… 
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Виктор Зубков и губернатор области Николай Цуканов в единственном региональном тепличном хозяйстве
Калининградские производители отлично ориентируются в ситуации, так как сотрудничают с коллегами из Литвы, Польши, Германии, Дании. И считают, что при такой разнице в уровне государственной поддержки они просто не конкурентоспособны. Произведенная в регионе продукция обречена быть более дорогой, чем за границей. Даже при одинаковой производительности и урожайности и более дешевых энергоносителях и рабочей силе. 
И при этом, министр сельского хозяйства России Елена Скрынник на переговорах о вступлении России в ВТО обещает … снизить уровень государственной поддержки аграрного сектора в 2 раза за следующие несколько лет!
О том, чем руководствуется его подчиненная, Виктор Зубков почему-то не говорил. Однако при таком отношении вряд ли у владельцев 50% калининградских земель возникнет желание их обрабатывать. Аграрный сектор – это такой же бизнес, как и газовая труба (а Зубков – председатель Совета директоров «Газпрома»). Закапывать деньги в землю просто из любви к сельскому хозяйству и нелюбви к сорнякам, а не для получения достойной прибыли – это уже дорогостоящее хобби, а не бизнес. 
Инвесторы и производители это понимают. А вот правительство?
Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. Mai 2011 um 17:46 Uhr
 

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