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Viktor Subkov (links) behauptet, dass die Entwicklung der Landwirtschaft bis zu 90 Prozent
von der Regierung der Region abhangt.
Ist denn der Gouverneur Nikolaj Zukanov (rechts) mit ihm einverstanden?
Im Kaliningrader Gebiet steigt das Interesse am Agrarsektor.
Das wurde in der ersten Sitzung des vor kurzem gegrundeten Investitionsrates des Gouverneurs klar. Am 11. Marz wurden von den Beamten und Experten gleichzeitig mehrere gro?e (im Rahmen der Region) Projekte behandelt.
Laut Geschaftsordnung erhalten die vom Investitionsrat gebilligten Projekte den Status einer Meistbegunstigungsklausel, d.h., dass das burokratische Verfahren fur diese Projekte kurzer sein wird und nach dem „One-Window-Prinzip“ stattfindet.
Innovation in der Gemusezucht
Auf solche Weise wurde der Bau eines Treibhauskomplexes fur die Tomaten-, Gurken- und Salatzucht begunstigt. Die ganze wirtschaftliche Gemusebetreiberei, die in der Sowjetunion recht gut entwickelt war, wurde in den 90er Jahren abgeschafft. Der Initiator des Projektes sagte, dass im vorigen Jahr in den Treibhausern nur 40 Tonnen Gemuse erzeugt wurden – das sind je 43 Gramm fur einen Gebietsbewohner.
Die Flache des Komplexes soll 20 Hektar betragen, die Produktion mehr als ein Drittel des Gemusebedarfs der Gebietsbewohner decken. Das Unternehmen wird mit modernen automatisierten Steuersystemen fur die mineralische Ernahrung und mit Mikroklima ausgerustet werden. Die Geschaftsleute behaupten, es sei ein Innovationsprojekt, das keine Analoga in Russland hat.
Unsere Partner sind Geschaftsleute aus Holland. Es sei zu betonen, dass in der Sitzung des Investitionsrates auch ein Beamter des Ministeriums fur wirtschaftliche Entwicklung der Niederlande das Projekt vorgelegt hat. In das Treibhausprojekt will man bis 1,5 Milliarden Rubel (40 Mio. €) investieren. Einen Kredit in Hohe von 1,1 Milliarden Rubel (29 Mio. €) zu gewahren, ist die hollandische „Rabo-Bank“ bereit. Die Bauzeit betragt 1,5 Jahre.
Fur Rindfleisch und Schinken, gegen Dunger
Einen gro?en Komplex fur die Kuhzuchtung will eine der bedeutenden russischen Firmen zur Herstellung von Fleischprodukten einsetzen. Das Investitionsvolumen betragt ungefahr 1,6 Milliarden Rubel (bis 42 Mio. Euro), die Realisierungszeit ist 3 Jahre.
Man hat vor, zwei Farmen fur 3000 Stuck einer hochproduktiven Rindviehrasse zu bauen. Zur Futterbasis haben die Investoren von der regionalen Regierung zwei Grundstucke von je 5 000 Hektar angefordert.
Diese Bedingung war nicht die letzte. Die Geschaftsleute erhalten au?erdem eine staatliche Finanzhilfe in Hohe von 700 Mio. Rubel fur notig. Weiterhin sind die Steuervergunstigungen laut Gesetz uber die SWZ (Sonderwirtschaftszone) aufrecht zu erhalten (das Thema wurde auf dem Hintergrund der bevorstehenden Beitritt Russlands in die WTO erortert).
Das dritte Projekt war die gro? angelegte Produktion von Fleischdelikatessen im Kreis Prawdinsk (Friedland). Eine weitere bedeutende russische Firma hat vor, das Projekt zu eroffnen. Die erste Etappe ware die Rekonstruktion des schon bestehenden Betriebes fur die Herstellung von 450 Tonnen Dauerwurstwaren pro Monat, die zweite ist die Produktion von 1350 Tonnen Schinken und Delikatessenprodukten im Monat. Das Gesamtvolumen der Investitionen betragt bis zu 12 Mio. Euro (440 Mio. Rubel).
Eine Bedingung fur das Projekt ware die Hilfe der Regionalbehorden: sie sollten die Gas- und Elektroenergieversorgung sowie die Kanalisation sichern.
Der Bau einer Fabrik fur chemische Dunger im Kreis Neman (Ragnit) wurde dagegen nicht begunstigt. Man hat am Umwelt- und Rohstoffaspekt des Projektes gezweifelt.
Soja zuchten und vor Ort verarbeiten
Diese Investitionsaktivitat ist zeitlich mit der Ankunft des ersten Vizepremierminister Russlands, Viktor Subkow, zusammengefallen. Er betreut die Entwicklung der Landwirtschaft. Als der Beamte die „Sodruzhestwo-Soja“ („Gemeinschaft-Soja“, das gro?te russische Unternehmen fur die Herstellung von Sojaol) besuchte, wurde bekannt gegeben, dass die Firma ihre Leistungen steigern will.
Viel Aufmerksamkeit wurde auch anderen Fragen der Produktion und Verarbeitung im Agrarsektor gewidmet. So hat V. Subkow wahrend des Treffens mit den Vertretern des wirtschaftlichen Business?erklart, dass die Ortsbehorden ab 1. Juli 2011 das Recht bekommen, solche Grundstucke zu entziehen, die nicht von der Landwirtschaft bewirtschaftet werden, aber fur sie bestimmt worden sind. Laut Statistik sind das im Gebiet 50 Prozent des Bodens. Hier wachst alles, deswegen muss man da sowohl Weizen und Raps, als auch Mais zuchten. Naturlich auch Soja, weil es schon einen Verarbeiter gibt, so sagte es der Beamte aus Moskau.
Der Vizepremierminister spricht uber die Unterstutzung des Agrarsektors…
Unter anderem ging es auch um eine Unterstutzung fur die Hersteller von landwirtschaftlichen Produkten. Beispielsweise wurden Preisererma?igungen bei Dieselol versprochen. Das soll laut Subkow den russischen Landwirten ermoglichen, 10 Milliarden Rubel zu sparen. Dabei hat der Vizepremierminister betont, dass im vorigen Jahr nur die Halfte des erklarten Ols mit diesen Erma?igungen gekauft wurde. Leider hat V. Subkow diese seltsame Tatsache nicht erklart. Er hat den Regionalbehorden nur geraten, „aufmerksam zu sein“ und mit den Brennstofffirmen die ungenutzten Erma?igungen vom Vorjahr zu besprechen.
Im Jahre 2011 hat die Regierung der RF zur Sicherung der Ernte 5 Milliarden Rubel zur Verfugung gestellt (doppelt so viel wie im Vorjahr). Jedoch gab Subkow zu, dass die Landwirte „dem Versicherungsunternehmen hinterher laufen mussen“, um die ihnen zustehenden Betrage zu erhalten.
Die zahlreichen Beschwerden haben die Regierung dazu gebracht, ein neues Gesetz uber die staatliche Unterstutzung bei der wirtschaftlichen Versicherung zu verabschieden. Der Vize-Premierminister sagte, dass das Gesetz die erste Lesung in der Duma schon hinter sich habe. Dieses Gesetz wird es ermoglichen, sowohl die Saat als auch das Vieh zu versichern. Daruber hinaus garantiert es die Erhaltung der Versicherung, so Subkow.
Eine Regierungspramie werden diejenigen bekommen, die es geschafft haben, den Rinderbestand in der vorjahrigen Durre zu erhalten. Im Kaliningrader Gebiet machte diese Pramie 42,6 Mio. Rubel aus.
Viktor Subkow meint, dass die Entwicklung der Landwirtschaft zu 90 Prozent von den Bemuhungen der Regionalbehorden abhangt.
Die Landwirte, die das gehort haben, hatten nach dem Treffen mit dem Vize-Premierminister gemischte Gefuhle. Wie sie dann spater hinter den Kulissen zugegeben haben, sei die verstarkte Aufmerksamkeit fur die Landwirtschaft nutzlich, sogar wenn sie nicht durch die Interessen der eigenen Hersteller, sondern durch die plotzliche Steigerung der Lebensmittelpreise bedingt ist. Dennoch werden die Gesetze, die am meisten die Landwirtschaft beeinflussen, die Brennstoff- und Samenpreise regeln und die Branche finanziell unterstutzen sollen, nicht von den Regional-, sondern von den Foderalbehorden verabschiedet.
…und der Landwirtschaftsminister spricht zum Abbau der Zuschusse
Gerade die Fragen der Zuschusse sind fur die Landwirtschaft lebenswichtig. Unter allen weltbedeutenden Herstellern bekommen nur die neuseelandischen Hersteller keine Zuschusse fur ihre Landwirtschaft. In der EU werden dafur 30 Prozent des Haushaltes ausgegeben. In Russland ist die staatliche Unterstutzung 40 mal weniger.
Dasselbe betrifft auch die Finanzen. In den USA kann ein Landwirt einen Kredit fur 30 Jahre mit dem Jahreszins von 4 Prozent erhalten. In Russland ist die au?erste Frist fur so einen Kredit nur acht Jahre mit einem Jahreszins von 12 Prozent.
Die Kaliningrader Hersteller kennen sich sehr gut in dieser Situation aus, denn sie arbeiten mit Kollegen aus Litauen, Polen, Deutschland und Danemark zusammen. Bei so einer unterschiedlichen staatlichen Unterstutzung halten sie sich fur nicht konkurrenzfahig. Die in der Region hergestellten Produkte sind teuerer als im Ausland, sogar bei gleicher Leistungsfahigkeit und Ergiebigkeit sowie bei billigeren Energietragern und Arbeitskraften.
Dabei verkundet in den Verhandlungen uber den Beitritt Russlands in die WTO die Ministerin fur Landwirtschaft, Elena Skrynnik, die staatliche Unterstutzung des Agrarsektors in den kommenden Jahren um das Doppelte zu reduzieren!
Wovon sich dabei seine Untergebene leiten lasst, hat Viktor Subkow aus unbestimmten Grunden nicht erklart. Bei solchen Bedingungen werden die 50 Prozent der Kaliningrader Grundbesitzer kaum ihre landwirtschaftlichen Flachen bearbeiten wollen. Der Agrarsektor ist – wie Gasprom – ebenfalls Business (Subkow ist ja der Vorsitzende des Verwaltungsrates in „Gasprom“). Das Geld nur aus Liebe zur Landwirtschaft und aus Abneigung zu Unkrautern in die Erde zu investieren und nicht zur Gewinnerwirtschaftung, ist ein teueres Hobby und kein Business.
Investoren und Hersteller verstehen das, aber was ist mit der Regierung?
Igor KOWALJOW
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. Mai 2011 um 17:46 Uhr |
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Ende November begann das inzwischen schon vierte Unternehmen innerhalb der letzten zwei Jahre auf dem Territorium des Industriegebietes „Technopolis Gusev“ (Gumbinnen) mit seiner Produktion; es ist das Unternehmen „Pervaja Kartonazhnaja Fabrika“. Das Werk produziert Wellpappe und Verpackungsmaterial aus Pappe. Abnehmer werden zahlreiche Industriefirmen der Nahrungskette werden; ebenfalls auch eine Großzahl von Werken, die Elektro- und Haushaltsgeräte herstellen. Unter anderen sind es die benachbarten Unternehmungen „Prankor“ und „ZTS“, die ihren Schwerpunkt auf Fernsehsatellitensysteme und digitale Receiver setzen. Es muss darauf hingewiesen werden, dass „Pervaja Kartonazhnaja Fabrika“ in Allianz mit den beiden Werken eine Unternehmensgruppe namens „General Satellite“ bildet und dadurch viel zur Entwicklung von „Technopolis Gusev“ beiträgt. Die projektierte Betriebskapazität wird jährlich 80 Millionen Quadratmeter Pappe und Verpackung sein. Dieses Produktionsvolumen gewährleistet ein Team von 150 Mitarbeitern. Bis jetzt mussten die Kaliningrader Betriebe die Verpackung für ihre Produkte aus China importieren. In seiner Rede anlässlich der Fabrikeröffnung gab der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes, Nikolai Zukanow, nicht nur sein Urteil über das Unternehmen als einen zuverlässigen Arbeitgeber ab; er formulierte auch die prinzipielle Position der regionalen Behörden bezüglich der Investitionen. „Zu unseren Aufgaben gehört es auch, im Kaliningrader Gebiet allgemein solche Voraussetzungen zu schaffen, damit auch investiert wird“ – sagte Zukanow. Er teilte mit, dass alle Kaliningrader Stadtverwaltungen die Anweisung bekommen haben, Bezirksterritorien in Industriegebiete umzuwandeln. Die Landesregierung ist dann dafür zuständig, um dort ein Infrastruktur- und Kommunikationsnetz aufzubauen. Den Investoren können dadurch schon fertige Grundstücke angeboten werden. Nach Angaben des regionalen Pressedienstes ist geplant, das erste Grundstück solcher Art im Bezirk Darkemen bereitzustellen. Zurzeit gilt dieser Bezirk als einer der ökonomisch schwächsten in der Region. Das Projekt „Technopolis Gusev“ setzt den Bau von sechs hoch entwickelten Produktionsstandorten und einer großen Ansiedlung auf dem Gelände mit einer Gesamtfläche von 700 Hektar voraus.
Anton SCHMIDT
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. Mai 2011 um 17:47 Uhr |
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So wurde es nach dem Novembertreffen in D?sseldorf von der amtierenden Wirtschaftsministerin des Kaliningrader Gebietes mit ihrem nieders?chsischen Kollegen J?rg Bode, nieders?chsischer Minister f?r Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, verk?ndet. Das Land Niedersachsen gilt als eines der gr??ten Aktieninhaber der Volkswagen AG. Im Kontext des ge?u?erten Vorstandswunsches ?ber die Errichtung eines zweiten Werkes in Russland (das erste in der Stadt Kaluga n?he Moskau ist schon fertig und in Betrieb genommen) wird nun die Pr?fung eines Standortes vorgenommen. Das Kaliningrader Gebiet macht als eines der m?glichen Automobilbauzentren auf sich aufmerksam. Das lokale Kraftfahrzeugwerk „Avtotor“ wurde 2009 zum landgr??ten Kfz.-Hersteller, 2010 hatte sein Management vor, 170 000 Fahrzeuge alle Arten zu produzieren. Die Kaliningrader Region verf?gt ?ber herstelltechnische Erfahrungen und hat qualifizierte Arbeitskr?fte. Es sind auch die beachtlichen Steuerverg?nstigungen von Interesse, die f?r Unternehmen mit einem Standort in der Kaliningrader Sonderwirtschaftszone gelten. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums des Kaliningrader Gebietes, war auf einem vergangenen Treffen ein Besuch der Konzernvertreter in der westlichsten Region Russlands geplant. Deren Ankunft in Kaliningrad wird im ersten Quartal 2011 erwartet. Der Konzernvorstand sowie seine Experten m?chten sich vor Ort auf die Perspektiven des neuen Werkes im Kaliningrader Gebiet informieren.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. Mai 2011 um 17:47 Uhr |
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Die Situation um die Baufortsetzung der gro?en Infrastrukturprojekte der Region beginnt sich zu kl?ren. Die zweite Autobahnbr?cke in Kaliningrad und die Primorskij Autobahn bekommen Subventionen. W?hrend der Autobahnring entlang der Zemlandskij Halbinsel ein relativ neues Objekt ist, gilt die Autobahnbr?cke ebenso als Denkmal sowjetischer Langzeitbaustellen wie das Haus der Sowjets am Schlossberg. Die Br?cke muss die K?nigstrasse und ihre Umgebung in der N?he des Schlossteiches mit dem Friedl?nder Tor ?ber die beiden Pregelarme und die Insel Lomse verbinden. Die Bauarbeiten dort wurden 1985 angefangen und 1992 eingestellt; nach dem Ende der kommunistischen Staatsmacht wurde auch die Budgetfinanzierung solcher Projekte beendet. Erst nach 13 Jahren wurde das Projekt wieder ins Leben gerufen und 2006 kam es erneut zu Bauarbeiten an dieser Stelle. Die Stadtverwaltung ist finanziell nicht imstande, eine Bauma?nahme zu bew?ltigen, die vom Kaliningrader Jahresbudget mit acht Milliarden Rubel bereits 4 Milliarden fordert. Die Hauptgeldlast ?bernahm der Bund, aber der sch?pferische Drang reichte trotzdem nicht lange. 2008 war der Bau stillgelegt, und schon wieder aus dem gleichem Grund: Mittelknappheit. Im Jahre 2009 wurden die Mittel wieder bereitgestellt und die Bauarbeiten fortgesetzt, es wurde dann vor aller Ohren deklariert: die Einweihung der Autobahnbr?cke wird f?r 2011 geplant. Dennoch war w?hrend der letzten Monate die besorgte Stimmung wegen des Schicksals der ungl?ckseligen Br?cke zu h?ren. Der Grund daf?r war der Gouverneurswechsel im Kaliningrader Gebiet. Es ist zu betonen, dass das Finanzierungssystem dieses Objektes zu pers?nlichkeitsbedingt war. Es ist auch zu bemerken, dass die Baustilllegung 2008 fast nach dem gleichen Szenario verlief – das Ende der Aktivit?ten setzte der R?cktritt des damaligen Kaliningrader Gouverneurs Jurij Savenko, der als der gr??te Bef?rworter des Wiederauflebens dieses Projektes galt. Die jetzige Situation konnte zum gleichen Abschluss kommen, da alle ins Projekt flie?ende Gelder unter reger Anteilnahme des Ex-Gouverneurs Georgij Boos str?mten. Und gewisse Anzeichen davon zeigen sich schon. Es l?sst auf jeden Fall nur der Bestand von zwei Milliarden Rubel die Hochbr?ckenbaustelle mit der 25j?hrigen Geschichte bis Ende 2011 abschlie?en. Der neue Gouverneur Nikolaj Zukanov besprach mit den Moskauer Regierungsbeamten das Problem der Finanzierung von Gro?bauprojekten fast direkt nach seinem Amtsantritt. Nach seiner Meinung ist mit den direkten Investitionen und Subventionen aus dem Bundeshaushalt nicht zu rechnen. Wie Herr Zukanov sagte, besteht die gegenw?rtige Wirtschaftspolitik der Bundesregierung darin, keine extra Subventionen und Zusch?sse f?r die Regionen bereitzustellen. Sogar einen Haushaltskredit von Moskau zu erhalten, kann ziemlich problematisch sein. Dennoch erkl?rte der Gouverneur mit dem Verweis auf die russische Pr?sidialverwaltung, dass eine Verein- barung ?ber die Zuwendung von drei Milliarden Rubel aus dem Bundeshaushalt f?r das Kaliningrader Gebiet zum Zweck des Infrastrukturausbaues in Kraft getreten ist. M?glicherweise wird die regionale Regierung schon nach Erhalt dieser Summe der Stadt Kaliningrad den Anteil zur Finanzierung der Hochstra?enbr?cke in Form von Haushaltskrediten anbieten. Wie ein Sprecher der Regierung sagte, wird dies „zu einem g?nstigen Zins“ sein. Neue Finanzierungsquellen im Zusammenhang mit der ?nderung des Finanzierungsansatzes sollen der wahrscheinlichen Beendigung der Sache dienen. Zumindest rechnet damit sowohl die Gebiets- als auch die Stadtverwaltung. Ausgenommen sind die Stadtb?rger, die wegen der Stra?enstaus bald einen Kollaps bekommen. Die Finanzierungsstruktur der Primorskij Autobahn hat das gleiche Vorbild. Dies ist eindeutig das Werk von Georgij Boos. Die Bauunternehmer und Lieferanten erkl?rten schon vor einiger Zeit, dass sie keine finanzielle Unterst?tzung von der staatlichen Seite mehr bekommen und dass sie eigene Mittel investieren mussten, damit die Arbeit vorangehen konnte. Dabei, so sagte der Minister f?r Infrastruktur des Gebietes, Alexander Rolbinov, war sich die regionale Regierung schon in der Entscheidungsphase zur Realisierung des Projekts der Sache bewusst, dass nur der Bundeshaushalt als Hauptgeldquelle in Betracht kommen kann. So war es bisher auch. Diesmal ging es jedoch ohne die ?bliche Subvention von zwei Milliarden Rubel f?r den Bau der n?chsten Autobahnstrecke. Stattdessen gew?hrte das russische Finanzministerium dem Kaliningrader Gebiet einen Haushaltskredit in dieser H?he. Dadurch w?re der Regionshaushalt zus?tzlich belastet. Es folgte dann die Entscheidung, die Autobahn ins Bundeseigentum zu ?bergeben. Die ?bergabe wird bis Ende 2010 geplant. Laut Nikolaj Zukanov zufolge, kam die Zustimmung daf?r schon von der Staatskorporation „Russische Autostra?en“ („Rossijskie Avtodorogi“). Die entsprechende Fertigstellung der Autobahn wird die Korporation selbst?ndig ?bernehmen. Der Gouverneur ?u?erte auch die Hoffnung, dass die zur Zeit im Bau befindliche Strecke von Cranz bis Rauschen fristgem?? in Betrieb genommen wird. Unter anderen Gr?nden soll daf?r die Tatsache sorgen, dass am 15. April 2011 die Er?ffnung des Regierungssitzes Neukuren geplant ist, der auf halbem Wege zwischen Cranz und Rauschen liegt. Freilich f?hrt diese ?berlegung zu einem gewissen Zweifel. Sobald eine moderne Autobahn Kaliningrad, den internationalen Flughafen, den Regierungssitz und den Kurort Svetlogorsk (Rauschen) miteinander verbindet, wird die Staatskorporation dann nicht ihre Mission als erf?llt betrachten? Ein weiterer Teil des Autobahnringes w?rde dann zu einer neuen Kaliningrader Langzeitbaustelle werden, der dann die zweite Hochstra?enbr?cke traurig abl?sen wird. Das sind nur Vermutungen. Es w?re w?nschenswert, wenn sie nicht eintr?fen und all diese nach russischer Art komplizierten Kausalketten und finanziellen Labyrinthe uns aber dennoch auf gerade Stra?en f?hren w?rden. Im wahren Sinne dieses Wortes.
Igor KOWALJOW
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. Mai 2011 um 17:48 Uhr |
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Die Wirtschaft der Bundesrepublik nimmt den ersten Platz bei den au?enwirtschaftlichen Beziehungen zu Kaliningrader Gebiet ein. Dies zeigte die Auswertung des ersten Halbjahres 2010 durch die regionalen Zollorgane. Es ist ein Anteil von 17,6% des Au?enhandelsumsatzes des Gebiets, der auf Deutschland entf?llt. Noch 2009 betrug dieser Anteil 13,13%. Zu den ersten drei Handelspartnern geh?ren, zusammen mit Deutschland, die Slowakei und China – mit 10,62% und 9,5% entsprechend. Letztes Jahr nahmen die genannten drei L?nder Pl?tze in der gleichen Reihenfolge ein. Ihre prozentuellen Werte im ersten Halbjahr 2010 waren aber h?her als die Ergebniswerte f?r das Jahr 2009. Es sind auch die absoluten Werte von Interesse. Die Summe des Kaliningrader Handelsumsatzes mit BRD belief f?r die letzten 6 Monate 2010 auf ca. 590,5 Mio. $. Und f?r das ganze Jahr 2009 – auf 761,98 Mio. $. Das hei?t, es gibt offensichtlich eine Belebung. Die gleichen Tendenzen zeigen auch andere Mitglieder der Kaliningrader Au?enhandelstrio sowie andere Regionspartner beim Au?enhandel. So betrug der letztj?hrige grenz?berschreitende Handelsumsatz in der Region 5,805 Mrd. $, und im ersten Halbjahr 2010 hingegen – mehr als 3,356 Mrd. $. Die unmittelbaren Nachbarn des Kaliningrader Gebiets, Polen und Litauen, zeigten ?berraschend unterschiedliche Ergebnisse. W?hrend im Fall Polens stiegen ganz im Rahmen der allgemeinen Tendenz die Warenumsatzzuwachsraten sowie dessen Anteil in regionalem Au?enhandel erheblich, brach der Handel mit Litauen ein. 2009 machte der Handelsumsatz mehr als 386 Mio. $ aus, und binnen der ersten 6 Monate dieses Jahres – nur noch 92,55 Mio. $. Nach ihrem Halbjahresergebnis von Au?enhandelsumsatz mit Kaliningrader Gebiet geh?rte Litauen sogar nicht mehr zu den Zehn gr??ten Handelspartnern – ihre Werte sanken von 6,65% auf 2,75%. Der Anteil der ersten zehn Handelspartner an dem Au?enhandelsumsatz betrug 73,3%. Nach Angaben von Kaliningrader Gebietszoll nahmen innerhalb der ersten 6 Monate 2010 an Handelsoperationen der Region 3169 Gesellschaften und 42 Selbst?ndige teil. Dabei wuchs die Gesamtzahl von Importeuren auf 5,6% und bildete 3027, und die Zahl der Exporteure ging auf 292 zur?ck.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. Mai 2011 um 17:48 Uhr |
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Am 24. August besuchten Vertreter der Russisch-Deutschen Au?enhandelskammer das Gusewer Gebiet (ehem. Gumbinnen). Die Unternehmer wollten sich pers?nlich von der Qualit?t der zu realisierenden Projekte und deren Investitionsperspektiven ?berzeugen. Insgesamt waren etwa 25 Vertreter vom deutschen und russischen Unternehmertum mit dem Leiter der Nord-Ost-Filiale der Kammer, Dr. Stephan Stein und dem Leiter der Kaliningrader Kammer-Abteilung, Uwe Stieblich unterwegs. Und, das muss man sagen, in Gusew gab es viel zu sehen. Der Entwicklungssprung dieser Industriezone „Technopolis Gusew“ hat die Besucher stark beeindruckt. Neue Werksgeb?ude auf dem vor kurzem noch unbebautem Land demonstrierten eine besonders f?r russische Verh?ltnisse beneidenswerte Dynamik der Verwandlung der Projekte in t?tige Unternehmen. So produziert das inzwischen voll leistungsf?hige „ZTS“-Werk j?hrlich drei Millionen Digitalreceiver und SAT-Anlagen f?r den Fernsehempfang. Nach der allgemeinen Meinung gibt es in Europa kein Werk mit vergleichbarem Produktionsvolumen. Laut Alexander Kolpyschew, dem Vize-Pr?sidenten f?r die Entwicklung des Projektes „Technopolis Gusew“, sind es zwei Prozent der gesamten Weltproduktion. Das zweite Werk stellt Geh?use f?r unterschiedliche Elektronikartikel her. In der Einstiegsphase befinden sich zwei weitere Produktionsst?tten. Die Kartonagefabrik soll die Kaliningrader Werke mit allen Arten der Kartonverpackung beliefern. Heutzutage wird dieser Bedarf zu 90 Prozent durch Einfuhr gedeckt. Von gro?em Interesse ist das Hausbau-Kombinat. Schon sehr bald wird dieses Werk fertige Bauelemente produzieren, mit denen innerhalb von 2 bis 3 Wochen mehrst?ckige Wohnh?user errichtet werden k?nnen. In den Jahren 2011 und 2013 ist ein Produktionsstart von Elektronikplatten und Minielektronikartikel in entsprechenden Werken geplant. In der Gebietsverwaltung wollten sich die AHK-Vertreter mit dem Vorsitzenden vom Gusewer Gebiet, Nikolaj Tsukanow, treffen. Dieser musste jedoch nach Moskau abreisen, weil der russische Pr?sident Dmitrij Medwedew dessen Kandidatur f?r den Gouverneurposten im Kaliningrader Gebiet an die Gebietsabgeordnete vorgeschlagen hatte. In seiner Abwesenheit unterhielten sich die Mitglieder der Handelskammer mit der ersten stellvertretenden Gebietsleiterin, Galina Silenko und der Leiterin der Stadtverwaltung von Gusew, Irina Sidorenko. Hier wurde die Pr?sentation von st?dtischen Investitionsm?glichkeiten fortgesetzt. Es wurden Angebote zur Beteiligung am Projekt einer Wohnsiedlung abgegeben, die sich bereits in der Realisierungsphase befindet. Die Finanzierungsquellen werden durch K?ufer oder Mieter f?r die R?umlichkeiten der stadtsozialen Infrastruktur abgesichert. Wie Herr Dr. Stephan Stein zurecht betont hat, sind solch gute Resultate in Gusew nur dank eines ausgezeichneten Kontaktes und Interesseneinverst?ndnisses zwischen der Gebietsverwaltung und den Projektinvestoren m?glich gewesen. Bedauerlicherweise beteiligen sich viele Investoren nicht an russischen Projekten, weil sie dann erst selbst?ndig eine Bauinfrastruktur aufbauen m?ssen, was diese Projekte wirtschaftlich nicht effektiv macht, meinte Herr Stein. Doch bei diesem konkreten Projekt „Technopolis Gusew“ stellte die Stadtverwaltung eine schon vorhandene Bauinfrastruktur zur Verf?gung. Igor KOWALJOW Foto: Herr Alexander Kolpyschew (links) erz?hlt Herrn Dr. Stefan Stein (im Zentrum) ?ber die Entwicklung des Projekts
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Das Wirtschafts- und Unternehmerforum – so wurde das Treffen russischer (Gebiet Kaliningrad) und deutscher Gesch?ftsleute (Bundesland Mecklenburg-Vorpommern) genannt. Das Forum fand in Kaliningrad vom 24.-27. Juni 2010 statt Das Zentrum f?r Informationssicherung des Business „INOK“, Kaliningrad, und das Technologiezentrum Warnem?nde, Deutschland, haben mit Unterst?tzung des Bundesministeriums f?r Wirtschaft und Technologie das Forum mit organisiert. Im Konferenzraum des Hotels „Kaiserhof“ trafen sich ?ber 70 deutsche und russische Vertreter von Firmen und Organisationen, vor allem aus Baugesch?ft, maritimer Industrie, Verarbeitung, Schiffsbau, Consulting, Technologie- und Wirtschaftsberatung, Bildung. Die Kontaktb?rse und strategische Diskussion zum Thema wissenschaftlich-technischer Zusammenarbeit auf Grundlage der Partnerschaftsbeziehungen zwischen Kaliningrad und Rostock wurden zu Kernveranstaltungen des Forums. Hohes Interesse zog an sich das Thema der Er?ffnung eines Technologiezentrums in Kaliningrad heran. „Die Herausforderungen, vor denen unsere beiden L?nder stehen, lassen sich besser ?berwinden, wenn diese in den letzten Jahrzehnten gewachsene verl?ssliche Partnerschaft ausgebaut wird“, betonte in seiner Begr??ungsrede der stellvertretende Leiter des Referats Au?enwirtschaftsbeziehungen zu den GUS-Staaten im Bundesministerium f?r Wirtschaft und Technologie Herr Bernhard Duch. „Die Nutzung des Potentials erfordert jedoch energische Ma?nahmen auf beiden Seiten. Die deutsche Wirtschaft ist gut aufgestellt f?r die Modernisierungspartnerschaft mit Russland“. Herr Duch hat weiterhin unterstrichen, dass die deutschen Firmen in der Region Kaliningrad die M?glichkeit zur Zusammenarbeit vor allem im Infrastrukturbereich, in der maritimen- und Hafenwirtschaft sehen. Die Bundesregierung f?rdere nicht nur deutsche Exporte und Investitionen nach Russland, sie hie?e auch russische Investoren in Deutschland willkommen. Die Erwartungen vom Wirtschaftsforum dr?cken sich u.a. in der St?rkung der Gesch?ftsbeziehungen unter den russischen und deutschen Firmen, in der Kooperation in Kaliningrad wie auch in den deutschen L?ndern aus. Als Muster und Leiter der Politik zur St?rkung der bilateralen Beziehungen dient Teilnehmer des Forums Firma Stahlbau Stieblich aus Mecklenburg-Vorpommern, die mit OOO „Stieblich-Industriebau-Projektierungsb?ro“ seit 2007 in Kaliningrad ingenieur-technische und Bauleistungen anbietet. Nach Information des Zentrums „INOK“ werden weitere deutsch-russischen Gesch?ftsveranstaltungen geplant. Das erh?ht die Attraktivit?t Kaliningrads f?r die ausl?ndischen Investoren.
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Zuletzt aktualisiert am Montag, 30. Mai 2011 um 17:50 Uhr |
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Am 17. Mai fanden in der russischen Staatsduma die Anh?rungen der Abgeordneten statt. Es wurde unter anderem die Anwendung des Gesetzes „Zur besonderen wirtschaftlichen Zone im Kaliningrader Gebiet“ behandelt. Mehrere Vorschl?ge der Kaliningrader Delegation fanden Unterst?tzung bei den f?deralen Parlamentariern. Nur zur Erinnerung: das BWZ-Gesetz wurde im Januar 2006 verabschiedet. Davor galt eine andere Gesetzlage, n?mlich die vom Jahre 1996. Der prinzipielle Unterschied zwischen den beiden besteht grob ausgedr?ckt darin, dass nach dem "ersten" Gesetz alle in dieser Region angemeldeten juristischen und nat?rlichen Personen das Recht auf die wirtschaftlichen Privilegien hatten, aber nach der "zweiten" Fassung nur die "Residenten", die eine bestimmte Summe an Investitionen (mehr als 4 Millionen Euro) geleistet hatten. Doch bei der Verabschiedung des "neuen" Gesetzes wurde die Geltungsdauer von einigen Artikeln des "alten" Gesetzes f?r eine ?bergansfrist von 10 Jahren verl?ngert. Funktioniert, aber mit Problemen... Nichtsdestotrotz wurde die T?tigkeit der BWZ positiv bewertet. Der russische Pr?sident Dmitrij Medwedew sagte zum Beispiel im Januar 2008, als er die Bilanz der zweij?hrigen Existenz des "Kaliningrader" Gesetzes gezogen hatte: "Das gew?hlte Model funktioniert gut und wird noch Fr?chte bringen". Doch parallel zum Wachstum von Investitionen und der Entstehung von Tausenden neuen Arbeitspl?tzen h?uften sich auch die vielf?ltigsten Probleme an. Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes, Georgij Boos, sagte zum Beispiel w?hrend der parlamentarischen Anh?rungen, dass in das regionale Budget seit dem Jahre 2006 nicht mehr als 1,7 Milliarden Rubel eingeflossen sind, welche die Steuerpr?ferenzen darstellen. Diese Verluste wurden durch keine anderen steuerlichen Eink?nfte ausgeglichen. Aus diesem Grund stellt die Gebietsregierung die Frage nach einer Notwendigkeit eines zus?tzlichen Mitteltransfers aus dem f?deralen Budget, um dadurch die regionale Kasse aufzuf?llen.
Aufbewahren, was noch da ist Das ist nur einer von zwanzig Verbesserungsvorschl?gen zum BWZ-Gesetz, die bei den Moskauer Anh?rungen seitens der Delegation aus dem Kaliningrader Gebiet gemacht wurden. Auch die globale Finanzkrise, welche diese Region nicht verschont hat, versch?rfte die vorhandenen Probleme. F?r die Gesundung der stark angeschlagenen Wirtschaft und den Abschluss der struktur-technologischen Reformen werden nach Meinung der Kaliningrader Experten 3 bis 4 Jahre ben?tigt. Es wurde vorgeschlagen, die ?bergangsfrist f?r alle Unternehmen, die nach dem "alten" BWZ-Gesetz arbeiten, um weitere 5 Jahre, also bis zum Jahr 2021, zu verl?ngern. Davon sind im ganzen Kaliningrader Gebiet 2500 Unternehmen betroffen. Nach der Meinung des stellvertretenden regionalen Industrieministers, Wladimir Aschichin, wird diese Ma?nahme " Stabilit?t und Heranziehung von zus?tzlichen Investitionen sichern und es erlauben, die schon bestehenden regionalen Projekte am Leben zu erhalten"Der n?chste Vorschlag war die Bildung einer logistischen Abzweigung der ?rtlicher Wirtschaft zu einem selbst?ndigen Bereich. Daf?r ist eine Ver?nderung der zu strengen Zollbestimmungen notwendig, welche f?r Tausende von Trucks, die in der Region entsprechend dem "alten" BWZ-Gesetz angemeldet waren, eingef?hrt wurden. Heutzutage werden die Trucks, die unter das Regime der zollfreien Zone fallen, nicht als ein normales Transportmittel, sondern als Ware angesehen, was zu einer Zahlung des vollen Zollsatzes bei der Einreise nach Russland verpflichtet. Demgem?ss wird an alle Kaliningrader Autotransport-Unternehmen, die auf internationalen Linien t?tig sind, eine Anforderung zu einer Pflicht-Durchreise des Kaliningrader Gebietes gestellt. Im Endeffekt haben die russischen Transportunternehmen ihren Marktanteil auf den innerrussischen Linien der Konkurrenz ?berlassen; die H?lfte von 3000 Trucks, die in Kaliningrad angemeldet sind, stehen nur herum und das Volumen der Transporte, die im Jahre 2009 von Kaliningrader Automobilsten bewerkstelligt wurden, ist im Vergleich zum Jahre 2008 um 50 bis 60 Prozent zur?ck gegangen. Nach dem Vorschlag der regionalen Regierung ist es dringend notwendig, eine einmalige Amnestie aller Zolls?tze f?r eingef?hrte Lastwagen durchzuf?hren und auf alle administrative Ma?nahmen zu verzichten, welche die Wettbewerbsf?higkeit der Kaliningrader Transportunternehmen auf dem internationalen Markt negativ beeinflussen.
Nicht "?ber den Kopf" Kaliningrads entscheiden Ziemlich wichtig ist auch der Vorschlag, die Liste der Waren, welche nicht zu einer zollprivilegierten Einfuhr in die BWZ zugelassen sind, in Zukunft mit der Gebietsregierung abzustimmen. So macht zum Beispiel die unerwartete Initiative vom Landwirtschaftsministerium der Russischen F?deration, eine zollprivilegierte Einfuhr von Pflanzen?len zu verbieten, den ganzen Sinn der schon get?tigten gro?en Investitionen in die regionale Wirtschaft zunichte. Das wird zu einem Vertrauensverlust bei den Investoren und m?glicherweise zu einer Einstellung der Arbeit von zwanzig Kaliningrader Unternehmen f?hren. Der Vorschlag zur Gr?ndung einer Spezialabteilung des Akzise-Zolls in Kaliningrad, die sich mit dem Verzollen von Edelsteinen und Edelmetallen befassen w?rde, k?nnte auch einer langj?hrigen, absurden Situation ein Ende bereiten, bei der es praktisch unm?glich ist, die in der Region produzierten Schmuck- und Bernsteingegenst?nde ?ber die Grenzen hinaus auszuf?hren. Diese Misslage betrifft auch die Museums-Ausstellungen (dar?ber haben wir schon einmal in der Vergangenheit berichtet). Au?erdem fordern die Kaliningrader eine Abschaffung der Anmeldepflicht in den Hotels f?r ausl?ndische Touristen, welche von der f?r das Gebiet zust?ndigen Ombudsfrau, Irina Werschinina, als erniedrigend bezeichnet wurde. Die Abschaffung w?rde garantiert zu einer Belebung in der Touristikbranche beitragen. Eine weitere Forderung betrifft die Angleichung der Gaspreise an den Durchschnittspreis im europ?ischen Teil Russlands. Bei den Lastenbef?rderungen zwischen Kaliningrad und Russland m?ssen Verg?nstigungen eingef?hrt werden, und zwar in beiden Richtungen. Das alles soll die gegenw?rtige Diskriminierung von regionalen Unternehmen und B?rgern endlich beenden; zur Zeit m?ssen sie wegen des Transits f?r alles bezahlen. Wie aus den aufgelisteten Problemen sichtbar wird, richtet sich die Mehrheit der Fragen an den Zoll. Dabei werden diese schon seit langer Zeit nicht gel?st. Der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes, Georgij Boos, sieht es f?r notwendig an, das ?rtliche Zollamt aus der Kreisverwaltung in die f?derale Verwaltung zu verlegen. Seine Meinung ist auch die der meisten Kaliningrader. Das soll die administrativen Barrieren niedriger machen und die L?sung dieser Probleme zur unmittelbaren Aufgabe der exekutiven Macht werden lassen.
Der Zoll auf der Konkurrenzseite? Es muss bemerkt werden, dass bei den parlamentarischen Anh?rungen sehr viele unparlamentarische Aussagen in Richtung Zoll gemacht wurden. "Sehr oft passiert es so, dass die verabschiedeten Gesetze (Zollgesetze – die Red.) dem Mutterland Russland einen Wohlstand bringen, aber f?r Kaliningrad den Tod bedeuten", sagte der Abgeordnete der Gebietsduma, Alexander Kusnetsow. Nicht weniger hart war das Urteil des Vorsitzenden vom Staatsduma-Komitee f?r Wirtschaftspolitik und Unternehmertum, Ewgenij Fjodorow, der bei den Anh?rungen ebenfalls Kaliningrad vertrat. Ihm zufolge wurde das K?nigsberger Gebiet von Anfang an als eine Fortschrittregion geplant, die mit Westeuropa konkurrieren sollte, aber die Zollbeh?rde verh?lt sich so, als w?rde sie auf der Seite der Konkurrenz stehen. Ziemlich charakteristisch ist die Meinung des Vorsitzenden vom Komitee f?r Wirtschaftspolitik, Walerij Draganow (er ist ?brigens der fr?here Leiter des russischen Zollamtes): "Um die BWZ im Kaliningrader Gebiet funktionsf?hig zu machen, muss man nur Gesetze befolgen. Leider tun es die Beamten nicht. <...> Die Hauptlast der Wirtschaft sind administrative Schranken und die Korruption. Anstatt Menschen zur Gr?ndung von eigenen Gesch?ften zu motivieren, schaffen die f?deralen Aufsicht- und Verwaltungsstrukturen zus?tzliche Hindernisse und st?ren dadurch die ?konomische Entwicklung im Kaliningrader Gebiet". Herr Draganow bemerkte auch die Abwesenheit der Vertreter von diesen Verwaltungs- und Aufsichtsstrukturen im Anh?rungs-Saal und bezeichnete diese Tatsache als Hohn. Als Mittel dagegen schlug er die Schaffung einer starken offensiven lobbyistischen Koalition vor, um "die Interessen des Kaliningrader Gebietes zu sch?tzen, weil sie gleichzeitig auch strategische Interessen Russlands darstellen". Die Region in eine neue Landstrategie aufnehmen Der Vorsitzende bei den Abgeordneten-Anh?rungen und der erste Vizesprecher der Staatsduma, Oleg Morosow, res?mierte, dass Verbesserungen zum BWZ-Gesetz notwendig sind und m?ssen im Interesse der Entwicklungsstrategie des ganzen Russlands vorgenommen werden: „Es sollen neue Wege gefunden werden, neue L?sungen, welche die besonderen Bedingungen des Kaliningrader Gebietes ber?cksichtigen w?rden“, sagte Herr Morosow. Als Ergebnis der heutigen parlamentarischen Anh?rungen m?ssen Ratschl?ge kommen, die uns dabei helfen, diese Region einwandfrei in die erneuerte sozial-?konomische Entwick- lungsstrategie Russlands aufzunehmen. Und in der Tat, die Folgen der stattgefundenen Anh?rungen werden als hoffnungsvoll bewertet. Auf der Seite der Kaliningrader stehen einflussreiche Politiker mit einem hohen Posten in der regierenden Partei. Das erste Ergebnis war die Ankunft einer Delegation von Abgeordneten aus Moskau in Kaliningrad, wo die Mitglieder des russischen Parlamentes alles, was sie im Sitzungssaal der Staatsduma erfahren haben, pers?nlich beurteilen konnten. Jetzt bleibt den B?rgern der Region nur ?brig, auf die ad?quaten Probleml?sungen zu warten. Anton SCHMIDT
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Die regionale Verwaltung strebt eine weitere wirtschaftliche Diversifizierung des Kaliningrader Gebietes an und will eine gleichm??igere territoriale Verteilung der Produktionskapazit?ten erreichen. Um eine qualit?tsausgerichtete Sicherung von Investitionen in der Wirtschaft zu gew?hrleisten, m?ssen Fl?chen f?r zuk?nftige Produktionsstandorte mit der gesamten daf?r ben?tigten Infrastruktur zur Verf?gung gestellt werden. Das Wirtschaftsministerium hat eine Analyse von allen in Frage kommenden Landressourcen durchgef?hrt. Das Register des Ministeriums beinhaltet 19 Gewerbegebiete, welche die Voraussetzung erf?llen, um dort Produktionsst?tten unterzubringen. Das gr??te davon ist „Technopolis Gusew“ (im ehem. Gumbinnen). Dessen Fl?che ist mehr als 700 Hektar gro? und hier arbeiten schon einige neue Betriebe. Im nahe Kaliningrad gelegenen Gurjewskij Bezirk (ehem. Neuhausen) gibt es gleich zwei Gewerbegebiete: „Konstantinowka“ und „Neuhausen“ mit Fl?chengr??en von je 25 und 229,1 Hektar. Kaliningrad selbst ist imstande, von Investoren ausgestattete Produktionsfl?chen im Gewerbegebiet des Unternehmens „Balttechprom“ (150 Hektar) und im Gewerbegebiet „Sapad“ (dt. „Westen“ mit 17,3 Hektar) zur Verf?gung zu stellen. Zwei Gebiete mit Stromversorgung und Kommunikationseinrichtungen auf einer Gesamtfl?che von 11 Hektar gibt es im Bagrationowskij Bezirk (ehem. Preu?isch Eylau). Im Nemanskij Bezirk (ehem. Ragnit), wo vor kurzem mit der Errichtung eines Kernkraftwerkes begonnen wurde, sind ganze sieben Investitionsfl?chen mit einer Gesamtfl?che von 69,9 Hektar vorhanden. Im Osjorskij Bezirk (ehem. Darkemen) gibt es sechs davon (13,1 Hektar). Polessk (ehem. Labiau) und Mamonowo (Heiligenbeil) bieten je 3 und 141 Hektar an. Au?erdem sind weitere 217 Grundst?cke im ganzen Kaliningrader Gebiet bestimmt worden, die f?r eine industrielle Entwicklung in Frage kommen k?nnten. Diese sind ?ber das ganze Gebiet verteilt: vom Bagrationowsk (ehem. Preu?isch Eylau) im Westen bis Nesterowo (ehem. Stallup?nen) und Slawsk (ehem Heinrichswalde) im Osten bzw. Norden. Eine besondere Beachtung verdient Tschernjachowsk (ehem. Insterburg) mit 77 von derartig geeigneten Grundst?cken. Die Stadt ist um so interessanter, weil ihre Bev?lkerungsanzahl die drittgr??te in der Region ist - somit bietet Tschernjachowsk auch Personalressourcen an. Trotz allem muss aber bemerkt werden, dass ein Gewerbegebiet r?ckl?ufig wurde. Hierbei handelt es sich um ein Grundst?ck von 96 Hektar im Gurjewskijer Bezirk, auf dem ein Moskauer Unternehmen einen Techno-Logistik-Park mit 12 hochwertigen Lagerhallen, 3 Produktionsgeb?uden sowie 2 Hotel- und Verwaltungsgeb?uden errichten wollte, wie es das Unternehmen im Jahre 2008 verk?ndete. Inzwischen hat dieses Unternehmen aber seine ganzen Pl?ne zur?ckgezogen. Momentan wird nun dieses Land zur?ck gekauft und ein Teil davon soll nach Entscheidung der regionalen Verwaltung f?r die Trassenf?hrung einer Gasleitung genutzt werden. Oleg PAWLOW
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Die Geschichte des Kaliningrader Gebietes als eines gro?en Fischereiwirtschaft-Zentrums fing Ende der 40-er Jahre an, zeitgleich mit der ersten Hering-Expedition in den Nordatlantik. Bis zum Zerfall der UdSSR war auf diesem kleinen Territorium ein gut entwickelter allseitiger Fischfang- und Verarbeitungskomplex ausgebaut worden, also ein vollwertiger Fischereiwirtschafts-Cluster, um es modern auszudr?cken. Die sowjetischen zwei Drittel des regionalen Bruttoinlan dprodukts Bis zum Jahre 1990 bestand dieses Zentrum aus 25 gro?en Produktionsst?tten und Institutionen, welche zusammen eine einheitliche Technologiekette bildeten. Diese bestand aus Fanggesellschaften und Verarbeitungsfirmen, Maschinen-, Schiffbau- und Transportunternehmen, aus wissenschaftlichen Institutionen und letzlich geh?rten auch hohe und mittlere Fachschulen dazu. Etwa 300 Schiffe fischten in fast allen Gebieten der Ozeane. Dar?ber hinaus gab es viele Schiffe mit kleiner Tonnage, die den Fischfang in der Uferzone und in den Buchten des Baltikums betrieben haben. Die Betriebskapazit?ten des Komplexes erlaubten es, j?hrlich 800 Tausend Tonnen Fisch zu fangen und daraus 500 bis 600 Tausend Tonnen Lebensmittelprodukte herzustellen. Das Personal f?r die Fischereiwirtschaft wurde an zwei Hochschulen sowie an einigen Mittelfach-, Beruf- und Seefahrtschulen ausgebildet. Wissenschaftliche Unterst?tzung zum Thema Fischfang und dessen Verarbeitung gab das spezielle Atlantische Institut f?r Fischereiwirtschaft, welches im Besitz einer eigenen Flotte war. Im gro?en und ganzen war das eine riesige und profitable Struktur, die zwei Drittel des regionalen Bruttoinlandproduktes erbrachte und damit nat?rlich auch lukrative Steuereinnahmen, mit denen aus den Ruinen K?nigsbergs ein modernes Kaliningrad auferstehen konnte.
Eine Fischverarbeitung, die einen Sturm ?berlebte Und dann kam Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts das pl?tzliche Aus. Fast alles, was im Laufe von 45 Jahren aufgebaut worden war, wurde zerst?rt... Die Ergebnisse dieses Untergangs lassen sich leicht durch die Angebote in den Fischgesch?ften jener Zeit illustrieren. Da tauchten pl?tzlich importierte Meeresprodukte und Salm auf und verdr?ngten den von Kaliningrader Fischern gefangenen See- und Ozeanfisch?berflusses. Das Millennium wurde von einem mitleiderregenden Rest der Flotte gefeiert. Die Flotte war praktisch ausgeraubt. Vor den Augen aller Kaliningrader zerfielen privatisierte Unternehmen innerhalb weniger Jahre und diejenigen, die ihnen den Dolchsto? ins Herz versetzten, erwachten als Million?re und Multimillion?re. Es bedarf keines Kommentars, wenn beispielsweise drei gro?e vergleichsweise noch neue Trawler zum St?ckpreis von einer (!) Deutschen Mark ersteigert wurden. Die mit der Privatisierung begonnene Degradation der Flotte setzt sich leider auch jetzt noch weiter fort. Daf?r als Beispiel eine mit dem 10. M?rz 2010 datierte Mittelung einer Informationsagentur: „Fischfangunternehmen „Atlanttralflot“ verkauft drei Gro?tonnage-Trawler“. Geht man von den Trawlernamen aus, dann werden besteht kein Zweifel, dass hier die Reste sowjetischer Erbschaft „zu Ende gegessen“ werden. Eine andere Erbschaft gibt es sowieso nicht, denn in der ganzen nachsowjetischen Zeit wurde in Kaliningrad kein einziger neuer Gro?trawler gebaut. Weggeschwommen ist auch die wissenschaftliche Personalbasis des Fischerei-Segmentes. Wenngleich auch Institutionen erhalten geblieben sind, so haben sie zur Zeit jedoch neben ihren auszubildenden Funktionen noch alle m?glichen anderen, nur um irgendwelche Eink?nfte zu haben. Menschen, die eine Seeausbildung bekommen, f?llen meistens die Reihen ausl?ndischer Flotten. Keine Schiffe im Hafen, das hei?t auch kein Bedarf an Reparaturarbeiten. Fabriken f?r Schiffbau und Sanierung werden geschlossen oder umprofiliert. Mit aller Wahrscheinlichkeit kann man davon ausgehen, dass die Fischverarbeitung der einzige Zweig ist, der den Sturm der 90er Jahre ?berlebt hatte. Nach einem gro?en R?ckgang kam es zu Beginn des neuen Jahrtausends zu einer vollen Reorganisierung der Infrastruktur und zu einem ungest?men Wachstum auf neuer technischer und technologischer Grundlage. Statistischen Berichten zufolge wurde zum Anfang der globalen Weltfinanzkrise jede dritte russische Fischkonserve im Kaliningrader Gebiet hergestellt. Nat?rlich kann man nicht sagen, dass ?berhaupt nichts geblieben ist. In der Region werden 77 Unternehmen verschiedener Kategorien gez?hlt, die einen Uferfischfang betreiben. Und 44 besch?ftigen sich mit dem Ozeanfischfang. Greift man noch einmal auf die Statistik zur?ck, dann entfallen auf das Kaliningrader Gebiet 10 Prozent des gesamtrussischen Fischfanges. Die gleichen 10 Prozent waren es auch zu Sowjetzeiten. Allerdings wurden damals 700 Tausend Tonnen pro Jahr gefangen und jetzt weniger als 300 Tausend . . .
Keine Schiffe – keine Fische... Es gibt in Kaliningrad garantiert keine einzige Person, die das alles gut finden w?rde. Sowohl die Fischerei selbst, als auch die ?rtliche Regierung reden st?ndig von ihrem Wunsch, die Fischereiwirtschaft wieder zu beleben. Die F?derale Regierung zeigt ihrerseits auch das gleiche Interesse, nur im Landesma?stab. Es wurde ein Programm gestartet, welches eine Entwicklung der russischen Fischereiwirtschaft bis zum Jahr 2020 bewerkstelligen soll. Vor allem sind Schiffe notwendig. Gibt es keine, dann verliert Russland an Quoten f?r den Fang in ozeanischen Fischfangregionen. Die russische Regierung stimuliert die Fischer durch Subventionierung des Kreditprozentsatzes f?r den Bau von neuen Schiffen. Der Staat ist dazu bereit, 7 Prozent zu zahlen. Doch eine Flut an Bauauftr?gen fehlte bis jetzt. Der Grund ist einfach: reale Prozents?tze sind zu hoch – im Durchschnitt 20 Prozent pro Jahr! Und ein neuer Gro?tonnage-Trawler kostet 50 Millionen Dollar und braucht einige Jahre, um gebaut zu werden. Wie der Pr?sident des Bundes von Fischindustriellen des Westens (Kaliningrader Vereinigung von Fischfangunternehmen) Ernst Smelow sagt, ist die Tilgungsfrist von 5 Jahren ebenfalls zu kurz. Und noch ein Problem in der Wechselbeziehung mit den Banken z?hlt er auf: sie wollen keine Unternehmensschiffe pf?nden. Bei solchen Bedingungen wundert man sich kaum dar?ber, dass Mittel, die von der ?rtlichen Regierung zur Erneuerung der Flotte in H?he von 130 Millionen Rubel (3,25 Millionen Euro) bereit gestellt werden konnten, letztlich nicht in Anspruch genommen wurden, wie es im Jahre 2009 der Fall gewesen ist. Die Fischer lenken die Aufmerksamkeit der Regierung darauf, dass eine solche minimale staatliche Beteiligung v?llig unzureichend ist, um die vom Staat gestellten Aufgaben l?sen zu k?nnen. In Europa werden beispielsweise gro?e Schiffe im staatlichen Auftrag gebaut und dann zur Pacht oder Leasing ?bergegeben.
Gemeinsame See – gemeinsame Bem?hungen Die Uferfischerei steht auch vor ernsten Problemen. Die Ostsee ist zu „intern“ und steht unter einem sehr starken anthropogenen Einfluss. Die Befischung erfordert von den K?stenl?ndern viele gemeinsame Bem?hungen. Die sechsseitige Danziger Vereinbarung verlor ihre G?ltigkeit mit dem EU-Beitritt Polens und Litauens. Im Jahre 2009 wurde eine ?hnliche Vereinbarung zwischen Russland und der EU ?ber die Nutzung von Ressourcen der Ostsee unterzeichnet. Sie erlaubt bestimmte Fangmengen unter Ber?cksichtigung der Fortpflanzung des Fischbestandes. Diese Vereinbarung wurde zu einem Impuls bei der Entstehung des Programms f?r die Entwicklung der regionalen Fischereiwirtschaft. Der Haupteinsatz ist auf die Vergr??erung der Best?nde von wertvollen Fischarten ausgerichtet. Im Kurischen Haff soll 2011 eine Zuchtfabrik im europ?ischen Ma?stab er?ffnet werden. Zuchtschwerpunkt ist der baltische Aal. Daf?r wurden aus dem f?deralen Budget 200 Millionen Rubel (etwa 5 Millionen Euro) freigegeben. Wie der Landwirtschaftsminister des Kaliningrader Gebiets, Andrej Romanow sagte, sollen in Zukunft j?hrlich 50 Millionen Rubel (1,25 Millionen Euro) f?r die Anschaffung von Jung-Aalen ausgegeben werden. Da der Aalfang in Grenzgebieten betrieben wird, gibt es Probleme mit litauischen und polnischen Kollegen, indem sie noch jegliche gemeinsame Ma?nahmen verweigern. Aus diesem Grund ist eine Er?rterung dieser Angelegenheit gleich bei der ersten Sitzung von Russland und der EU im Bereich des Fischfanges und der Ressourcenerhaltung in der Ostsee sehr gut m?glich. Solch ein gro?es Interesse f?r den Aal ist erkl?rlich, denn 200 Tonnen davon kosten soviel, wie 30 Tausend Tonnen mit anderen Ostsee-Fischarten wie Dorsch, Str?mling, Sprotte, Scholle usw. Das ist die gesamte j?hrliche Fangmenge der Kaliningrader Fischer. Im vergangenen Jahr aber haben wir von den erlaubten 40 Tonnen nur 10 Tonnen gefischt. Zu sowjetischen Zeiten sind es Hunderte gewesen! Das Potential liegt auf der Hand, es muss nur realisiert werden. Auch andere wertvolle Arten wurden nicht vergessen. Im Jahre 2009 wurde an der Kurischen Nehrung eine Zuchtanlage f?r Renke-Jungfische in Betrieb genommen. Es gibt Projekte, die sich mit der Schollen- und Ostseelachszucht befassen oder die Auff?llung des Dorschbestandes zum Ziel haben. Und wieder einmal derselbe Gedanke: die See geh?rt allen, deswegen sollen auch die Bem?hungen gemeinsam sein. Ob diese Bem?hungen wohl ausreichen werden, damit Kaliningrad den Status eines leistungsvollen Fischereiwirt- schafts-Clusters wiedergewinnen kann? Fachleute sagen, dass es noch m?glich w?re, auch wenn es schwierig werden k?nnte. Aber die Bewohner der Region sind diesem Status sehr viel mehr zugeneigt als der Perspektive einer Spielzone. Und die sowjetischen zwei Drittel des regionalen Bruttoinlandproduktes sind dabei ein starkes Argument. Ob es wohl z?nden wird?IGOR KOWALJOW Foto: EDUARD MOLTCHANOW
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Im territorial kleinen Kaliningrader Gebiet wird wie nirgendwo n Russland deutlich, dass unz?hlige landwirtschaftliche Fl?chen brach liegen. Das ist besonders n der Grenze zu Polen und Litauen auff?llig. Es treten jedoch neue erfolgreiche Eigent?mer auf, die den Versuch machen, diese Situation radikal zu ver?ndern.
Es ist eine wirklich sehr paradoxe Situation, wenn fast die H?lfte der landwirtschaftlichen Nutzfl?che in der Region nicht mehr bestellt wird. Wie soll man es sonst nennen, wenn in einem Gebiet nur ein Viertel der Nutzfl?che bearbeitet wird, alle anderen Fl?chen verwildern, w?hrend in anderen Regionen mit gleichen Natur- und Bev?lkerungsverh?ltnissen es nur wenig brachliegende Felder gibt?
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In der Agrarstatistik liegt der zweite Widerspruch. Der durchschnittliche Ertrag von Weizen im Kaliningrader Gebiet war im Jahre 2009 das zweith?chste Ergebnis in Russland nach der s?dlichen Region Krasnodars und die Rapsproduktion stand an erster Stelle. Hier dr?ngt sich die Frage auf, wie solche Ergebnisse erzielt werden k?nnen, wenn Unkr?uter und Gestr?pp die H?lfte der Felder ?berwuchern. Der dritte Widerspruch besteht darin, dass die Landwirte das Getreide nicht verkaufen k?nnen, was ?brigens schon im vorigen Jahr eintrat. Ist das ein Zeichnen der ?berproduktion? Nein. Bis dahin ist es noch weit. Es gibt noch ein Wachstumspotential. Und es gibt einen Platz f?r dieses Wachstum – eben auf demselben Brachland. In Kaliningrad gibt es auch viele, die an dieser Entwicklung interessiert sind. Ein gutes Beispiel daf?r ist die „Novoe Pole“ GmbH („Neues Feld“, Pravdinsk Gebiet, Friedland).
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Im Jahre 2007 besa? der Betrieb 3000 Hektar Nutzfl?chen, im Jahre 2009 wurden schon 8000 Hektar abgeerntet. Bis 2015 wird sich diese Zahl verdoppeln – bis zu 16 000 Hektar. Es sei gesagt, dass „Novoe Pole“ f?r das Kaliningrader Gebiet kein typisch landwirtschaftlicher Betrieb ist. Der Unternehmensberater Professor Gerd Gref ist ein bekannter Deutscher Agrartechniker, hatte erfolgreich bei der Rettung vieler europ?ischer und nordamerikanischer Betriebe mitgewirkt. „Novoe Pole“ besitzt einen ganzen Park von Maschinen weltweit f?hrender Hersteller. Die Produktionsanlagen und die administrativen Geb?ude, die mit einem Computer-Netzwerk verbunden sind, wurden von Grund auf neu gebaut. Das Unternehmen hat gro?e ausgearbeitete wirtschaftliche Pl?ne und die Ergebnisse jeder einzelnen Entwicklungsphase werden streng bewertet. Laut Expertenberichten l?ge im Anfangsjahr 2007 der Rapsertrag bei 18 Zentner pro Hektar. F?r 2012 ist eine Steigung von diesem Ertrag bis 50 Zentner pro Hektar geplant, von der Weizenernte bis 70 Zentner. Im Jahr 2009 wurden 35 und 60 Zentner abgeerntet. Im Vergleich dazu betr?gt die durchschnittliche Ernte in ganz Russland 18 und 26 Zentner.
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„Novoe Pole“ ist offensichtlich ein erfolgreiches Unternehmen. Jedoch kann auch dieses Unternehmen Probleme nicht ohne weiteres umgehen, die f?r diese Branche typisch sind. Der Verkauf von Getreide zum gerechten Preis wirkt sich unwirtschaftlich aus. Der aktuelle B?rsenpreis in Russland betr?gt 3,5 Rubel pro Kilogramm. Das ist sogar f?r das ?berleben eines Unternehmens nicht genug. Die einzige Hoffnung der Bauern ist jetzt der Export. So exportierte„Novoe Pole“ 8 von 10 000 Tonnen der Weizenernte zu einem Kilopreis von 5 Rubel. W?hrend der Krise w?ren die Produkte viel billiger geworden. Die Erh?hung des Bodenwertes der Nutzfl?che erleichterte die Kreditaufnahme, f?hrte aber zur Steigerung der Grundsteuer. Eine Ernteversicherung bei dem heutigen finanziellen „Appetit“ der Versicherer ist sogar f?r einen gutgehenden Betrieb zum Luxus geworden. Nichtsdestotrotz sind die Gesellschafter von "Nowoe Pole" GmbH zu einer Ausdehnung der Produktion bereit. Bereit, daf?r hochwertige Technik zu kaufen. Die Fruchtbarkeit des Brachlandes zu erh?hen. Eine neue Infrastruktur aufzubauen. Personal einzulernen. H?user f?r die eingeladene Fachkr?fte zu bauen – das erste Haus mit 10 Wohnungen soll schon dieses Jahr fertig werden. „Wir k?nnen jetzt eine planm??ige Verwirklichung der vor einigen Jahren gestellten Aufgaben sehen. Daher halten wir zuk?nftige Geldinvestitionen in unserem Agrarbusiness f?r berechtigt“, stellt der Gr?nder und Hauptaktion?r der „Novoe Pole“ GmbH, Alexander Girsekorn fest. Jedoch ohne staatliche F?rderung kann der Agrarbereich ?berhaupt nicht ?berleben; weder in Europa, noch in Russland. Unsere europ?ischen Konkurrenten haben uns ?berholt, weil das System von Staatssubventionen und Zusch?sse in der EU sehr effektiv ist. Die gleichen Ma?nahmen erwarten wir von unseren Staat“. Aus der Erfahrung der „Novoe Pole“ GmbH wird deutlich, dass Russland die gleichen Leistungen wie Europa erlangen kann. Vorausgesetzt, dass die Wirtschaftsverh?ltnisse gleich sind. Dabei m?ssen die Vektoren der Interessen der Privatunternehmer und des Staates in die gleiche Richtung zeigen. Oleg Pawlow
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Am 21. M?rz wurde die Kaliningrader Vertretung des Internationalen Wirtschafts- und Unternehmerkongresses (ICIE) f?r eine Zusammenarbeit mit Gesch?ftskreisen der Ostsee-Staaten er?ffnet. ICIE ist eine Institution, welche die nationalen Unternehmerverb?nde und Wirtschaftsvertreter aus 26 europ?ischen und asiatischen Staaten vereint - von Ungarn und Polen bis Georgien und Kasachstan. Der Kongress hat einen hohen offiziellen Status, sowohl bei der Organisation der Vereinten Nationen f?r industrielle Entwicklung (UNIDO), als auch bei der Interparlamentarischen Versammlung der GUS-Mitgliedsstaaten. Wie es ihr Leiter, Alexander Hirsekorn, w?hrend der offiziellen Er?ffnung der Baltischen Kongressvertretung dargelegt hat, liegt die Hauptmission dieser Vertretungsstelle in der Schaffung einer funktionierenden Kommunikationsplattform f?r den Dialogaufbau, sowie im Aufnehmen von direkten Gesch?ftsverbindungen im Interesse aller Partnerschaftsteilnehmer. In diese beiden Ziele soll zuk?nftig das ganze bisher erarbeitete ICIE-Potential eingesetzt werden. Die Ostsee-Region ist eines der europ?ischen Gebiete mit der dynamischsten Entwicklung. In diesem Zusammenhang wird die neue Vertretung vom grunds?tzlich internationalen ICIE zu einem effektiven Zentrum der Zusammenarbeit zwischen den gesch?ftlichen Interessen aller baltischen L?nder, einschlie?lich Skandinavien, Deutschland und der L?nder, die aktiv sind, die Infrastruktur der Ostsee sein.
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Es ist verst?ndlich, dass dabei auch die Interessen des Kaliningrader Gebietes und dessen Unternehmen nicht auf der Strecke bleiben werden: Wenn man das gesamte Potential der Kaliningrader Enklave ausnutzen w?rde, k?nnte diese sogar mehr M?glichkeiten bieten, als jedes anderes Land. Unsere Aufgabe ist es auch, dem Kaliningrader Gebiet dabei zu helfen, Investitionen hierher zu f?hren und bei den Unternehmern ein Interesse daf?r zu wecken, hier ihre Gesch?fte zu machen, sagt der Pr?sident des ICIE und das Mitglied des F?deralen Rates Russlands, Viktor Gluchich. Bei der Er?ffnung der Baltischen Vertretung waren mehr als 50 Teilnehmer anwesend, darunter Vertreter von Unternehmerverb?nden verschiedener L?nder, Mitglieder von st?dtischen Regionalverwaltungen und Vertreter diplomatischer Missionen und der NGO. Sobald die kurzen Empfangsreden und Gl?ckw?nsche abklangen, gingen die pragmatischen Gesch?ftsleute zu einer Besprechung von wichtigsten makroregionalen Themen ?ber: „Energetische Sicherheit im Zusammenhang mit der Errichtung des Baltischen Kernkraftwerkes im Kaliningrader Gebiet“, „Transport-logistische Korridore West-Ost im Licht der Zollunion von Russland, Wei?russland und Kasachstan“, „Innovative Ausbildung als Instrument der Entwicklung der baltischen Makroregion“. Die ?kologische und ?konomische Folgen der Entstehung des gebietsgr??ten Industrieobjektes, dem Baltischen Kernkraftwerk, macht sowohl der ?ffentlichkeit als auch dem Unternehmertum der baltischen Staaten Sorgen. „Das Projekt BKKW ist nach der offiziellen Bekanntgabe durch die Internationale Atomenergieorganisation IAEO das ungef?hrlichste von allen weltweit existierenden KKW-Projekten“, charakterisierte Sergej Bojarkin, stellvertretender Generaldirektor von „Rosenergoatom“. Der Konzern „Rosenergoatom“ ist verantwortlich f?r die Errichtung und den Betrieb aller russischen Kernkraftwerke. Laut den Prognosen von Herrn Bojarkin wird der BKKW-Bau einen sehr starken Einfluss auf die regionalen Energiem?rkte und auf die Vorstellungen ?ber die wirtschaftlichen Kapazit?ten des Kaliningrader Gebietes haben.
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Alexander Hirsekorn bemerkte dazu: „Kaliningrad vor dem KKW und Kaliningrad danach – das sind in ihrem Potential zwei ganz unterschiedliche Regionen“. Schon die erste Arbeitswoche der Baltischen Kongressvertretung brachte einige interessante Vorschl?ge zutage, welche m?glicherweise interessante und konkrete gesch?ftliche Fortsetzungen haben werden. So teilten die „Rosenergoatom“-Vertreter bei der Beantwortung der Frage eines litauischen Vertreters ?ber die Kooperationsm?glichkeiten bei der KKW-Errichtung mit, dass auch die ausl?ndischen Unternehmen zur Teilnahme an den ?ffentlichen Ausschreibungen bis 60 Prozent der KKW-Bauleistungen zugelassen sind. Der Gesamtwert dieser Ausschreibungen betr?gt 5 Milliarden Euro. Viktor Fedosow, ein Vertreter der Moskauer Innovationsschule f?r Koordinierung „Skolkowo“ (deren Aufsichtsratvorsitzende ?brigens der russische Pr?sident Dmitrij Medwedew ist), bot dem Kongress einen interessantes gemeinsames Projekt an, bei dem das ber?hmte Kaliningrader Segelschiff „Krusenstern“ eingesetzt werden soll. Seitens dem ICIE-Pr?sidenten wurde dem Herrn Fedosow zugesichert, dass sein Vorschlag unbedingt begutachtet wird. Laut Herrn Gluchich ist Kaliningrad nicht zuf?llig zum Hauptquartier der Baltischen Vertretung ausgew?hlt worden. „Die geopolitische Lage des westlichsten Teils Russlands ist ideal f?r eine Zusammenarbeit mit den Gesch?ftskreisen der baltischen, skandinavischen und zentraleurop?ischen L?nder. Au?erdem ist die Wirtschaft Kaliningrads sehr empf?nglich f?r die europ?ischen Technologien, hier gibt es eine gro?e Erfahrung in einer au?enwirtschaftlichen T?tigkeit“. Zum Abschluss des M?rztreffens ?u?erte der ICIE-Chef seine Hoffnung auf eine erfolgreiche und produktive Vertretungsarbeit, welche f?r die ganze Region vom gro?en Nutzen sein wird.
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Es wurde neue Frist des Ausbaus zweiter Rampenbr?cke in Kaliningrad f?r 2012 erkl?rt. Zusammen mit dem Haus der Sowjets, ist die zweite Rampenbr?cke auch ein Symbol des Kaliningrader Langfristbaubaus. Der Bau der Konstruktion, die sich ?ber zwei ?rmeln Pregel und den S?mpfen der Insel Lomse streckt, wurde 1985 begonnen. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Jahr 1992 wurde auch der Bau gestoppt. Und vor ein paar Jahren, wurde beschlossen diese Br?cke zu Ende zu bauen. Fertigstellun im Jahr 2008, sp?ter 2009, 2010… Die Fristen wurden wegen regelm??iger Unterfinanzierung aus dem F?deralen Budget genau so regelm??ig verlegt. F?r heute betr?gt die Fertigstellung des Objektes 30 %. Der bestimmte Vorteil war die Anmeldung Kaliningrads als Fu?ball-WM Stadt in 2018 oder 2022. Das neue Stadion soll laut Plan in unmittelbarer N?he von dieser Br?cke entstehen und die Br?cke selbst soll zur Haupt - Transportkommunikation werden. Wie der Stellvertreter des Verwaltungschefs Kaliningrads, der Vorsitzende des Komitees f?r Architektur und Bau, Pawel Sarkissow mitgeteilt hat, ist das neue Schema der Br?cke schon fertig. Die Bauarbeiten sollten in 2010 mit Hilfe der Regierung der Region mit 2 Mrd. Rubeln (46,5 Mio. Euro) finanziert werden. Es ist die H?lfte des Gesamtwertes der Br?cke. Die Fertigstellung von „Bau des Jahrhunderts auf Kaliningradisch“ ist im Jahr 2012 geplant. К.А. Foto: Eduard MOLTCHANOW
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Die baltische Schiffsbaugesellschaft „Jantar“ feiert ein bedeutendes Ereignis. In Kaliningrad wurde f?r die indische Marine eine Raketenfregatte gebaut, die nun vom Stapel gelaufen ist. Das Schiff ist zu 60 Prozent fertig. Die wichtigste Ausr?stung und Waffensysteme sind bereits installiert. Die noch ausstehenden Arbeiten werden nun auf Wasser durchgef?hrt. An den Feierlichkeiten nahm eine Delegation von Vertretern des indischen Milit?rs teil, mit dem indischen Generalkonsul in St. Petersburg Radhika Lal Lokesh und dem Marine-Attach? in Russland Surey Kumar Greval an der Spitze. Ein indisches Gebet wurde verlesen, die traditionelle Flasche Champagner am Schiffsrumpf zerbrochen – und schon ist ein neues Schiff geboren. Das ist die erste der drei Fregatten, die vom Projekt 1136,5 vorgesehen sind und mit deren Bau an der Kaliningrader Schiffswerft bereits begonnen wurde. Der Name der Fregatte ist „Teg“ – „S?bel“. Die anderen beiden hei?en „Tarkash“ („K?cher“) und „Trikand“ („Bogen“). Die indische Pr?sidentin Pratibha Devisingh Patil war pers?nlich f?r die Namenswahl verantwortlich. Die Experten z?hlen die Schiffe dieser Serie mit zu den weltweit besten in ihrer Klasse. Ausgestattet mit einzigartigen technischen Details und umfangreicher Bewaffnung werden sie zu einer universellen Waffe auf den Weltmeeren. Alle drei Schiffe sollen 2011 bis 2012 an Indien ausgeliefert werden. Die Gesamtkosten betragen 1,1 Milliarden Dollar. F?r die Schiffsbaugesellschaft „Jantar“ ist das nicht einfach nur eine Etappe auf dem Weg einer Auftragserf?llung, sondern ein wichtiger Meilenstein. Den Worten vom Gesch?ftsf?hrer Igor Orlow nach, bringt dieses Projekt „Jantar“ wieder zur?ck in die Reihen solider russischer Schiffsbaugesellschaften. Denn tats?chlich wurde ein gro?es Schiff hier das letzte Mal 1997 zu Wasser gelassen. Heute dagegen stehen noch zwei „indische“ Fregatten auf der Auftragsliste, dazu ein gro?er Truppentransporter, ein wissenschaftliches Forschungsschiff und einige Patroullienboote. Der Schiffsbauer „Jantar“ rechnet auch weiterhin mit positiver Entwicklung. Wie der russische Pr?sident Dmitri Medwedew bei seinem Besuch in Kaliningrad verk?ndete, ist in den n?chsten zehn Jahren der Wiederaufbau einer starken Marine geplant. Die Kaliningrader Werft sieht sich als vollwertiger Teilnehmer an diesem Vorhaben. Ein Projekt zur Rekonstruktion der Produktionsst?tte liegt bereits vor. Die entsprechenden Papiere befinden sich zur Pr?fung in Moskau. Einer der Mitautoren des Projekts ist die deutsche MG Rostock, eine der f?hrenden Marketinggesellschaften, die schon einige ?hnliche Unternehmen weltweit aufgebaut und modernisiert hat. Am Ende soll eine effektive „Kompakt-Werft“ entstehen. Ein weiterer Entwicklungsstrang betrifft die technologische Umr?stung. F?r diese Pl?ne werden 27 Milliarden Rubel (600 Millionen Euro) gebraucht. Im Unternehmen „Jantar“ rechnet man damit, dass das Projekt angenommen wird und in das f?derale Programm zur Entwicklung der R?stungsindustrie Russlands Eingang findet.
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Die Lage, in der sich die Bernsteinbranche des Kaliningrader Gebiets befindet, wurde in der Regionalregierung besprochen Die Bernsteinbranche ist das typische Opfer der postsowjetischen Stagnation. Mehrere Gauner mit den russi- schen, amerikanischen, litauischen und anderen P?ssen privatisierten, zerr?tteten das Bernsteinkombinat und machten es pleite mittels der verschiedenen Machenschaften. Das Unternehmen wurde von einer Hand zur anderen gereicht, dabei war es immer kurz vor dem Kollaps. Zu einem bestimmten Zeitpunkt war sogar die Rede davon, das Kombinat zu schlie?en und die Abbaugebiete zu versenken, um auf bessere Zeiten zu warten. Das wurde aber nicht gemacht. Das Kombinat wurde vom Staat ?bernommen und arbeitet nach wie vor. Es hat au?erdem eine Monopolstellung bei der Gewinnung und Verarbeitung von Bernstein. Die jetzige Situation kann man als stabil beschreiben.
MEHR AUSGEFUHRT ALS GEF?RDERT In der letzten Zeit wurden eine Reihe von Beschl?ssen und Dokumenten festgesetzt, die die Wiederbelebung und die Modernisierung der Bernsteinindustrie beinhalten. Zum Beispiel, das Programm „Entwicklung der Bernsteinindustrie im Kaliningrader Gebiet 2007-2011“. Nur sind die Probleme dadurch nicht verschwunden. Dies hat die Sitzung der Kaliningrader Regierung zur Entwicklung der Bernsteinindustrie gezeigt. Die Durchf?hrung des Programms wurde von dem Gubernator des Kaliningrader Gebiets Georgij Boos stark kritisiert. „An das Programm m?sste man so rangehen und betrachten, dass es auch wirklich einen Nutzen bringt, ansonsten ist es nur eine „Filkina Gramota“* und kein Programm“, so der Gubernator. Was hat Herr Boos zur so einen heftigen Kritik bewegt? Dazu muss man sagen, dass beim Treffen einige unangenehme Fakten und negative Tendenzen zum Vorschein kamen, die im Zusammenhang mit der Herstellung von Bernstein sowie der Gesetzgebung um den Bernstein verbunden sind. Es fehlt die Transparenz in Bezug auf die Gewinnung von Bernstein sowie auf den Handel. So hat, zum Beispiel, der Leiter der regionalen Verwaltung der staatlichen Steuerbeh?rde (UFNS) Andrej Fjodo- row mitgeteilt, dass, obwohl im September 2009 nur 200 Tonnen Bernstein gef?rdert wurden, betrug die Ausfuhr 450 Tonnen. Dabei hatte jede Warensendung legale Unterlagen. Woher kommt dieser Bernstein? H?chstwahrscheinlich kommt der gr??te Anteil aus illegalen F?rderst?tten. Gleich nach dieser Konferenz wurden zwei der illegalen F?rderst?tten geschlossen, in denen die F?rderung professionell mit den schweren Ger?ten betrieben wurde.
NICHT ERREICHBAR F?R DIE KALININGRADER Das andere gro?e Problem ist der Zugang zu den Bernsteinressourcen. Hier herrschen bis heute Monopole. Au?erdem wurde von Herrn Boos bem?ngelt, dass eine transparente Bernsteinb?rse bis heute nicht eingerichtet wurde. Das Bernsteinkombinat l?st diese Fragen selbst?ndig derart, dass letztendlich die Intervention der staatlichen Aufsichtsorgane erforderlich ist. Vor kurzem wurde das Unternehmen durch den Antimonopoldienst mit einer stattlichen Geldstrafe belegt; ein Grund daf?r war unberechtigte Preis?berschreitung f?r den Bernstein f?r die einheimischen Verbraucher und die Bonusgew?hrung f?r die ausl?ndischen Kunden. Deshalb ist es kein Wunder, dass man in der B?rse von Gdansk das Rohprodukt des Bernsteins ca. zweimal billiger als in Kaliningrad kaufen kann! Bemerkenswert ist dabei, dass es in Polen keine industrielle F?rderung gibt. Laut Prognosen des Industrieministers des Kaliningrader Gebiets Mikhail Kara- pysch, aus 310 Tonnen des Bernsteins, die im 2009 gef?rdert werden sollen, werden nur 93 Tonnen auf dem nationalen Markt verkauft. Im Jahre 2008 bekamen die einheimischen Handwerker nur 131 Tonnen, wobei es 333 Tonnen gef?rdert wurde. Allerdings soll diese Lage zum 2010 zum Guten ?ndern: die Kaliningrader w?rden 170 aus 320 Tonnen bekommen, so Mikhail Karapysch. Wahrscheinlich wird sich die Tendenz durch die ergriffenen Ma?nahmen ?ndern. Bis dahin beschweren sich die einheimischen Handwerker in ihren Briefen an die zust?ndigen Beh?rden wegen des Rohstoffmangels. Leiter der regionalen Gesellschaft der Bernsteinersteller Wasilij Simonow ist der Meinung, dass der Rohstoffmangel das Hauptproblem dieser Branche sei. Laut Einsch?tzungen wird nur ein Viertel der Fertigungskapazit?ten genutzt. Man muss au?erdem die gesamte Herabsetzung der Bernsteinf?rderung ber?cksichtigen. 1996 wurde es, zum Beispiel, 300 Tonnen gef?rdert, im 2004 nur 312 Tonnen. Seitdem wird j?hrlich diese Menge gef?rdert. Als Folge dieses merkw?rdigen Mangels wird die Anzahl der profilierten Unternehmen st?ndig verringert. Nach Angaben der regionalen Verwaltung f?r innere Angelegenheiten, wurden zum 1.Januar 2003 359 Unternehmen registriert, die sich mit der Bearbeitung des baltischen Edelsteins besch?ftigten. Schon ein Jahr sp?ter sind von ihnen nur 142 geblieben… In Polen sind es inzwischen 4000 solche Unternehmen ge?ffnet worden, und ihre Anzahl w?chst jedes Jahr.
SEIT 5 JAHREN PROBLEME MIT DEM ZOLL Aber auch das sind nicht alle Stolpersteine, die den Bernsteinmeister im Weg liegen. Die Richtlinie des russischen Zolls verbietet faktisch die wirtschaftliche Einfuhr sowie die Ausfuhr von kostbaren Metallen und Steinen. Betroffen von dieser Regelung sind auch fertige Juwelierprodukte. Die Opfer dieser Einschr?nkungen sind nicht nur die ans?ssigen Juweliere, sondern auch kulturelle Einrichtungen wie das Bernsteinmu- seum. Wie Tatjana Suworowa, Leiterin des Bernsteinmuseums gemeldet hat, st??t sie bei jeder Ausfuhr bzw. Einfuhr der Museumsexponate auf fast undenkbare Probleme, die keine legalen Formen der Ein- oder Ausfuhr der Exponate ?ber die Grenze erlauben. Das dauert schon seit f?nf Jahren. Der Gubernator G.Boos hat einen Auftrag gegeben, eine Anrede an den Pr?sident Medwedew und an den Premierminister Putin vorzubereiten. Er hat die heutige Situation so gesch?tzt: „Mehrere Lobbyisten nutzen alle m?glichen Mittel, um die L?sung dieses Problems zum Nachteil der nationalen Wirtschaft und der Wirtschaft anderer L?nder zu Gefallen zu verhindern“. Inwiefern wird diese Anrede effektiv sein? Lobbysm in Russland ist weit verbreitet. Aber die Bernsteinbranche hat ohne einen positiven Bescheid keine Perspektive. Ohne Leistungswettbewerb gibt es keine Entwicklungsbasis. HOFFNUNG AUF DAS BESTE Andere Auftr?ge des Gubernators kann man auch erfolgsversprechend nennen, zum Beispiel, gemeinsame Untersuchung der Sache ?ber den „?bersch?ssigen“ Bernstein und illegale F?rderung, oder die Gr?ndung der Bernsteinb?rse in Kaliningrad. Man m?chte hoffen, dass diese unangenehme Besprechung als Anlass f?r die ?nderungen in der Markenbranche der Region dienen wird. Denn es gibt sowohl ein kulturelles als auch technisches Potenzial. Es gibt ausgezeichnete Juweliere, Graveure, sogar die neuen Technologien, die zur Gewinnung und Bearbeitung des Bernsteins eingesetzt werden. Man strebt danach, sich nicht auf regionale Basis zu verschlie?en, sondern eine Synthese der verschiedenen Schulen zu schaffen. Vor kurzem wurde eine Vereinbarung unterschrieben, die erlaubt, den vier besten Studenten, die ein Designerwettbewerb gewonnen haben, ein Praktikum bei den ber?hmten italienischen und deutschen Juwelieren zu absolvieren. Dies wird dem ausgestrebten Wachstum der kulturellen Werte der Meisterwerke von Kaliningrader Juwelieren zugutekommen. Man darf nicht vergessen, dass es einen Welthandel mit Bernstein gibt. Der Umsatz liegt bei 1,2 Milliarden Euro. Die 20 Mio. Euro, die aus der Kaliningrader Region kommen, ist eine Beleidigung f?r die Region. Das Gebiet soll seinen Status des Zentrums der Bernsteinwelt zur?ckgewinnen. Die Bernsteinbranche bedarf der gr?ndlichen Reinigung von den Zumischungen und dem Schmutz, genauso wie die Bernsteine nach der F?rderung. Denn hier, im Kaliningrader Gebiet, war eine jahrhundertelange Bernsteintradition entstanden, die eine ehrenwerte Fortsetzung verdient hatte.
• Filkina Gramota ist das russische Idiom, das folgende Bedeutungen hat: – Urkunde, die unwissend zusammengestellt wurde; das Geschreibsel; – Urkunde ohne Rechtskraft. Igor KOWALEV
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Das Modell des zuk?nftigen Baltischen Kernkraftwerks Russlands Ministerpr?sident Wladimir Putin unterschrieb die Anordnung ?ber die Errichtung des Baltischen Kernkraftwerks im Nordosten der Region. Im n?chsten Schritt wird eine Korrektur des Schemas zum Lokalisierungsvorhaben von elektroenerge- tischen Objekten bis ins Jahr 2020 vorgenommen. Der entsprechende Auftrag wurde dem Ministerium f?r Energieverwaltung und der f?deralen Agentur f?r Atomenergie „Rosatom“ erteilt. Diese Nachricht verlagert das Thema der Errichtung eines Kernkraftwerks im Kaliningrader Gebiet aus dem Bereich der popul?ren Spekulationen in den Rang der vielversprechenden Projekte. Wobei das Projekt sofort den Status des Favoriten in einem Konkurrenzrennen einnimmt – denn es ist allgemein bekannt, dass au?er Russland auch andere L?nder, unter ihnen Polen, Litauen und Wei?russland, den Wunsch ?u?erten, ein Kernkraftwerk im s?dlichen Baltikum aufzubauen. Vor kurzem sprachen auch einige einflussreiche Politiker Lettlands das Begehren aus, ein eigenes Atomkraftwerk zu haben. Die Experten meinen, dass der erste, welcher mit der praktischen Umsetzung seiner Absicht anf?ngt, die anderen f?r lange Zeit oder sogar f?r immer in den Schatten stellt. Bei diesem Rennen ist Russland, als ein Land mit einer gro?en Erfahrung im Bereich der Atomenergie, mit eigenen Technologien und ausreichenden Rohstoff- und Finanzressourcen, in einem klaren Vorteil. Energie f?r den Eigenbedarf oder den Export? Wird die Elektroenergie eines Atomkraftwerks mit der Kapazit?t von 2300 MWt gefordert? Die Gegner des Baus meinen, dass f?r eine Region, welche im Jahr durchschnittlich 800 MWt verbraucht, das Projekt ?konomisch nicht vertretbar ist. Vor allem angesichts des Baus eines zweiten Kraft-W?rme-Kopplung Heizwerkes, dessen voraussichtliche Produktion sich auf 900 Mwt bel?uft, und des Starts eines regionalen Programms zur Entwicklung und Modernisierung der energetischen Sph?re, welche die Rekonstruktion alter und den Aufbau neuer Objekte vorsieht. (Im Rahmen des Programms erwartet man den Zugewinn von zus?tzlichen 500 Mwt zum Jahr 2014.) Doch die Anh?nger widersprechen. Sie behaupten, dass es im Kaliningrader Gebiet schon heute ein Produktionsdefizit g?be: 25% von elektrischer Energie werden entweder in Litauen gekauft, oder werden auf Transitwegen durch Wei?russland und Litauen aus Russland transportiert. Schon jetzt w?re vorauszusehen, dass mit der Schlie?ung des Kernkraftwerks Ignalina der litauische Energiemarkt abst?rzen wird und der Defizit auf bis zu 40% wachsen wird – das sind die Argumente mit denen sie versuchen, ihre Opponenten zu ?berzeugen. Im Zusammenhang mit dem Umstieg der litauischen Netze auf die, von Russland unterschiedlichen, Standards der EU kann zuk?nftig auch der Transit unm?glich werden. Ein weiteres Argument zugunsten des Baus eines Kernkraftwerks ist der m?gliche Zuwachs des Elektroenergieverbrauchs in der Region, der als Folge der Realisierung gro?er Projekte stattfinden kann: Der Aufbau einer Spielzone und die Steigerung des Tourismus, sowie Aufbau neuer H?fen und technischer Anlagen. Und nat?rlich muss erw?hnt werden, dass man vom Baltischen Kernkraftwerk aus, welches au?erordentlich gut gelegen sein wird, Energie f?r den Export nach Europa liefern kann. An dem letzten Punkt hat sogar die potentielle Konkurrenz nichts auszusetzen. In September waren die Marktpriese f?r Elektroenergie in Deutschland 2,5-mal h?her als in Russland. Die Differenz der Selbstkosten f?r Produktion von elektrischer Energie in Russland und in Europa betr?gt 35%. Die Frage ist, wer die Energie des Kaliningrader Kernkraftwerks kaufen wird und wie sie dem K?ufer geliefert wird. In vielerlei Hinsicht wird die Antwort auf diese Frage auch den Bestand der Investoren bestimmen – zum ersten Mal in der Geschichte russischer Atomkraftwerke werden 49% an private Organisationen gegeben.
Konkurrenzkampf der Investoren Es wurde bekannt, dass zum schon fr?her in der Rolle eines „Mit-Investors“ erw?hnten deutschen Konzern EnBW AG, mit dem der russische Operator f?r Energieverk?ufe „InterRAO“ ein Memorandum ?ber Zusammenarbeit unterschrieben hatte, der italienische Stromversorger „Enel“ hinzukam. Diese Nachricht teilte der Vorstand des „InterRAO“, Evgenij Dod, mit. „Doch es ist noch zu fr?h, feste Aussagen zu treffen“ – reagierte darauf der Leiter von „Enel-Russia“ Dominique Fache. Wir erinnern daran, dass eine ?hnliche Reaktion auch von den Vertretern der EnBW AG demonstriert wurde. Was von der ?u?ersten Vorsicht und dem Widerwillen zeugt, unn?tige Aufmerksamkeit einer gro?en Zahl von Konkurrenten zu erwecken. Als einer der m?glichen Investoren wird auch die spanische Iberdrola gesehen. Die Beobachter rechnen auch mit dem m?glichen Interesse des deutschen Energieriesen E.ON. Dar?ber hinaus gibt es Informationen ?ber Gesellschaften, die beabsichtigen, als Lieferanten und Auftragnehmer in das Projekt einzusteigen: Dazu z?hlen die italienische Ansaldo und die franz?sisch-russische Alstom-Atomenergomasch. Es ist sehr wahrscheinlich, dass bei dem Treffen der F?hrung von „Rosatom“ und den Vertretern ausl?ndischer Energiekonzerne, welches im „Falke Resort Hotel“ in Svetlogorsk stattfand, die Pl?ne der Lieferung von elektrischer Energie aus dem Kaliningrader Gebiet nach Europa besprochen wurden. Eine sensationelle Aussage zu diesem Thema machte bereits Dangiras Mikolaj?nas, Mitglied des Vorstandes von “InterRAO”, w?hrend seines Besuchs in Moldawien. Noch f?hre die Gesellschaft Verhandlungen mit den deutschhen Teilnehmern des Baus der Gasleitung “Nord Stream” ?ber eine Verlegung des Elektrokabels entlang der “Pipeline”. Das n?chste Treffen f?nde mit den Vertretern der litauischen Seite statt.
“Das Projekt hat viele Eiganartigkeiten” Der komplizierteste und emotionalste und deshalb auch am meisten diskutierte Aspekt ist der ?kologische. Viele Menschen sehen die M?glichkeit, neben einer riesigen Quelle permanenter Gefahr zu leben, negativ. Umfragen ergaben, dass 43% der Einwohner Kaliningrads gegen die Errichtung des Baltischen Atomkraftwerks sind, 19% f?r den Bau und weitere 26% nur unter Bedingung der Einhaltung strengster Sicherheitsbestimmungen bei der Projektierung, dem Bau und dem Betrieb des Kernkraftwerks bef?rworten. Nicht mal die ?kologen haben eine einheitliche Meinung. W?hrend Felix Alekseev, ein bekannter Spezialist auf dem Gebiet der ?kologie das Projekt unterst?tzt, ihn als sicher einstuft und sogar eine Verringerung der negativen Belastung f?r die Umwelt prophezeit, ist der Verein „Ecodefence!“ mit der Errichtung absolut nicht einverstanden. – Der Bau wird in einer gro?en Eile geplant und ist in vielen Hinsichten eigenartig – erkl?rt die Vorsitzende des Vereins, Alexandra Koroljeva. Sie zweifelt an der Sicherheit des gew?hlten Reaktormodells und der Auswahl der Baupl?tze, kritisiert die Dokumentation, welche ihrer Meinung nach keine vollwertigen Informationen ?ber den Umgang mit den nuklearen Abf?llen, ?ber die Demontage der Reaktoren, ?ber Verhaltensweisen bei m?glichen Unf?llen und die M?glichkeiten der Evakuation der Bev?lkerung beinhalte. Trotz des bestehenden Beschlusses der Regierung werden die Aktivisten der „Gr?nen“ ihre Bem?hungen gegen den Bau eines Atomkraftwerks auch weiterhin steigern. Sie veranstalteten bereits eine Unterschriftensammlung und reichten eine Klage gegen die Regierung der Region wegen einer Aus?bung des Drucks auf Organe der kommunalen Selbstverwaltung bei der Staatsanwaltschaft ein. Den Anlass daf?r gab die Aufhebung des Beschlusses der Abgeordneten des Rates der Stadt Sovetsk (ehemal Tilsit) ?ber die Durchf?hrung einer ?ffentlicher Anh?rung und Diskussion ?ber den Bau eines Atomkraftwerks in der N?he des zweitgr??ten Ortes der Region.
Oleg Pawlow Foto: Eduard Moltschanov
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Im Kaliningrader Gebiet werden neue Betriebe gegr?ndet Ende August geschah in der Stadt Gusew (ehemalig Gumbinnen) ein sehr bemerkens-wertes Ereignis. W?hrend der globalen Krise, die die Wirtschaft zerst?rt und die Produktion stoppt, wurden zwei neue Werke in Betrieb genommen, die Arbeitspl?tze f?r 1000 Menschen sichern. F?r das kleine Verwaltungszentrum mit 27.000 Einwohnern ist das von gro?er Bedeutung. Die neuen Betriebe sind nur die Ersten von einer Reihe eines Systemprojektes mit dem Namen „Das Territorium der wissenschaftlich-technischen Entwicklung der Technologie-Stadt Gusew“. Der Generalinvestor ist der Hersteller und der Trader der radioelektronischen Ausr?stung des Kaliningrader Gebietes – die Gesellschaft „General Satellit“. Bis zum heutigen Tag hat der Resident dieser besonders ?konomischen Zone ca. 20 Mio. Euro in das Projekt investiert. Geplant ist eine Anlage von ?ber 110 Mio. Euro. Diese w?rde in der Technologie-Stadt mit der derzeitigen sozialen Infrastruktur dann 2500 neue Arbeitspl?tze schaffen. Das Unternehmen ZTS (das Zentrum der Fernsehsysteme) produziert Receiver f?r den Empfang von digitalem Fernsehen, w?hrend das Unternehmen „Prankor“ die Geh?use der Receiver und die Satellitenantennen f?r das russische System „Tricolor-TV“ herstellt. Die Produktion der ersten 100.000 digitalen Receiver beginnt schon Anfang September. Bis zum Ende des Jahres wird die planm??ige Herstellung von 300.000 Receivern pro Monat erwartet. Wie der Pr?sident der Gesellschaft „General Satellit“, Andrej Tkatschenko, sagte, sind das ganze 1,5 % der weltweiten Produktion ?hnlicher Einrichtungen. Dieses Unternehmen ist einzigartig. Es befindet sich weder in China noch in S?dostasien. Die neuen Betriebe in Gusew sollen nicht nur f?r die Stadt, sondern f?r die ganze Region eine gro?e Rolle spielen. Das Kaliningrader Gebiet ist seit langem russischer Marktf?hrer in der Elektronik – Montageproduktion. Bis zu 60 % aller Fernseher zum Beispiel wurden hier in Russland im letzten Jahr produziert. Jetzt sind die elektronischen Erzeugnisse in vollem Umfang erschienen. Ganz Russland setzt seine Hoffnungen auf die Hersteller aus Gusew. Ein f?derales Programm f?r den totalen ?bergang auf das digitale Fernsehen wurde f?r das Jahr 2015 genehmigt. Die digitalen Receiver aus russischer Produktion mit den niedrigen Selbst-kosten sollen die technischen und sozialen Seiten dieses Programms gew?hrleisten. Bei der Er?ffnungszeremonie sagte der Gouverneur des Kaliningrader Gebietes, Georgij Boos, die Region k?nnte nach dem Erhalt des Einverst?ndnisses der russischen Regierung zum Pionier werden. Damit k?nnte der ?bergang auf das digitale Fernsehen bereits 2010 erfolgen. F?r das kleine Gebiet, das von ausl?ndischen Staaten eingeschlossen ist und das aus technischen Gr?nden und den internationalen Frequenzbeschr?nkungen f?r das Analogfernsehen keinen sicheren Empfang f?r das ganze Territorium gew?hrleisten kann, wird es im Wesentlichen die zweite Ankunft des Fernsehens sein. Man muss die Geschwindigkeit der Realisierung des Projektes Technologie-Stadt in Gusew hervorheben. Das Abkommen ?ber seinen Aufbau wurde im Mai 2008 unterschrieben und Ende August 2009 lief schon die Serienfertigung. Die weitere Entwicklung des Projektes be-steht im Bau eines Unternehmens f?r die Herstellung der Verpackung f?r elektronische Ger?te, sowie aus dem Bau eines Hausbau – Kombinates. Aus den in diesem Kombinat hergestellten Baustoffen werden die n?chsten Objekte der Technologie-Stadt und der sozialen Infrastruktur, einschlie?lich der Wohnfl?chen f?r die eingeladenen Fachkr?fte errichtet. Der Chef des Gusewskij Bezirkes, Nikolaj Tsukanow, rechnet mit der erfolgreichen Fortsetzung des Aufbaus der TechnologieaStadt. Auch die Leiter von„General Satellit“ hoffen sehr, dass f?r zwei weitere Betriebe noch so eine feierliche Er?ffnung im n?chsten Jahr folgen wird.
Oleg Pawlow Foto: Eduard Moltschanov
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Im Rahmen des Kaliningrader Wirtschaftsforums, das Ende Mai stattfand, wurde durch die Verwaltung der Stadt Polessk zur Bewertung durch potenzielle Investoren ein Projekt eines Hotel- und Unterhaltungskomplexes auf einer Insel mit einer Fl?che von mehr als 17.000 m2 vorgestellt. Die gesamte Baufl?che soll mehr als 5.000 m2 betragen. Das Restaurant nimmt 522 m2 ein, auf 1 195 m2 wird der Sportkomplex errichtet. Es ist geplant, f?r den Club 375 m2 bereit zu stellen. Der Stand mit dem Projekt l?ste gro?es Interesse bei den Teilnehmern des Forums aus. Nach Meinung der Experten, die das Projekt vorstellten, besteht die W?rze dieses Projektes in seiner Lage – auf einer Insel, die durch den Fluss Dejma von der ?brigen Stadt getrennt wird. Auf die Insel kann man ausschlie?lich mit Wasserfahrzeugen gelangen.
Verwaltung der Gemeinde Polessk (dt. Labiau) - Telefon: 8-401-58-3-55-58
Information: Der Polessker munizipale Kreis liegt im Nordosten des Kaliningrader Gebietes. Das Territorium zieht sich von Westen nach Osten 56 km, von Norden nach S?den 44 km hin. Der n?rdliche Teil wird vom Kurischen Haff umsp?lt. Der Polessker Bezirk ist durch ein entwickeltes Transportnetz gekennzeichnet. Den zentralen Teil des Kreises durchquert von Westen nach Osten die Eisenbahnlinie Kaliningrad - Sowjetsk, welche den regul?ren Transport von Personen und Waren sicherstellt. Der Bahnhof befindet sich in Polessk. Am 01. Januar 2008 betrug die Einwohnerzahl des Kreises Polessk 20 800 Personen. Auf dem Territorium des Kreises befinden sich 66 Siedlungen. Am dichtesten besiedelt sind der westliche und ?stliche Teil des Territoriums, am wenigsten der n?rdliche. Die meisten Siedlungen befinden sich entlang der Auto- und der Eisenbahnmagistralen. Foto: Jurij GORBUSHIN
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