Ein neues Volksfest Drucken E-Mail

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Der Heringstag in Kaliningrad ist ein inoffizielles Fest. Man kann es ernsthaft  Volksfest nennen. Dieses, weil es aus dem Volk hervorgegangen ist und nicht von den Beh?rden initiiert wurde. Ausserdem kommen zum Fest 30-40 Tausend Menschen. Der Hering ist schon 300 Jahre der Volksfisch in Russland.   

Der zweite Aprilsamstag macht das Museum des Weltmeeres* und seine Umgebung zu einem menschlichen Ameisenhaufen. Wenn man auf dieses Gedr?nge am 11. April schaut, f?llt einem mit Staunen ein: zum ersten Mal veranstaltete man dieses Fest 2006. Doch es ist ein Gef?hl, als feiere man das Fest schon viele Jahrzehnte. Die Initiative der Museumsdirektorin Swetlana Sivkova und ihres Teams hat sich als ?u?erst gefragt erwiesen. Der Heringstag hat nicht nur gefallen, er wird zu einerneuen Tradition in Kaliningrad.
Warum Heringstag? Die Antwort ist so einfach wie ihre Begr?ndung. Erstens, wie schon gesagt, Hering ist der Nationalfisch in Ru?land. Zweitens war K?nigsberg fast 3 Jahrhunderte lang einer der Hauptlieferanten dieser Kostbarkeit nach Ru?land. Und drittens wurde Hering tats?chlich zum «Goldfischchen» f?r die Stadt, die sp?ter Kaliningrad wurde. Mit den Heringsexpeditionen in den Nordatlantik hat die Entwicklung des riesigen Fischerei-Industrie-Komplexes begonnen. Die Steuern davon halfen, nach dem 2. Weltkrieg die H?lfte der Stadt wieder aufzubauen.
Geschichte ist Geschichte, und Fest ist Fest. Jedes Jahr wiederholt sich das Ritual: Am Peter-der-Gro?e-Damm legt ein Kutter an, von Bord gehen der B?rgermeister (heute ist es Alexander Jaroschuk) und die Direktorin des Museums des Weltmeeres Swetlana Sivkova. Ihnen werden F?sschen mit gesalzenem Hering ?berreicht und so beginnt die Vorstellung.

Array Array Wie ?blich haben T?nzer und S?nger ihr Programm vorgef?hrt, Clowns und Kost?mierte haben die Gesellschaft unterhalten. Alle m?glichen Meereserzeugnisse waren auf den riesigen Fischtheken (Held des Tages war der Hering - in allen denkbaren Variationen) zu finden. Gastgeber und G?ste aus dem benachbarten litauischen Palanga boten Ucha (Fischsuppe) an – jeder seine eigene spezielle. Die Menschen nahmen mit gro?em Vergn?gen an den Wettbewerben teil: sangen Seemannslieder und trugen Gedichte vor, sowie Geschichten in reinem Seemannslatein. Kinder ?bten sich im „Heringsmalen“.
Doch gab es auch zwei „Hauptgerichte“, die unmittelbar mit dem Kultus „Hering“ verbunden sind.
Die am Kai vert?ute Museumsflotte wurde um ein neues Exponat erweitert. SRT-129
(mittelgro?er Fischertrawler) hat am Flu?ufer als ein der Kaliningrader Fischerei gewidmetes Schwimmexponat festgemacht. Diese kleinen und dem Aussehen nach br?chigen K?hne waren die wichtigsten Heringsfangschiffe in den 50-er und 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts. Ehreng?ste waren diejenigen, die Hering mit eigenen H?nden gefangen haben. Alte Seeleute in Dienstm?tzen mit Orden und Medaillen haben die Darbietungen eingesch?tzt und erz?hlten ?ber eigene Erlebnisse.

Die andere „Speise“ ist eine im wahrsten Sinne des Wortes: Neun K?che aus sieben Kaliningrader Restaurants haben mit vereinten Kr?ften das in Russland popul?rste Heringsgericht zubereitet – «Hering im Mantel“.

305 Kilogramm Gewicht und 7 Meter L?nge - ein Weltrekord. Der letzte Rekordhering im Mantel, hergestellt im russischen Murmansk war kleiner: 255 Kilogramm.
Die hohe Teilnehmerzahl an dieser Vorstellung erkl?rt sich mit den Ma?st?ben des Geschehens. An Ort und Stelle hat man alle Charakteristiken der Fischspeise offiziell aufgenommen und die Bewerbung um die Eintragung in «Das Buch der Rekorde und Errungenschaften Russlands“ (das russische Analog des „Guinness-Buches der Rekorde“) verfasst.
Und dann wurde die gargantuische Herrlichkeit gen?sslich verspeist. Wozu jedes Gericht auch zubereitet wird.
Inmitten des Fischfestes hat man Platz auch f?r den technischen Fortschritt gefunden. Der 12. April ist der Tag der Weltraumfahrt und der Geburtstag des Museums des Weltmeeres. Diese zwei Feste hat man im Voraus mit dem Kontakt mit der Equipe der Internationalen Weltraumstation gefeiert. Das am Museumskai liegende Schiff zur kosmischen Kommunikation «Kosmonaut Viktor Pazajev» ist nicht nur ein Exponat, sondern auch ein funktionierender Operator f?r die Weltraumkommunikation. Alle Interessenten konnten die komplizierte Kommunikationsanlage in Betrieb sehen und Gespr?che zwischen der Equipe und dem Flugleitzentrum h?ren.

Wir warten aufs neue Treffen n?chstes Jahr. Findet das Treffen statt? Unbedingt! Hering verschwindet nicht aus unserem Leben. Und wir werden ihm gegen?ber nicht gleichg?ltig. Ein guter Anlass, sich in einer gro?en, sehr gro?en Gesellschaft zusammenzutreffen und sich einen guten Tag zu machen!
Tsch??, Hering!

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* Das Museum des Weltmeeres ( Museum des Weltozeans)  ist das einzige komplexe Museum maritimem Charakters in Ru?land. Es ist ein gro?es Forschungszentrum der Geschichte der Erforschung des Ozeans und seiner Natur. Das Museum verf?gt ?ber reichhaltige Expositionen. An den Kais des Museums in Kaliningrad haben vier historische Schiffe  festgemacht, welche als Exponate und Unterbringungsorte der Expositionen benutzt werden: Das wissenschaftliche Forschungsschiff «Vitjaz», das  Bahnverfolgungsschiff «Kosmonaut Viktor Pazajev», der mittelgro?e Fischertrawler STR-129, das U-Boot-Museum B-413». Noch ein Schiff alsMuseum, der Eisbrecher «Krassin» befindet sich in Sankt-Petersburg.
** Hering im Mantel – Schicht f?r Schicht in der Form auslegen: klein geschnittene Matjesfiletst?cke, gekochte und grob geraspelte Pellkartoffeln, rote Bete, Karotten, Zwiebeln. Jede Schicht mit Mayonnaise aufstreichen.
 

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, 06. Juni 2009 um 15:57 Uhr
 

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